#1

Symptome durch hom. Mittel

in Allgemeines zur Homöopathie 27.11.2008 20:47
von Medusa (gelöscht)
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Psorinia
Neuer User Geschrieben am 07.03.2007 11:55


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Hallo Experten,

ich frage mich, ob es möglich ist, dass durch eine C200 als sog. Konstitutionsmittel bzw. gegen chronische Entwicklungen wie u.a. depressive Verstimmungen, schwache Energie ein anderes unangenehmes Symptom entsteht.

Eine Freundin hat als 1. Mittel Sepia bekommen, das nach 4 Wochen als falsches Mittel korrigiert wurde durch ein anderes Mittel, das dann immer noch nicht anschlug. Die Homöopathin arbeitet streng klassisch und hat bewiesenermaßen tolle Heilungserfolge (wiederum bei anderen Freundinnen).

Nach Sepia bekam sie sofort einen großen kreisrunden Haarausfall am Hinterkopf. Und allgemein sind inzwischen die Haare dünner und spärlicher geworden (sie ist allerdings 60 Jahre alt). Ich habe bei Sepia büschelweisen Haarausfall und Haarausfall allgemein nachgelesen.

Eine Arzneimittelprüfung ist es doch in dem Sinne nicht, denn es war ja nur 1 Gabe. Und eigentlich sollten falsche Mittel doch durchlaufen. Ich frage wohl vor allem deshalb, weil ich natürlich zu der Behandlung geraten habe und mich jetzt irgendwie für den Haarausfall verantwprtlich fühle. Im Moment hat meine Freundin die Nase voll und will erst mal gar nichts machen. Sie hat es sogar mit Cortisonsalbe versucht, sowas bekommt man beim Hautarzt gegen Haarausfall!

Eine andere Phantasie ist, dass vielleicht Sepia doch das richtige Mittel war (man soll damit ja lange abwarten, steht im Jus). Dann hat die Lebenskraft gedacht, sie lässt mal etwas Dampf ab. Bekam dann aber etwas Anderes (Alumina). Also wie eine Erstverschlimmerung oder Verschiebung auf eine andere Ebene, die aber noch nicht abgeschlossen war ??!

Was meint ihr dazu?
Viele Grüße,
Psorinia-Marion

In Antwort auf:
Hallo Marion,
ich habe es schon öfter erlebt, auch an mir selbst, daß nach Einnahme des richtigen Mittels (wie eine Erstverschlimmerung) heftige Prüfsymptome auftreten können.
Z.B. habe ich bei plötzlichen schweren rechtsseitigen Halsschmerzen mit Schweißausbruch, schwerem allgemeinem Krankheitsgefühl und erweiterten Pupillen sowie Fieber eine Belladonna C 200 eingeworfen. Ich schlief kurz darauf ein (eher eine Art deliröser Halbschlaf) und hatte schreckliche Alpträume bzw. "Gesichte" von Monstern etc.- was ich sonst nie habe, auch nicht bei Fieber, was aber typisch für Belladonna ist.
Nach 2 Stunden wachte ich auf und war noch etwas schlapp, aber gesund. Halsschmerzen völlig weg, auch kein Fieber mehr.
Ich kann mir die Vorgänge im Halbschlaf auch nur als eine Art Prüfsymptom, als eine Reaktion der Lebenskraft auf das Belladonna, erklären.
Ich halte Deinen Gedanken für sehr naheliegend, daß Sepia vielleicht doch das richtige Mittel war - zumal, da das Folgemittel auch nichts bewirkt hat.
LG
Thomas

In Antwort auf:
Hallo Psorina-Marion,

solche "Bei- oder Zugaben", wie ich sie nenne, sind auch mir gut bekannt.
Allerdings habe ich immer irgendwie gefühlt, dass das Mittel richtig war wenn so etwas auftrat. Insgesamt war ich dann einfach besser drauf.

Wie ging es deiner Freundin denn gemütsmäßig während des Haarausfalles?

Dass falsche Mittel immer "durchlaufen" sollten, daran glaube ich ehrlich gesagt nicht mehr. Gerade Sepia hat auch mir kürzlich großen Kummer bereitet. Ich bekam es in der C30 verkleppert, also ganz vorsichtig dosiert. (Ich wusste nicht, daß es sich um Sepia handelte)
Danach hat es mich fast sofort um meinen ohnehin schlechten Nachtschlaf gebracht. Auch andere Symptome veränderten sich darauf eher zum Negativen, aber nicht im Sinne einer Erstverschlechterung.

Meine Behandlerin war allerdings der Meinung, man müsse dem Mittel Zeit lassen... Nun, nach 4 Wochen brach ich die Behandlung dann ab. Es ging einfach nichts mehr. Einen ganzen Monat Quälerei waren für mich lange genug "Zeit gelassen"!

Lange Rede, kurzer Sinn: PatientIn merkt, ob das Mittel was bringt, oder ob man gegensteuern sollte. Meine Erfahrung/Meinung.

LG
Ulla

In Antwort auf:
Liebe Ulla, lieber Thomas,

dann sind meine Beobachtungen bestätigt.

Sie hat sich während der 4 Wochen nicht besser gefühlt, aber es war auch tiefer Winter, wo sie immer zu Depression neigt. Und vor Allem steht im Jus: (auswendig zitiert): Patientin kommt und sagt, es habe nichts bewirkt. Und lange wirken lassen. Vielleicht hätte sie nach 8 Wochen im Nachinein eine Wirkung feststellen können. Bei Manchen läuft die Wirkung erst mal ganz schön unbewusst ab, das habe ich auch schon erlebt.

Wie es auch sei, jetzt muss ich erst mal warten, bis sie wieder bereit ist, etwas zu unternehmen.
Dank Euch und liebe Grüße,
Marion

In Antwort auf:
Hallo,

Ich habe neulich auch so etwas erlebt: eindeutige Prüfungssymptome ein bis zwei Tage nach erstmaliger Einnahme einer C12 (5 Kügelchen, Phosphor). Ich war auch völlig überrascht, da Prüfungssymptome doch nicht so schnell kommen. Insgesamt hat die Gabe geholfen, war aber noch zu schwach zur vollständigen Heilung. Habe die C12 wiederholt, was auch half, aber wieder Prüfungssymptome, sogar im psychischen Bereich hervorrief. Zögere auf die C30 zu wechseln. Wer weiß, was dann noch alles passiert...
______________________________________
Grüße, Stefan

In Antwort auf:
Hallo Stefan,

ja, die Beurteilung der Reaktionen ist ein sehr schwieriges Feld.
Um unerwünschte "Nebenwirkungen" so klein wie möglich zu halten oder sogar zu umgehen, bin ich auf die sog. Fläschchenmethode gekommen, auch die "medizinische Lösung" genannt. Diese Einnahmemethode wirkt viel feiner, man kann sogar sagen zartfühlender. Das ist jedenfalls meine Erfahrung bisher. Man kann die Lösung auch variabler einnehmen als Globuli. Falls dein Behandler und du dich dafür interessieren solltest, kannst du hier ganz ausführlich darüber nachlesen:

http://www.hpathy.de/papersnew/little-medicinal-solution.asp

LG
Ulla

In Antwort auf:
Hallo, Ulla,
Little schreibt, daß man die Gabe bei Überempfindlichen auch durch längere Einnahmeabstände (also nicht jeden/jeden 2. Tag) weiter abschwächen kann.

Davon bin ich inzwischen abgekommen. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, daß man dadurch unangenehme "Nebenbeschwerden" provozieren kann. Wenn man nämlich - wie ich es anfangs gemacht habe, um ganz besonders vorsichtig zu sein - in größeren Abständen gibt, hat bereits die normale Langzeitwirkung eingesetzt (die nicht gestört werden darf).

Nach meiner Erfahrung ist der 1-2tägige Rhythmus am verträglichsten, denn evtl. auftretende Überreaktionen werden durch die Folgegabe (die ja durch Verschütteln und Verdünnen etwas höher potenziert ist) jeweils antidotiert.
Genau wie bei den Q-Potenzen.
LG ilse

In Antwort auf:
Hallo Ilse,
meine Erfahrung deckt sich mit der von Little beschriebenen. Bei längeren Einnahmepausen geht es mir zunehmend besser. Warum also sollte man dann die eingesetzte Langzeitwirkung durch eine erneute Gabe stören wollen? Bei den Q oder LM Potenzen wird doch auch aufgehört bei Besserung, oder? Wie sonst soll man dann den Heilungsprozess kontrollieren können?
Wenn die Überreaktionen, wie du vermutest, jedesmal antidotiert werden, müssten dann ja auch die Heilprozesse antidotiert oder mindestens gestört werden.
Bei mir ist es momentan so, daß Überreaktionen nach jeder Einnahme weniger werden, die Heilung aber im Sauseschritt voranschreitet.

LG
Ulla

In Antwort auf:
Hallo, Ulla,
in welchem Abstand nimmst du denn? Wenn du so lange wartest, bis die Besserung stockt oder die Beschwerden wiederkommen, ist es ja ok. Denn dann hat die Gabe ausgewirkt, und die nächste kann folgen.

Bei meiner Mutter mache ich das auch so. Sie bekommt die C 10.000 aus dem ersten Glas der Fläschchenauflösung, Wiederholung erst, wenn die Wirkung nachläßt - das war nach den ersten Gaben 3 - 4 Wochen, Tendenz zunehmend. Die letzte Gabe hält jetzt schon 8 Wochen vor.

Re: " Wenn die Überreaktionen, wie du vermutest, jedesmal antidotiert werden, müssten dann ja auch die Heilprozesse antidotiert oder mindestens gestört werden"

Nein, der Heilprozeß wird nicht antidotiert, nur die überschießende Reaktion. Der Organismus wird sozusagen durch den neuen, veränderten Impuls abgelenkt.

Im übrigen spricht auch Hahnemann von 1 - 2 Tagen Abstand (bei chronischen Krankheiten).


LG ilse
Freut mich, daß es dir besser geht!

In Antwort auf:
Zitat:


Hallo, Ulla,
in welchem Abstand nimmst du denn?




Hi Ilse,
inzwischen sind es so ca. 10-14 Tage. Tendenz steigend.


Zitat:

Die letzte Gabe hält jetzt schon 8 Wochen vor.




Na prima! Hast du auch schon mit den Schüttelschlägen "experimentiert"?
Ich mache mich gerade dran, sie zu verringern. Von 10 auf 5 und immer weiter runter. Mal sehen...
Das schöne ist ja, daß man so herrlich flexibel mit den Tröpfchen umgehen kann. Es bleibt spannend.


Zitat:

Freut mich, daß es dir besser geht!


Danke!

LG
Ulla

In Antwort auf:
Moin, Ulla,
ja, ich habe auch die Schüttelschläge reduziert.

Heute braucht Muttern wieder ihren Schluck - anscheinend habe ich's gestern "verschrien". Der Vollmond hat wohl viel Energie gekostet.
LG ilse




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