#1

Auftauchen von "neuen Symptomen" im Verlauf mit einem Mittel

in Allgemeines zur Homöopathie 30.05.2014 19:37
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hallo in die Runde.

Ich habe mal wieder eine Frage, was ich schon immer mal wissen wollte. Ich mache mal ein extra Thema dazu auf, da mich das auch gerade selber angeht, interessiert mich das nämlich besonders.

Es ist doch so, wenn man ein Mittel nimmt, und sich draufhin Symptome einstellen, dann gibt es folgende Möglichkeiten:

- Es sind Rückspulungen von früheren Symptomen, diese sind also bekannt, irgendwann hatte man das mal. Sie zeigen (in der Regel oder sogar immer?) an, daß das Mittel paßt, und was Altes aufgearbeitet wird.

- Es sind Prüfsymptome. Sie gehören zum Mittelbild des eingenommenen Mittels und sind aufgesetzt, man macht eine Mittelprüfung durch. Unerwünscht, geht aber wieder weg normalerweise. Kann an falschem Mittel, zu häufiger Wiederholung oder zu starker Sensibilität des Einnehmenden liegen

- und dann gibt es noch die "neuen Symptome".
Wie definiert man die?

Bei mir war es so: Eine Mittelgabe, die auch gepaßt hat, Rückspulungen auslöste, ich fühlte mich gut usw. Dann hatte das Mittel ausgewirkt, die Symptome, weswegen das Mittel gegeben worden war, kamen zurück (allerdings weniger stark als zuvor). Also alles wie ich es schon zuvor auch erlebt hatte, wenn es das gleiche Mittel nochmal gegeben hat.
Hier kam jetzt noch dazu, daß ein weiteres, ein neues Symptom dazukam, was dann auch der Grund für mein Aufsuchen der Therapeutin war. Denn das Symptom war krass, und ich habe das noch nie zuvor gehabt. Gut, manchmal weiß man es auch nicht, aber ich war "ziemlich sicher", das hatte ich noch nie zuvor. Die Therapeutin identifizierte es als zum Mittelbild passend und verordnete es erneut. Ich sollte mich natürlich wieder melden, falls es nicht hülfe.
Es half aber, sofort. Und auch sonst ging es mir wieder prima.

Bis die Mittelgabe wieder ausgewirkt hatte. Dann kamen die anderen, diese ersten, Symptome wieder zurück, wieder weniger schlimm. Erneute Gabe des Mittels, alles war wieder gut. Nach ein paar Wochen kamen die Symptome wieder zurück, wieder schwächer. Und: Wieder ein "neues Symptom", diesmal eines, das ich ganz ganz sicher noch nie zuvor hatte. Also da müßte ich mich schon sehr täuschen, wenn ich das schon mal gehabt hätte. Ob ich mich einfach nur täusche, oder gibt's das?

Das war gestern, und da Feiertag war, und auch dieses Symptom "echt krass" war, und im Mittelbild vorhanden, habe ich dieses Mittel nun in Eigenregie eingenommen. Wieder ist alles weg, die abgeschwächten Symptome, aber auch dieses "neue".

Ist das, was mit "neue Symptome" gemeint ist? Ich dachte immer, neue Smyptome wären auch "alte", die jetzt aber als Krankheit ausgezwiebelt wurden. Also durch das Abschälen dieser Zwiebelschalen nun nach oben geholt wurden. Aber eben nicht die, weswegen das aktuelle Mittel verordnet wurde, weil man sie da noch gar nicht (wieder) hatte. So war das bei mir auch bisher, wenn ich wieder krank wurde nach einem Mittel, so waren das alte Erkrankungen, die jetzt wieder auftraten, und dann gab es (glaube ich: immer) ein neues Mittel.

Aber so einen Verlauf wie jetzt, hatte ich noch nicht. Kann jemand verstehen, was ich nicht verstehe, also wie meine Frage dazu ist? Und mag sie mir vielleicht beantworten?

Lieben Dank und viele Grüße an alle
Wolfi


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

zuletzt bearbeitet 30.05.2014 19:44 | nach oben springen

#2

RE: Auftauchen von "neuen Symptomen" im Verlauf mit einem Mittel

in Allgemeines zur Homöopathie 30.05.2014 21:44
von ilse • Administratorin | 2.700 Beiträge | 11407 Punkte

Wolfi, verstehe ich das jetzt richtig:
Nach jeder Wiederholung des Mittels verschwanden die Beschwerden. Wenn die Wirkung nachließ, kamen sie wieder, aber jedes Mal ein bisschen schwächer als nach der vorangegangenen Gabe. Und jetzt sind sie deutlich schwächer als zu Beginn der Behandlung?

Bei einer chronischen tief sitzenden Krankheit halte ich das für einen guten Verlauf, selbst wenn immer mal wieder ein neues Symptom aus dem AMB auftaucht, das du vorher nie hattest. Ein Mittel kann nur solche Symptome aus dir rauskitzeln, die in deinem "Programm" angelegt sind. Bei einer Arzneimittelprüfung nimmt man deshalb ja mehrere Prüfer, um ein möglichst vollständiges Arzneimittelbild zu bekommen.

Anders wäre es, wenn nach jeder Wiederholung deine alten Symptome in voller Stärke wieder auftauchen würden und dazu dann jeweils ein neues Symptom. Das hieße: das gegebene Mittel lindert nur vorübergehend und man muss ein besseres Mittel suchen, das das neue Symptom besonders deutlich im Bild hat.

Ach so, die Zwiebelschalentheorie: Ist halt nur eine Theorie. Der Organismus hält sich da nicht immer dran, ist ja mit dem Heilungsverlauf nach Hering genauso (wobei der die Regel gar nicht so formuliert hat).
Ich gehe aber davon aus, dass deine Hom. trotzdem schon mal vorsorglich drüber nachgedacht hat, welches Mittel die jeweils neuen Symptome abdeckt - so würde ich das jedenfalls machen.
LG ilse


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#3

RE: Auftauchen von "neuen Symptomen" im Verlauf mit einem Mittel

in Allgemeines zur Homöopathie 31.05.2014 00:10
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Danke Dir, liebe Ilse.

Zitat von ilse im Beitrag #2
Wolfi, verstehe ich das jetzt richtig:
Nach jeder Wiederholung des Mittels verschwanden die Beschwerden. Wenn die Wirkung nachließ, kamen sie wieder, aber jedes Mal ein bisschen schwächer als nach der vorangegangenen Gabe. Und jetzt sind sie deutlich schwächer als zu Beginn der Behandlung?


Ja, genau so. Und auch nicht alle Symptome, einige sind auch ganz weggeblieben.

Zitat
Bei einer chronischen tief sitzenden Krankheit halte ich das für einen guten Verlauf, selbst wenn immer mal wieder ein neues Symptom aus dem AMB auftaucht, das du vorher nie hattest. Ein Mittel kann nur solche Symptome aus dir rauskitzeln, die in deinem "Programm" angelegt sind. Bei einer Arzneimittelprüfung nimmt man deshalb ja mehrere Prüfer, um ein möglichst vollständiges Arzneimittelbild zu bekommen.



Ah ja. Das finde ich (für meinen Verlauf) nachvollziehbar. Besonders dieses zweite "neue Symptom" ist eines, das mit einer bestehenden Erkrankung schon was zu tun hat. (Das erste "neue" ist aber auch nicht völlig fern "meiner Anlagen"). Und das zweite ist sogar eines, vor dem ich immer ein wenig angst hatte, es zu bekommen (weshalb ich auch so sicher bin, das noch nie gehabt zu haben).

Zitat
Anders wäre es, wenn nach jeder Wiederholung deine alten Symptome in voller Stärke wieder auftauchen würden und dazu dann jeweils ein neues Symptom. Das hieße: das gegebene Mittel lindert nur vorübergehend und man muss ein besseres Mittel suchen, das das neue Symptom besonders deutlich im Bild hat.



So ist es nicht. Und auch so von meinem Gefühl mit dem Mittel oder durch das Mittel: Das Mittel paßt (wie viele zuvor auch schon) momentan "sowas von gut". :-))

Zitat
Ach so, die Zwiebelschalentheorie: Ist halt nur eine Theorie. Der Organismus hält sich da nicht immer dran, ist ja mit dem Heilungsverlauf nach Hering genauso (wobei der die Regel gar nicht so formuliert hat).


Obwohl das bei mir tatsächlich so abläuft, über die Jahre der Behandlung nun. Ich sagte mal irgendwo hier im Forum, "wenn man einmal anfängt mit Homöopathie, dann kann man nicht mehr aufhören". So hatte ich das gemeint. Entweder man macht weiter, oder man hängt dann eben auf den Erkrankungen der freigelegten Zwiebelschale, also hat dann halt diese (statt die von der abgelegten Zwiebelschale). So ähnlich kann ich das bei mir und meinem Verlauf schon sagen.
Und jedesmal denke ich: Jetzt bin ich - endlich - gesund. :-) Und dann kommen neue Symptome (bisher wie gesagt waren es dann "neue alte" Erkrankungen).

Zitat
Ich gehe aber davon aus, dass deine Hom. trotzdem schon mal vorsorglich drüber nachgedacht hat, welches Mittel die jeweils neuen Symptome abdeckt - so würde ich das jedenfalls machen.
LG ilse



Den Eindruck hatte ich. Wenn das nicht gepaßt hätte, daß sie dann nach einem anderen Mittel sucht. Daher sollte ich mich melden, wenn es nicht wegginge.

Vielen lieben Dank, Ilse, hat mir geholfen, das zu verstehen.


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

zuletzt bearbeitet 31.05.2014 00:43 | nach oben springen


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