#1

Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 20.04.2010 23:54
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Wir hatten hier mal diesen Link:
http://www.hflueckiger.ch/Homoeopathie/A...PsychBed_hf.PDF
Wurde hier auch darüber diskutiert topic-threaded.php?board=171638&forum=28&threaded=1&id=1261&message=5792
Ich habe auch verstanden, worin die Kritik daran besteht, darum geht es mir jetzt nicht, sondern ich verstehe eine Aussage dort nicht (die ja vlt. auch woanders stehen könnte).

Und zwar, was dies bedeuten könnte, was dort zu Nat mur steht. Und zwar:
"Nat mur löst "Bremse", löst Emotionsstau (darf nicht über einen längeren Zeitraum ohne ein anderes Mittel gegeben werden)."

Kann sich (und mir *gg*) das jemand erklären, was damit gemeint ist? Warum nicht über einen längeren Zeitraum? Was kann denn sonst vielleicht passieren?


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

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#2

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 08:57
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Hallo Wolfi,

die Aussage das Nat.-mur. nur über einen eingeschränkten Zeitraum gegeben werden darf und nicht ohne Hinzugabe eines anderen Mittels kann ich so auch nicht verstehen. Ich halte diese Aussage für irrelevant.

Eine solche Aussage kann nur aus der "Rezepthomöopathie" kommen.

Der Patient in seiner Gesamtheit bestimmt den Zeitraum, das Mittel, sowie die Wiederholungsintervalle und nicht irgendeine Regel. Zumindest auf die von Dir zitierte Aussage hin.

Herzliche Grüße
Frank


Je höher die Arztdichte, destso geringer die Lebenserwartung.

zuletzt bearbeitet 21.04.2010 08:59 | nach oben springen

#3

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 11:42
von ilse • Administratorin | 2.692 Beiträge | 11337 Punkte

Hallo, Wolfi,
ich schließe mich Frank an. Wer weiß, wo der Autor das her hat, wie das vielleicht im englischen Original formuliert war. So eine kategorische Aussage mit "darf nicht" könnte ja höchstens einer machen, der schon hunderte Nat-m-Patienten behandelt hat - und wer hat das schon?

Die Seite von Flückinger funktioniert nicht mehr, ist auch kein Verlust.. Ich kann also höchstens vermuten, was gemeint sein könnte: Nat-m ist häufig bei Folgen von Kummer angezeigt. Typisch sind die Symptome: Zurückkommen und Beharren auf längst vergangenen Ereignissen" und "Stiller Kummer". Beides zusammen ergibt natürlich einen gewaltigen Emotionsstau. Wenn dann Nat-m den Stau löst, kommt eine Flut von zurückgehaltenen Gefühlen - Ärger, Kummer, Tränen - hervor.
Das heißt, es wird manchmal so sein, dass Nat-m nicht mehr passt, denn dann lebt der Patient seine Gefühle ja aus - weint, schreit, tobt vielleicht. Je nachdem, wie diese heilsame Reaktion ausfällt, kann also ein anderes Mittel erforderlich sein.

Wie gesagt, das ist alles Theorie, es entscheiden immer die jeweiligen Symptome. Aber eins kann ich bestätigen, Nat-m ist ein mächtiges Mittel, ich habe es zu lange eingenommen und die Nebenwirkungen hielten ewig an. Das gilt zwar eigentlich für alle Mittel, aber nach meiner Erfahrung hat man bei Nat-m besonders lange was davon ...
LG ilse

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#4

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 11:53
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Hallo Wolfi,

auch ich halte diese Aussage so pauschalisiert für dummes Zeug. Franks und Ilses Anmerkungen dazu ist eigentlich nichts hinzuzufügen. In gewisser Weise "paßt" die Kritik an dieser speziellen Aussage zu Natr-mur aber auch zu der generellen Kritik an der Seite - wie Frank sagte: "Rezepthomöopathie". Schön, daß diese Seite, die nur geeignet ist, Lernende zu verwirren, nicht mehr funktioniert. Ich kann jedem nur raten, sie so schnell wie möglich zu vergessen, statt über den "Sinn" (oder Unsinn!) einzelner dort enthaltener Aussagen nachzugrübeln.

LG
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun" (Oskar Wilde)

zuletzt bearbeitet 21.04.2010 11:53 | nach oben springen

#5

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 12:27
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Ist ja ulkig, gestern, als ich das schrieb, funktionierte die Seite noch. Das ist genau das, was ich am Internet nicht mag, heute steht's da, morgen schon kann es wech sein.
Da lobe ich mir doch die papiernen Bücher,und werde sie auch weiterhin in Ehren halten, da steht heute immer noch drin, was gestern drin stand, jawoll! :-))))

Zum Nat mur habe ich gerade in einem anderen Thread noch was geschrieben. Mich hat das halt interessiert (um nicht zu sagen, ich frug mich, ob ich mich da sorgen muß *lol*), was der Autor denn damit gemeint haben könnte.
Mein Sohn jedenfalls ist heute morgen sehr gut drauf gewesen, nach seinem "gelösten Emotionsstau" gestern. Von daher kann ich die Aussage so pauschal keineswegs bestätigen, denn wie ich ja im anderen Thread schrieb, er bekommt das Mittel schon längere Zeit in Wiederholung. Vielleicht ist jetzt ja wirklich mal bald ein anderes dran, nachdem sich da mal richtig was getan hat? Wir werden sehen.

Zitat
Das heißt, es wird manchmal so sein, dass Nat-m nicht mehr passt, denn dann lebt der Patient seine Gefühle ja aus - weint, schreit, tobt vielleicht. Je nachdem, wie diese heilsame Reaktion ausfällt, kann also ein anderes Mittel erforderlich sein.



Das meinte ich oben. Mir erscheint es so, als sei nun eine Problematik damit aufgearbeitet worden schließlich. Und vielleicht ist das diejenige ,die zum Mittel Nat mur führte (ich vermute es ja, möchte es aber nicht behaupten, das soll dann die H. entscheiden).


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

zuletzt bearbeitet 21.04.2010 12:31 | nach oben springen

#6

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 15:18
von kaya (gelöscht)
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Hallo Wolfie,

ich hatte den Link eingestellt.

Habe mich aber erinnert, sowas auch schon mal gelesen zu haben und bin fündig geworden.

Monika Helmke Hausen schreibt in ihrem Buch "Lebensquell Schüsslersalze" über Das Funktionsmittel Nummer 8 = Nat mur:
"Nat mur ist höchst sensibel und diffizil anzuwenden und stellt damit eine Ausnahme dar: Es ist das Einzige unter den 12 Salzen, das genauso schnell eine hom. Erstverschlimmerung hervorrufen kann, wie es sich als ein ganz hohes Heilmittel erwiesen hat.
..... Dieses Lebenssalz allein nur bei eindeutiger Indikation anwenden!. Als allgemeine Vitalisierungskur halte ich es - jedenfalls für sich allein - als nicht geeignet für die Laienanwendung! Ohne therapeutische Erfahrung oder Begleitung höchstens vier Wochen lang einnehmen. nach dieser Zeit für mindestens vier Wochen pausieren."....

Zur Dosierung schreibt sie: " 1-3 Tabl. tägl., dabei mit Fingerspitzengefühl an die rechte Potenz und Dosierung herantasten... LM Potenzen höchstens (!) einmal täglich und stets nur bis zu besserung anwenden."

Potentwahl: "D6. Für tiefgreifenden seelische und körperliche Heilprozesse gegebenenfalls LM - Potenzen, z.B. LM 30 einsetzen (nur mit fachkompetenter Begleitung."

Vielleicht hat er dort abgeschrieben. Fast die gleiche Formulierung


Um klar zu sehen, genügt ein Wechsel der Blickrichtung.
- Antoine de Saint-Exupéry

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#7

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 22:12
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Zitat von kaya

Monika Helmke Hausen schreibt in ihrem Buch "Lebensquell Schüsslersalze" über Das Funktionsmittel Nummer 8 = Nat mur:
"Nat mur ist höchst sensibel und diffizil anzuwenden und stellt damit eine Ausnahme dar: Es ist das Einzige unter den 12 Salzen, das genauso schnell eine hom. Erstverschlimmerung hervorrufen kann, wie es sich als ein ganz hohes Heilmittel erwiesen hat.
..... Dieses Lebenssalz allein nur bei eindeutiger Indikation anwenden!. Als allgemeine Vitalisierungskur halte ich es - jedenfalls für sich allein - als nicht geeignet für die Laienanwendung! Ohne therapeutische Erfahrung oder Begleitung höchstens vier Wochen lang einnehmen. nach dieser Zeit für mindestens vier Wochen pausieren."....
Zur Dosierung schreibt sie: " 1-3 Tabl. tägl., dabei mit Fingerspitzengefühl an die rechte Potenz und Dosierung herantasten... LM Potenzen höchstens (!) einmal täglich und stets nur bis zu besserung anwenden."
Potentwahl: "D6. Für tiefgreifenden seelische und körperliche Heilprozesse gegebenenfalls LM - Potenzen, z.B. LM 30 einsetzen (nur mit fachkompetenter Begleitung."



Auch das ist ja nun wieder erlesener Blödsinn. ALLE Schüßler-Salze sind homöopathische Arzneimittel in tieferen Potenzen (D 6 oder D 12), und alle Schüßlersalze sollten "nur bei eindeutiger Indikation" angewendet werden und sie alle können deshalb Prüfsymptome auslösen, wenn sie unmotiviert und ohne Sachkenntnis (z. B. "als allgemeine Vitalisierungskur") angewendet werden. "Ohne therapeutische Erfahrung oder Begleitung" sollte man auch als Monika Helmke Hausen oder als sonstiger homöopathischer Laie mit Schüßler-Salzen nicht herumpfuschen, sonst kann man Schlimmes erleben. Das gilt nicht nur für Natrium muriaticum.

LG
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun" (Oskar Wilde)

zuletzt bearbeitet 21.04.2010 22:59 | nach oben springen

#8

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 22:30
von frisbee (gelöscht)
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Ohje, das wimmelt ja alles nur so von falschen Aussagen, da weiss man ja gar nicht, wo man anfangen soll.....Alleine schon der Satz über die LM-Potenzen....


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#9

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 22:56
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Liebe Marion,

Zitat von frisbee
Ohje, das wimmelt ja alles nur so von falschen Aussagen, da weiss man ja gar nicht, wo man anfangen soll.....Alleine schon der Satz über die LM-Potenzen....



Ja, das ist wirklich schon eine reife Leistung - auf so relativ geringem Raum eine solche Menge von dummem Zeug unterzubringen...
LG
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
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zuletzt bearbeitet 21.04.2010 22:56 | nach oben springen

#10

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 22.04.2010 07:49
von Cara (gelöscht)
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Zitat von frisbee
Ohje, das wimmelt ja alles nur so von falschen Aussagen, da weiss man ja gar nicht, wo man anfangen soll.....Alleine schon der Satz über die LM-Potenzen....


Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier unendlich blamiere: was ist an dem Satz über die LM-Potzenzen falsch? Meines Wissens bedarf die Anwendung derselben fachkundiger Begleitung und gehört nicht in Laienhände; zudem werden LM-Potenzen doch gegeben, um tiefgreifende Prozesse anzuschubsen und zu begleiten.

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#11

RE: Frage zu Nat mur

in Allgemeines zur Homöopathie 22.04.2010 08:06
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Damit hat sie ja auch recht. Sie impliziert aber gleichzeitig, als könne man es kurzfristig "einfach mal so" anwenden, zumindest mit anderen Salzen zusammen. Und die anderen Salze könne man sowieso "einfach so" nehmen, mal platt ihr Gesagtes übersetzt. Ich denke, daher die Kritik.


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

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