#1

Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 29.10.2009 14:58
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hallo Ihr Lieben,
und noch eine Frage, die ich in meiner Vorstellung geschrieben habe und nun hierher einkopiere:
Ich habe eine Frage zum Antidotieren, dem unfreiwilligen. Ob das schon allein deshalb geschehen könnte, daß andere in der gleichen Küchenräumlichkeit täglich Pfefferminztee kochen und man sich dort immer länger aufhält (Pausenraum)? Vielleicht könnte man ihnen ja klarmachen, daß täglicher Pfefferminzteekonsum gar nicht so gut ist..
Aber meine Frage ist schon ernst gemeint.
LG


Omnia mutantur, nihil interit - Alles verändert sich, nichts geht zugrunde

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#2

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 29.10.2009 19:48
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Prinzipiell ist das denke ich nicht möglich. Vor allem nicht wenn das Mittel passt. Ein wirklich passendes Mittel lässt sich dadurch nicht wirklich antodotieren.

Aber es gibt natürlich nichts was es nicht gibt.

LG
Frank

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#3

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 29.10.2009 21:37
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Hallo Tiziana,
ich sehe das wie Frank. Man sollte nicht überängstlich sein, was das antidotieren angeht. Natürlich würde ich keinem empfehlen, sich während einer homöopathischen Behandlung mit ätherischen Ölen vollzuballern (Teebaum-Duschgel, Teebaum-Shampoo und Campher-Einreibungen gebrauchen, Mentholbonbons lutschen, Pfefferminztee trinken und Mundwasser mit 3 verschiedenen ätherischen Ölen verwenden).
Die Angst vor Antidotierung, wenn andere sich in derselben Küche Pfefferminztee (oder Kaffee) kochen, ist aber sicherlich stark übertrieben.
Liebe Grüße,
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun" (Oskar Wilde)
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#4

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 29.10.2009 22:38
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Es ist halt so, daß wir die Ursache suchen, warum ein Mittel antidotiert wurde (bei meinem Sohn).
Kann ein Antidotieren daran liegen, daß man immer wieder in eine Situation kommt, die man haßt, und für die auch das Mittel eigentlich paßt? Aber wenn man halt immer wieder in diese Situation kommt? (Bei meinem Sohn ist das, morgens den Bus kriegen müssen. Klingt banal, aber das haßt er eben, da wird ihm speiübel, so komisch das klingt, ist ein Relikt aus der Schulzeit, wo er einen arg verhaßten Lehrer hatte). Versteht Ihr, was ich meine?
Also das Mittel hat die Übelkeit genommen, aber wenn man immer wieder in den Auslöser rennt sozusagen, kann das antidotieren?


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#5

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 29.10.2009 22:56
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Zitat von Tiziana

Kann ein Antidotieren daran liegen, daß man immer wieder in eine Situation kommt, die man haßt, und für die auch das Mittel eigentlich paßt?



Das halte ich für absolut ausgeschlossen. Bevor so viel über doch sehr entlegene Antidotierungsszenarien nachgedacht wird, würde ich empfehlen, den Fall neu aufzunehmen und zu überprüfen, ob das Mitrtel wirklich paßt. Falsche Mittelwahl ist wesentlich häufiger für Mißerfolge verantwortlich als Antidotierungen.

LG
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun" (Oskar Wilde)

zuletzt bearbeitet 29.10.2009 22:56 | nach oben springen

#6

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 01:31
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Also diese beiden Ursachen sind unwahrscheinlich, okay. Welche kann es denn noch geben? Das Mittel ist eher schon passend, es geht ihm sehr gut damit, er sagte bei der ersten Gabe gleich, das sei das passendste Mittel, das er bisher bekommen habe, "sein Mittel" sozusagen, so wohl fühlte er sich damit. Auch als er das Mittelbild las, fühlte er sich darin "erkannt". Andere Mittel hatten Rückspulungen ausgelöst, dieses nicht, aber es hatte einige chronische Beschwerden beseitigt/gebessert (die nach dem Antidotieren/Aufheben wiederkamen). Und wie gesagt, er fühlt sich gut damit, sagt von sich selbst, daß er richtig "gute Laune" habe, und das merkt man auch.
Kann es trotzdem falsch sein? Nach meinem eigenen Erlebnis mit dem falschen Mittel habe ich nun die Vorstellung, daß es einem psychisch schon schlecht gehen müsse dann. Ist das denn nicht zutreffend?
Ich will es nur theoretisch wissen, so in 1-2 Monaten geht die ganze Family wieder zum persönlichen Termin. Die erneute Mittelgabe meines Sohnes erfolgte auch in Absprache mit der Homöopathin. Es war jetzt schon zum zweiten Mal antidotiert. Beide Male hat er das gleiche Mittel wieder nehmen sollen und h at auch die oben beschriebene Wirkung gehabt. Wobei er auch im antidotierten Zustand dieser "guten Laune" blieb, nur hatte er dann die körperlichen Beschwerden.
Sorry, wenn man hier nicht so weit ausholen soll. Zur Zeit haben wir einfach diese "Probleme" mit der Anwendung, die ersten Jahre lief ja immer alles wie geschmiert.


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#7

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 07:45
von frisbee (gelöscht)
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Hm...also ich sehe das wie Thomas und denke nicht, dass es jedes Mal antidotiert wurde. In welcher Potenz hat er es denn bekommen und wie lange nach der Gabe war es "antidotiert"? Es ist auch durchaus möglich, dass es nicht das Simillimum war, sondern ein nahes Mittel, was er jetzt bekommen hat. Es gibt ja einige Mittel, die sich seeeehr ähnlich sind, da kann es manchmal schwer sein, zu differenzieren. Oder die Potenz war evtl. nicht angepasst und er bräuchte eine höhere Potenz.
LG Marion


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#8

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 12:06
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hallo frisbee und Ihr anderen,
es war eine Gabe XM, dann abends nochmal XM in Wasser aufgelöst das gesamte Glas zu trinken, so die Verordnung. Hielt ungefähr 4 Monate, alle noch bestehenden Symptome besserten sich, psychisch gutes Befinden, dann Antidotieren (ich nenne es mal weiter so). Erneute Gabe hielt ungefähr 2 Monate. Dazwischen immer einige Wochen, bis klar war, daß es antidotiert ist. Jetzt ist die weitere Gabe noch ziemlich aktuell, ein paar Tage. Das Mittel hatte übrigens doch auch eine Rückspulung ausgelöst anfangs, wie er mir gerade sagte, habe nochmal nachgefragt (der Bub ist 19, da habe ich schon ein wenig Verantwortung an ihn selbst abgegeben und merke mir wohl nicht mehr alles genau im Einzelnen...) und dann waren die Symptome weg/gebessert, nach dem "Antidotieren" traten sie wieder auf.
Er selbst meint, es ist das Zusammentreffen von "früh morgens aufstehen und Bus kriegen müssen", weil ihn das an die Schule erinnerte, es wurde ihm täglich total übel davon. Ab nächste Woche wird das wieder so sein, diesen Monat hatte er Mittagsschicht, da fiel das nicht ganz so ins Gewicht. Er sagte eben außerdem, daß durch die erneute Einnahme des Mittels dieses Gefühl von "zu etwas gedrängt sein, was er nicht möchte" (so empfindet er das aufstehen und Bus kriegen müssen) so ziemlich weg sei. Er ist sich auch allgemein sicher, daß das Mittel paßt.
Also ein Schockerlebnis kann ja schon ein Mittel antidotieren, soweit ich weiß. Wenn für ihn dieser Umstand mit dem Bus morgens immer kleine Schocks wären, so würden sie sich ja mit der Dauer auch aufsummieren. Gäbe doch Sinn, daß das auch antidotieren kann,oder?


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zuletzt bearbeitet 30.10.2009 12:07 | nach oben springen

#9

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 12:32
von Naturheilhunde (gelöscht)
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Wenn ich das richtig verstanden habe, wird deinem Sohn doch nun nicht mehr übel, wenn er den Bus kriegen muss, oder?
Worin besteht dann der "Schock"?

Wie Frisbee ja schon geschrieben hat, gibt es viele ähnliche Mittel. Wenn ich mir Sepia durchlese, denke ich auch: "Das ist mein Mittel!" Das denke ich aber auch bei Silicea, Ignatia und Nat-mur...

Gruß
Linda


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#10

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 13:24
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird deinem Sohn doch nun nicht mehr übel, wenn er den Bus kriegen muss, oder?
Worin besteht dann der "Schock"?


Also der Ablauf war so: Seit September macht er Zivildienst, zunächst war es die frühere Schicht, und er mußte um halb sieben oder so aufstehen. Nach zwei Wochen war das Mittel antidotiert. Bis das ganz sicher war, vergingen aber doch so weitere 3 Wochen. Unterdessen hatte er die spätere Schicht (monatlicher Wechsel), damit war die (vermutete) Ursache behoben oder doch abgemildert, weil es wohl vor allem um das Zusammentreffen von "früh aufstehen müssen plus Bus kriegen müssen" geht. Erneute Mittelgabe dann vor ein paar Tagen, wozu er heute morgen sagte, daß das sich bedrängt fühlen durch das Bus kriegen müssen durch diese Gabe nachgelassen habe, oder vielleicht sogar ganz weg sei. Früh aufstehen müssen fällt ja momentan weg, daher war das Problem diesen Monat nicht so heftig (mit der Übelkeit). Das meinte ich mit:
Er selbst meint, es ist das Zusammentreffen von "früh morgens aufstehen und Bus kriegen müssen", weil ihn das an die Schule erinnerte, es wurde ihm täglich total übel davon. Ab nächste Woche wird das wieder so sein, diesen Monat hatte er Mittagsschicht, da fiel das nicht ganz so ins Gewicht.
Die Schicht wechselt monatlich, in der frühen Schicht kam das früher Aufstehen dazu. In der späteren Schicht ist es nur noch der Bus allein, die Übelkeit war damit schon deshalb weniger, mit oder ohne Mittel.

Stimmig hört es sich für mich schon an. Und wenn beides zusammentrifft, ist der "kleine aber immer wiederkehrende Schock" dann eben stärker, als wenn nur eines gegeben ist. Und in der Summe führt es zum Antidotieren. Für mich vorstellbar.

Daß man sich in vielen Mitteln erkennen kann, ja, sehe ich auch so. Aber wie er heute morgen ja sagte, hatte es zu Anfang auch eine Rückspulung ausgelöst, und er fühlt sich ja auch gut mit dem Mittel. Sowie das Streßgefühl mit dem Bus hat nun nachgelassen. Das spricht doch deutlich dafür, daß es auch paßt, oder?
Wäre das unter diesen Umständen nicht denkbar, daß das (mit dem Bus etc.) der Grund für ein Antidotieren war?


Omnia mutantur, nihil interit - Alles verändert sich, nichts geht zugrunde

zuletzt bearbeitet 30.10.2009 13:31 | nach oben springen

#11

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 15:47
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Das die Wirkdauer des Mittels kürzer wird kann unterschiedliche Ursachen haben.

Eine Antidotierung, nein...die Erinnerung an ein negatives Erlebnis führt in meinen Augen vielleicht nur zu einem anderen Mittel, aber es ist keine Antidotierung im eigentlichen Sinne.

Es kann sein das das Mittel einige "Schichten"fast abgearbeitet hat und deshalb nicht mehr so lange wirkt. Es kann aber auch sein das das Mittel eine starke energetische Wirkung auf andere Bereiche nimmt und somit die Lebensenergie alle Kraft hierfür benötigt und das Problem Busfahren gar nicht beachten kann. Es gibt ja auch oftmals Wechselwirkungen. Kommt die eine "Erkrankung" dann geht die andere und umgekehrt. Wenn wir eine Kunstkrankheit setzen dürfte das nicht anders sein. Während ich das gerade schreibe kommt mir der Gedanke hoch, das wenn meine Aussage in diesem Fall stimmig sein sollte, es nicht (mehr) das richtige Mittel sein könnte.

Sprecht das mit all Euren Beobachtungen mal mit dem Behandler ab. Ich denke das wir zu wenig Aspekte haben um hier wirklich etwas zielführendes zu sagen. Das ist so ein wenig wie ein stochern im Nebel. Wir haben hier keine Anamnese und / Oder Fallaufnahme. Wir wissen nicht welche Mittel vorher verschrieben wurden und welches Mittel er nun aktuell bekommt. Und das wollen wir ja hier auch nicht sein. Keine Beratung über das Forum...

Grundsatzfragen und Diskussionen gerne. Die Grenze zwischen Beratung und Diskussion ist sowieso immer schwimmend.

Aber wirklich, ich finde die Beobachtungen spannend und würde die dem Behandler mitteilen.

LG
Frank

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#12

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 19:37
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Hallo, Tiziana (herzlich willkommen,
ich blicke da nicht recht durch. Ist denn diese Übelkeit durch Hetze seine Hauptbeschwerde? Dann müsste sie ja bei der Mittelwahl berücksichtigt worden sein. Wie soll es dann zu einer Antidotierung kommen? Das wäre ja grad so, als würde ich ein Mittel wegen Schluckauf beim Essen geben und jedes Mal beim Essen würde das Mittel antidotiert.
Auf jeden Fall ist das für eine theoretische Erörterung zu kompliziert, wie Frank schon schrieb.
LG ilse

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#13

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2009 23:41
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Auf jeden Fall ist das für eine theoretische Erörterung zu kompliziert, wie Frank schon schrieb.

Ich laß mir das nochmal durch denKopf gehen und würde trotzdem gerne noch was dazu schreiben. Als theoretische Diskussion, nicht als Beratung. Es ist halt interessant, solche Vorgänge möglichst zu verstehen.
LG, Wolfi


Omnia mutantur, nihil interit - Alles verändert sich, nichts geht zugrunde

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#14

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 12:16
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat
Es kann sein das das Mittel einige "Schichten"fast abgearbeitet hat und deshalb nicht mehr so lange wirkt. Es kann aber auch sein das das Mittel eine starke energetische Wirkung auf andere Bereiche nimmt und somit die Lebensenergie alle Kraft hierfür benötigt und das Problem Busfahren gar nicht beachten kann. Es gibt ja auch oftmals Wechselwirkungen. Kommt die eine "Erkrankung" dann geht die andere und umgekehrt. Wenn wir eine Kunstkrankheit setzen dürfte das nicht anders sein. Während ich das gerade schreibe kommt mir der Gedanke hoch, das wenn meine Aussage in diesem Fall stimmig sein sollte, es nicht (mehr) das richtige Mittel sein könnte.



Ich überlege dies ja selbst auch, ob es überhaupt noch paßt. (So für mich halt, ohne da eingreifen zu wollen, kürzlich war er ja auch wieder bei der Homöopathin, es gab wieder dieses Mittel).
Tatsache ist allerdings, daß nach jeder Einnahme die Problematik mit dem Bus (verkürzt dargestellt nenneich es mal so) abnahm, und beim nächsten Mal weniger war, wenn sie wieder auftrat. Außerdem bessern sich nach jeder Einnahme die sonstigen Beschwerden wie Rückenschmerzen, allerdings kommen sie irgendwann wieder, um dann bei erneuter Einnnahm wieder zu verschwinden.
Er nimmt das Mittel schon eine gefühlte Ewigkeit und es ist Nat mur, gestern löste sich auch sowas wie "ein Emotionsstau", daher auch meine Frage zu Nat mur in dem anderen Thread. Ich konnte aber nicht erkennen, daß er in dieser Lösung irgendwie "steckenbleibt", es immer schlimmer würde oder so (wie das scheinbar in dem dort zitierten Link befürchtet wird). Sondern es verlief, wie es eben so typisch ist bei einem Mittel, das etwas bearbeitet, es kommt hoch, um dann anschließend bewältigt zu sein. (So dolle war das mit der Emotion auch gar nicht, fand ich. Seine Hände waren aber währenddessen eisekalt, um danach, als er wieder entspannt war, aber auch wieder warm zu sein. Und danach war das, was das Emotionale ausgelöst hatte, auch kein Problem mehr für ihn, wie er sagte. Also alles "ganz normal" verlaufen, oder jedenfalls so, wie ich es von meinen Mittelverläufen her auch kenne, und wie ich auch verstehe, daß es ja sein soll).

Eine aufgesetzte Kunstkrankheit durch ein lang gegebenens Mittel, die sollte doch dann bei Einnahme eben dieses Mittels aber gerade nicht verschwinden, sondern eben dann entstehen, oder?


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

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#15

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 20:22
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Auf die Ferne lässt sich nur vermuten.

Nat-m ist schon ein schwieriges Mittel, ein "Wesenszug", der die Verlaufsbeurteilung schwierig macht, ist z. B., dass Nat-m Phasen hat ohne irgendeine Beschwerde, dann plötzlich am nächsten Tag sind alle Beschwerden wieder da - und das immer im Wechsel. Wenn man dann grade wieder mal eine schlechte Phase hat, kommt man allzu leicht in Versuchung, das Mittel zu wiederholen.

Allgemein, nicht nur bei Nat-m sollte man stutzig werden, wenn die Beschwerden schlechter werden, dann Wiederholung und Besserung, dann wieder Verschlechterung, erneut Wiederholung und Besserung usw. Vor allem wenn die Abstände zwischen Besserung und Verschlechterung immr kürzer werden. Wenn das Mittel nicht oder nicht mehr passt, drückt man dem Organismus mit jeder Wiederholung erneut das Symptomenmuster der Arznei auf und glaubt, das sei die Bestätigung für die Richtigkeit des Mittels, weil ja immer wieder nur Mittelsymptome kommen.

Da hilft nur genaues Protokollieren über einen längeren Zeitraum. Wenn die Abstände immer größer werden, ist es ok.
LG ilse

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#16

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 21.04.2010 23:51
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat
Allgemein, nicht nur bei Nat-m sollte man stutzig werden, wenn die Beschwerden schlechter werden, dann Wiederholung und Besserung, dann wieder Verschlechterung, erneut Wiederholung und Besserung usw. Vor allem wenn die Abstände zwischen Besserung und Verschlechterung immr kürzer werden. Wenn das Mittel nicht oder nicht mehr passt, drückt man dem Organismus mit jeder Wiederholung erneut das Symptomenmuster der Arznei auf und glaubt, das sei die Bestätigung für die Richtigkeit des Mittels, weil ja immer wieder nur Mittelsymptome kommen.



Würde das (allgemein, nicht fallbezogen, gefragt) dann bedeuten, daß es das Simile ist, aber nicht das Similimum?
Was ich aber nicht verstehe: Wenn man das Symptomenmuster aufsetzt, wie können die Symptome aber gleichzeitig von dem Mittel verschwinden, wenn auch die Zeitspanne kürzer werdend wäre?

Die Verordnung der H. war übrigens: So alle vier Wochen als C200 in Wasser gelöst trinken. Bei Bedarf (also bei Beschwerden) auch gerne früher, denn "ein Mittel, das paßt, kann man nicht zuviel nehmen" (so gab mein Sohn ihre Worte wieder).
Den Satz dürft Ihr gerne kommentieren, mir macht er nämlich richtig Sorge. Aber ich bin ja auch ein sich-Sorgen-macher. :-)


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

zuletzt bearbeitet 21.04.2010 23:54 | nach oben springen

#17

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 22.04.2010 10:52
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Mit Simile oder Simillimum hat das weniger zu tun, wobei ich von dieser Unterscheidung sowieso nicht überzeugt bin. Entweder ein Mittel passt oder es passt nicht. Wenn es nur ein Simile ist, also ein nur auf Teilbereiche passendes Mittel, wird sich das beim Patienten durch Symptome zeigen und dann muss der Homöopath ein besseres Mittel verordnen.

Auch die Einnahmeempfehlung finde ich leichtfertig. Wie kann man im Voraus wissen, wie lange ein Patient auf den Impuls, den das Mittel setzt, reagiert? Denn die Wirkung eines Mittels ist die Reaktion des Organismus auf den Impuls. Er erhält einen kurzen Anstoß zur Selbstheilung. Den nächsten Anstoß braucht er erst wieder, wenn es mit der Selbstheilung nicht weitergeht. Wie lange die Reaktion anhält, hängt von ganz vielen Faktoren ab - Schwere der Krankheit, Allgemeinzustand, Alter, Umgebungsbedingungen wie z. B. Stress etc.
Eine Wiederholung nach "so etwa 4 Wochen" oder nach Gefühl ... nee. Ich kenne es nur so, dass vor einer Wiederholung ein Gespräch stattfindet, in dem der Hom. abfragt, was sich getan hat, ob und welche Symptome sich gebessert/verschlechtert haben usw., denn nur so kann er beurteilen, ob schon ein erneuter Impuls nötig ist.

Aufgesetzte Symptome: Siehe oben - die Reaktion auf das Mittel ist die Wirkung. Der Organismus reagiert auf den Impuls. Wenn ich den nächsten Impuls zu früh gebe, störe ich die Selbstheilung. Der Organismus reagiert mit Symptomen des Mittels = Prüfsymptomen. Aha, denke ich, jetzt ist eine weitere Gabe angesagt, er hat wieder z. B. Nat-m-Symptome. Und tatsächlich, es kommt eine Besserung. Denn die neue Gabe unterdrückt die Prüfsymptome wieder für eine Zeit.

Wie heißt es im Organon? Die erzeugte Kunstkrankheit muss um ein Weniges stärker sein als die natürliche Krankheit, um diese auszulöschen. Übrig bleiben nur noch die Symptome der Kunstkrankheit, die bald von allein verschwinden.
Wenn ich zu diesem Zeitpunkt aber wieder Nat-m gebe, verschwinden sie nicht.

Wenn das mehrmals passiert, prägt sich irgendwann dem Organismus das Nat-m-Muster ein, die natürlichen, echten Symptome zeigen sich nicht mehr. "Irgendwann" hängt davon ab, wie stark der Organismus ist. Einem kräftigen Organismus gelingt es eher, trotz der "Bombardierung" wieder seine natürlichen Symptome hervorzubringen.

Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt, wenn nicht, frag ruhig nach.

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#18

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 22.04.2010 18:26
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Ich muß nun tatsächlich noch mal nachfragen. Ich fasse mal zusammen, wie ich es verstanden habe:

Ein Mittel paßt auf Symptome a, b und c. Und auch sonst, das Mittel paßt, bei der ersten Einnahme jedenfalls. Die Symptome verschwinden davon, Patient fühlt sich auch gut. Nun tauchen nach einer Weile die 3 Symptome wieder auf, Patient nimmt das Mittel wieder. Symptome verschwinden wieder. So geht das in einem fort: Symptome-Mitteleinnahme-Verschwinden der Symptome-dann wieder Symptome-Mitteleinnahme... usw., immer die gleiche Abfolge.
Auch die zeitliche Abfolge bleibt gleich, immer so 2-3 Wochen.
Spricht das für ein falsches Mittel?

Wenn diese 3 Symptome eine Kunstkrankeit wären, kann denn ein Mittel seine eigene Kunstkrankheit auch auslöschen, um sie dann wieder (im gleichen Wirkungszeitraum) wieder aufflammen zu lassen, so daß eben ein solcher Kreisauf entsteht? Das würde dies ja heißen, oder? So verstehe ich dies:

Zitat
Denn die neue Gabe unterdrückt die Prüfsymptome wieder für eine Zeit.



Dieses Zitat von Hahnemann verstehe ich aber eigentlich anders (was aber nix heißen muß).

Zitat
Die erzeugte Kunstkrankheit muss um ein Weniges stärker sein als die natürliche Krankheit, um diese auszulöschen. Übrig bleiben nur noch die Symptome der Kunstkrankheit, die bald von allein verschwinden.


Hier werden die Symptome der Kunstkrankheit ja eben nicht behoben, und sei es auch unterdrückt, jedenfalls sie sind nicht weg, auch nicht für eine Zeit. Allerdings kenne ich ja (wie immer, seufz) den Zusammenhang nicht, der würde es möglicherweise aufklären?

Und können sich aufgesetzte Symptome auch verändern, wenn das Mittel immer das gleiche bleibt?

P.S: Ich habe mal einiges rausgelöscht, damit es sachlicher bleibt. :-)


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

zuletzt bearbeitet 23.04.2010 15:09 | nach oben springen

#19

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 25.04.2010 00:52
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Zitat
Ein Mittel paßt auf Symptome a, b und c. Und auch sonst, das Mittel paßt, bei der ersten Einnahme jedenfalls. Die Symptome verschwinden davon, Patient fühlt sich auch gut. Nun tauchen nach einer Weile die 3 Symptome wieder auf, Patient nimmt das Mittel wieder. Symptome verschwinden wieder. So geht das in einem fort: Symptome-Mitteleinnahme-Verschwinden der Symptome-dann wieder Symptome-Mitteleinnahme... usw., immer die gleiche Abfolge.
Auch die zeitliche Abfolge bleibt gleich, immer so 2-3 Wochen.
Spricht das für ein falsches Mittel?



Also mir käme das schon sehr seltsam vor. Wie lange soll das denn so weitergehen? Eine Erklärung könnte sein, dass es ein Heilungshindernis gibt. Irgend etwas, was immer wieder die Mittelwirkung stört.
Aber wahrscheinlicher ist, dass das Mittel einfach die wirkliche Krankheit nicht erfasst und nur an der Oberfläche wirkt.

Zitat
Wenn diese 3 Symptome eine Kunstkrankeit wären, kann denn ein Mittel seine eigene Kunstkrankheit auch auslöschen, um sie dann wieder (im gleichen Wirkungszeitraum) wieder aufflammen zu lassen, so daß eben ein solcher Kreisauf entsteht? Das würde dies ja heißen, oder? So verstehe ich dies:




Ja, ich denke so kommt das Karussell zustande. Wenn sich durch zu häufige Gabenwiederholung das Muster dem Organismus eingeprägt hat.

Zitat
Und können sich aufgesetzte Symptome auch verändern, wenn das Mittel immer das gleiche bleibt?



Ja, nach meiner Erfahrung jedenfalls. Wobei solche Änderungen immer auch ein wertvoller Hinweis auf das richtige Mittel sein können. So was muss man einfach ganz sorgfältig aufdröseln, das lässt sich pauschal nicht sagen.

Zitat
Die erzeugte Kunstkrankheit muss um ein Weniges stärker sein als die natürliche Krankheit, um diese auszulöschen. Übrig bleiben nur noch die Symptome der Kunstkrankheit, die bald von allein verschwinden.



Dann lies den Paragraphen doch mal nach. Hahnemann schreibt auch noch mehr in dem Zusammenhang. Dass man z. B. dem Patienten großen Schaden zufügt, wenn man ihm, selbst vom passenden Mittel, zu häufige und zu starke Gaben verabreicht. Denn weil die Kunstkrankheit stärker ist als die natürliche, leidet der Kranke dann statt an der natürlichen Krankheit an der schlimmeren Kunstkrankheit.
Paragraph habe ich im Moment nicht im Kopf, musst du mal suchen.
LG ilse

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#20

RE: Antidotieren durch Riechen von Pfefferminztee möglich?

in Allgemeines zur Homöopathie 25.04.2010 13:12
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat
Ja, nach meiner Erfahrung jedenfalls. Wobei solche Änderungen immer auch ein wertvoller Hinweis auf das richtige Mittel sein können. So was muss man einfach ganz sorgfältig aufdröseln, das lässt sich pauschal nicht sagen.



Danke Ilse für Deine Ausführungen nochmal, den Pragraphen lese ich mal nach, kann man ja sogar online suchen. Deine weiteren Ausführungen (oben Zitat) finde ich auch interessant.
Lieben Gruß
Wolfi


Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken
(Carlo Carges)

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