#1

ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 17.08.2015 18:16
von freesoul | 62 Beiträge | 535 Punkte

Hallo,

ich habe ein paar Fragen. Könnte jemand dazu etwas sagen, das wäre super.
Also erstmal, kann ein Mittel, das in der Vergangenheit schon mal Gutes bewirkt hat, nach Jahren nochmal genommen dieselbe ''gute'' Reaktion auslösen?Es ist dann ja sozusagen dieselbe Information für die Lebenskraft. Was ist ein Konstitutionsmittel, ist es das Mittel, welches dem Wesen des Menschen so nah ist, dass es sozusagen immer greifen würde?
Warum kann man LM Potenzen täglich wiederholen und C Potenzen besser nicht?
Und, wenn zB bei einer LM Potenz sich die Psyche bessert, aber der körperliche Zustand unverändert bleibt, wäre dann das Mittel verkehrt?
Ich wäre dankbar für ein paar Antworten um besser zu verstehen

nach oben springen

#2

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 17.08.2015 18:50
von salomelibertin | 88 Beiträge | 695 Punkte

Hallo,
meiner Erfahrung nach, und ich bin keine Praktikerin - nur Nutzerin - kann durch Gabe eines Mittels das man vor Jahren ( 2 in dem FAll ) erfolgreich genommen hat eine Verschlechterung eintreten. So war es bei meiner Tochter. der hart erarbeitete und gute Progress kollabierte bien 24 Stunden nach der Mitteleinnahme. Das KANN passieren. MUSS aber nicht.
Und durch wiederholte Gabe von C Potenzen kann man in eine Prüfung geraten, so geschah es mir als beginnender Laie als Thuja mal sehr gut gegen Rücken- und Kopfweh half. EIn paar Monate später hatte ich wieder die Symptome und dachte " ach wie toll, das kenne ich ja von den anthroposophischen Ärzten bei denen ich voher war: Jeden Tag 3x5 Gulobuli Thuja ( C 200 ) und dann wird das schon wieder" .... Tja... nach ein paar Tagen ging es mir sehr schlecht. Und ich hatte 2 Monate heftigste Kopfschmerzen. Ununterbrochen.
Mit LM Potenzen kenne ich mich nicht wirklich aus. Für mich ist das eine Kunst die wie die, konstitionelle hom. Behandlung zum Experten gehört. Würde ich aber eher chronischen Übeln zuweisen oder wenn ein Behandler das Mittel antesten will?? Bitte hier auch um Aufklärung da LM Potenzen mich zunehmend interessieren!

nach oben springen

#3

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 17.08.2015 21:47
von homöoslave | 786 Beiträge | 4890 Punkte

Hallo

ganz kurz - und gewiss nicht vollständig (würde den Rahmen sprengen?!)

Frage 1 : warum nicht - wenn Symptome dies erfordern

Frage 2 : Liegt an der Kraft (und Herstellungsweise) - ist so,- hat die Erfahrung gezeigt,
LM oder Q Potenzen wirken sanfter - sollten aber bei jeder Einnahme geschüttelt also neu potenziert werden
- allerdings auch ne individuelle Sache .
Nur - wie bei allen Mitteln/Potenzen - wirkt in den Einnahmenpausen - deshalb auch LM - Potenzen nur einen
bestimmten Zeitraum nehmen und dann pausieren (ganz wichtig!!!!)

Frage 3 : Heringsche Regeln - Wirkung von innen nach außen = grundsätzlich positiv zu werten
von Geist zu körperlichen Symptomen - z.B. Psyche bis meinetwegen Haut
d.h. zuerst sollte es dem Patienten psychisch besser gehen, dann sollten die Körpersymptome heilen.

wenn da (körperlich) sich gar nichts tut - vielleicht Folgemittel notwendig (muß aber nicht)

so das war jetzt kurz und schnell - aber ich hoffe einigermaßen klar und verständlich


Bernd


Sickness is like a Sitar, whose correct tuning has been disturbed.Naturally, all the notes from the Sitar will be far from melodious. There is no use trying to correct the individual notes. It is the disturbance in tuning itself which has to be corrected (Rajan Sankaran)
nach oben springen

#4

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 19:46
von salomelibertin | 88 Beiträge | 695 Punkte

Hallo Bernd,
wieso wirkt LM nur in den Pausen? Ich bildete mir ein ( bei einer meiner Töchter die nie was anderes als Sulfur bekam ) immer bereits während der Mittelgabe was zu merken. ( Haut oder Schnupfen oder Husten... ) Oder lag es daran, dass ich nicht um die gleiche Zeit und auch nicht weiterverkleppert ( höher potenziert ) gegeben habe? ( Z.b. Jeden Tag wenn ich daran dachte ein Globulus LM 6 ) und nie länger als 10 Tage.
Es gibt meiner Recherche nach nicht viel verlässliche Literatur zu LM / Q Potenzen. Ich fand nur eines, das erschien mir fragwürdig und zu teuer.
Im Internet finde ich viel wiedersprüchliches. Kann mir jemand einen wiklich guten soliden Buchtipp geben über die ehr konservative Lehre von den LM Potenzen? Darin sollten Indikation, Unterschiede innerhalb der LM, Einnahmeregeln, geschichtliches Wirkungsdauer uvm.. stehen.
Liebe Grüße

nach oben springen

#5

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 20:27
von homöoslave | 786 Beiträge | 4890 Punkte

Hallo

nö - natürlich nicht nur - natürlich kann es selbstverständlich schon zu Reaktionen während der Mittelgabe
kommen

- aber ich zitiere hier gerne H.G.H Jahr "..denn was da heilt sind nicht die Mittel, sondern die Natur"
soll für mich auch heißen :der Selbstheilungsprozess der durch unsere Mittel angestoßen wird wirkt vor allem auch nach Mittelgabe weiter

Ja - Literatur ? schwierig - die LM Potenzen sind ja das letzte Vermächtnis von Hahnemann - er wollte damit die Patienten so lange wie möglich unter dem Einfluss des Similum halten. er hat diese ja erst in der 6. Auflage seines Organons und dieses wurde ja erst letztes Jahrhundert "entdeckt"


Gerade die Amerikanischen Homöopathen haben danach eher mit Hochpotenzen gearbeitet

Und nun sind die Q/LM Potenzen nicht unbedingt immer das "Homöopathische Non plus ultra"
Ich persönlich finde aber gut die strategische Möglichkeit zu haben diese einzusetzen.

1. - wenn ich eine Erstverschlimmerung vermeiden will (das gelingt aber nicht immer)
2.- wenn ich Patienten habe die Arzneimittel einnehmen "Müssen" die mein Silmilum antidotieren
oder Patienten die durch Beruf(Pflegeberufe) oder ihen Lebenswandel die Mittel antidotieren
3. bei Unsicherheit - ich hab bei nicht korrekter Wahl des Mittels die Möglichkeit es einfacher "abzusetzen"
und/oder es zu wechseln

und zu guter Letzt gebe ich Patienten die dies "brauchen" die Gewissheit etwas ständig für sich zu tun - und mach es
ihm leichter die u.U. längeren Behandlungsintervalle durchzustehen.

Bernd


Sickness is like a Sitar, whose correct tuning has been disturbed.Naturally, all the notes from the Sitar will be far from melodious. There is no use trying to correct the individual notes. It is the disturbance in tuning itself which has to be corrected (Rajan Sankaran)
nach oben springen

#6

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 20:54
von ilse • Administratorin | 2.700 Beiträge | 11407 Punkte

http://www.sahp.ch/documents/Die%20Q-Potenzen.pdf

Das ist schon ziemlich aufschlussreich - Buch weiß ich auf Anhieb keines, aber nach meiner Erfahrung handhabt jeder Homöopath die Qs bisschen anders. Der Umgang damit ist schwieriger als mit C, jeder Patient reagiert anders, das muss man austesten. Der eine kann einen Löffel täglich vertragen, der andere nur einen Tropfen aus dem Xten Glas, nur 2 mal die Woche usw.

Ich seh grade, Bernd hat gerade auch geantwortet


nach oben springen

#7

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 21:00
von freesoul | 62 Beiträge | 535 Punkte

Sind denn lm Potenzen sehr hohe oder eher niedrige Potenzen?

nach oben springen

#8

RE: ein paar fragen

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 21:22
von homöoslave | 786 Beiträge | 4890 Punkte

Hallo freesoul, Hallo Ilse

danke für Deinen Link/Hinweis Ilse - wie dort geschrieben steht , wird die Herstellung im Organon 6 ab § 270 beschrieben.
Über den Einsatz im 19. Jahrhundert und bei Hahnemann selbst habe ich selbst keine Hinweise gefunden.

Ich finde es schön bildhaft wie Gerhard Risch die Wirkung von LM versucht darzustellen:
mit der C potenz gebe ich dem Wagen einen kräftigen Schubs und es ist schwer in wieder anzuhalten, - mit
der Q/LM ist dieser nur schwach und ich habe die Möglichkeit das "Gas wegzunehmen"

ob hohe oder niedriger Potenz ist bei den LM alles möglich : es geht mit der LM 1 los bis zur LM 120 und höher.

Ich hab viele Mittel in der LM 6 die etwa der C 30 entsprechen soll - und mit dieser Potenz steige ich bei eher chronischen Krankheiten gerne ein - wenn ich besonders vorsichtig sein will beginn ich allerdings mit der LM 3.

Bei akuten Erkrankungen finde ich allerdings eher C-Potenzen angebrachter.

Aber ich denke da hat jeder so sein ganz individuelles Schema - und es kommt vor allem auch auf die Empfindlichkeit des
Patienten an

liebe Grüße
Bernd


Sickness is like a Sitar, whose correct tuning has been disturbed.Naturally, all the notes from the Sitar will be far from melodious. There is no use trying to correct the individual notes. It is the disturbance in tuning itself which has to be corrected (Rajan Sankaran)
nach oben springen

#9

Sind denn lm Potenzen sehr hohe oder eher niedrige Potenzen?

in Allgemeines zur Homöopathie 18.08.2015 22:22
von freesoul | 62 Beiträge | 535 Punkte

Ok verstehe ungefähr, danke für die Erklärungen :)

nach oben springen

#10

RE: Sind denn lm Potenzen sehr hohe oder eher niedrige Potenzen?

in Allgemeines zur Homöopathie 22.08.2015 17:30
von salomelibertin | 88 Beiträge | 695 Punkte

Ja, ich danke auch!
- Überhaupt - habe ich die anderen Themen intensiver gelesen, die Links ebenfalls und freue mich sehr über die bessere Leitung und Einsichten die ich dank Eurer Zeitinvestition in dieses Forum habe!

nach oben springen



Besucher
1 Mitglied und 4 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Marion
Besucherzähler
Heute waren 66 Gäste und 2 Mitglieder, gestern 180 Gäste und 3 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 2517 Themen und 17057 Beiträge.

Heute waren 2 Mitglieder Online: