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AM-Gaben und ihre verschiedene Wirkungsweise

in Allgemeines zur Homöopathie 27.11.2008 08:55
von Medusa (gelöscht)
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Günther
Moderator Geschrieben am 13.11.2006 21:53


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Hallo miteinander
Ich habe mal ein paar Fragen zur Potenzwahl.
Ich weiss, dass man bei akuten Geschehen eher C-Potenzen und bei chronischen Krankheiten LM-Potenzen verabreicht. LM-Potenzen sind auch besser bei überempfindlichen Personen oder C-Potenzen im Wasserglas.
D-Potenzen nimmt man eher in tiefen P. zum z.B. Organaufbau.

Zum einen habe ich gelesen, dass der Unterschied zwischen einer D200 und einer C200 der ist, dass man bei einer D200 körperlich eine Reaktion hervorruft, die man mit einer C200 nicht hat und es im Prinzip auch keinen Sinn macht eine 200-Potenz in D zu nehmen.
Ist dies richtig so?

Stimmt es, dass eine C200 im Wasserglas eine Steigerung gegenüber einer normalen C200 Gabe ist?

Bei den LM-Potenzen kann man ja eine LM 30 ungefähr mit einer C200 vergleichen oder eine LM 120 mit einer C1000.
Ansonsten las ich mal, dass man mit 10 multiplizieren muss.
Zählt das auch für die tiefen LM-Potenzen?
Kann man eine LM 2 mit einer C20 vergleichen oder muss man bei tiefen LM-Potenzen umdenken?

Immer zu berücksichtigen natürlich, dass D, C oder LM-Potenzen so einzusetzen sind, dass die Potenzart ihre Berechtigung hat.

Vielen Dank im vorraus und liebe Grüsse
Günther

In Antwort auf:
Hallo Günther,

Zitat:

Günther schrieb am 13.11.2006 21:53 Uhr:
Zum einen habe ich gelesen, dass der Unterschied zwischen einer D200 und einer C200 der ist, dass man bei einer D 200 körperlich eine Reaktion hervorruft, die man mit einer C 200 nicht hat und es im Prinzip auch keinen Sinn macht eine 200-Potenz in D zu nehmen.
Ist dies richtig so?




Bin jetzt eigentlich zu müde und antworte später auf Deine Fragen ausführlicher, aber die oben zitierte Aussage ist derartig dummes Zeug, daß sich einem die Nackenhaare sträuben. Vergiß das ganz schnell wieder. Mit einer Hochpotenz (und sowohl D 200 als auch C 200 sind immaterielle Hochpotenzen weit jenseits der Lohschmidtschen Zahl) wirken selbstverständlich auf Körper, Psyche und Geist gleichermaßen.
D 200 und C 200 sind in der Wirkung fast gleichwertig.
LG
Thomas

In Antwort auf:
Zitat:

Günther schrieb am 13.11.2006 21:53 Uhr:

Ich weiss, dass man bei akuten Geschehen eher C-Potenzen und bei chronischen Krankheiten LM-Potenzen verabreicht.

Stimmt es, dass eine C200 im Wasserglas eine Steigerung gegenüber einer normalen C200 Gabe ist?






Beides stimmt so nicht. Da ich fast ausschliesslich mit C-Pot. arbeite, kann ich Dir glaubhaft versichern, dass man auch bei chron. Erkrankungen mit C-Pot. wunderbare Heilungen erreichen kann. LM-Pot. z.B. verwendet Spinedi fast ausschliesslich und vor allem bei Krebspatienten, da hier, neben der sanfteren Weise, eine schnellere Reaktion und damit eine schnellere Gegenaktion erfolgt, bzw. erfolgen kann.

Die Wasserglasmethode verwende ich, wenn ich im hochakuten Stadium mehrmalige Gaben in kurzen Zeitabständen verabreichen muss, oder wenn nach der trockenen Gabe eine zu kurze Zeit vergangen ist und das Mittel aus verschiedenen Gründen nochmals wiederholt werden muss. Auch sie wirkt eher sanfter, da man ebenso wie bei der LM vor jedem Schluck das Glas erneut umrührt. Ich sehe diese Methode eher als nochmaligen sanften Schubs an.

LG Marion

In Antwort auf:
Hallo Marion
Hallo Thomas

Das mit der D und C200 las ich in einem anderen Forum und zwar vom Forenleiter. Deshalb nahm ich es auch ernster und stellte diese Frage.
Ich kenne es auch so wie Du es Thomas beschreibst.
Als ich vor Jahren zu einem THP ging und von Homöopathie noch gar keine Ahnung hatte, erklärte mir der THP, dass man bei akuten Schnupfen z.B. eine D6 nimmt und wenn der Schnupfen regelmässig (chronisch) auftritt eine C6.
Ich gehe davon aus, dass dies auch nicht so stimmt.
Wenn man es genau nimmt, ist eine D200 eine in ihrer Heilkraft aufgeputschte C100. Wenn ich meine Gedanken jetzt weiterschweifen lasse, gäbe es bei den tieferen (materiellen) Potenzen sicherlich aber Krankheitszustände, wo man z.B. auf einer Verdünnung von C3 ansprechen will, aber die Heildynamik von 6 Verschüttelungen erwünscht ist.
Oder läuft bei mir jetzt was quer?
Andererseits weiss ich, dass die höheren D-Potenzen hauptsächlich eine Deutsche Angelegenheit ist.

Das man mit C-Potenzen natürlich auch chronische Leiden angeht ist mir schon klar. Heutzutage sind die LM-Potenzen so richtig in Mode gekommen und die Ausführungen Hahnemann's werden stets so interpretiert, wie es halt passen soll.
Wenn man öfters wiederholen muss sind sie schon praktischer. Genauso wenn man das Mittel wechseln will, da sie eine kürzere Wirkungszeit haben. Ansonsten kann man ja - wie Du es erwähnt hast - auch die C im Wasserglas nehmen.
Wusste gar nicht das die LM-Potenzen schneller wirken. Für die Gegenreaktion besser einzusetzen schon. Und schon wieder was dazu gelernt.
Marion, heisst das, dass Du bei einem Tier oder Menschen mit einer hochfiebrigen Krankheit, die C200 z.B. stets im Wasserglas verabreichst oder gibst Du die C200 auch trocken in kürzeren Abständen?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und verzeiht mir, wenn ich vielleicht etwas quer denke, aber wie ich mittlerweile bemerkt habe, wurde mir schon einiges an "Käse" impliziert.

LG Günther

In Antwort auf:
Hallo Günther

"Käse" wirst Du immer wieder hören/lesen. Leider. Schon Hahnemann sagte damals: machs nach, aber machs richtig nach! Es gibt halt aber immer noch Hom., die Abkürzungen nehmen wollen. Da höre ich dann immer wieder die Hom.Gegner,die behaupten, dass die Hom. sich nicht weiterentwickelt habe. Da frage ich mich dann, weshalb z.B. die Mathematik sich nicht weiterentwickelt und 1+1 schon seit Jahrhunderten mmer noch 2 ist......

Die erste Gabe ist eigentlich immer trocken, ob ich generell trocken oder verkleppert in der Wiederholung gebe, hängt ganz individuell von der Situation ab.
Ob LM-Pot. schneller wirken, bzw. schnellere Reaktionen zeigen, kann ich persönlich bisher so nicht bestätigen. Ich selbst habe bei den C-Pot. ein besseres, sicheres Gefühl. Bei ihnen kann ich Reaktionen besser einschätzen. Ich war vor Jahren mal bei einem Hom., der fast ausschliesslich mit LM-Pot. gearbeitet hat. Was mich störte, war, dass bei jeder kleinsten Symptomänderung sofort ein neues Mittel gegeben wurde und so in der Woche manchmal zweimal das Mittel gewechselt wurde. Die klinischen Symptome verschwanden zwar, ich hatte aber immer das Gefühl, dass sie nicht in die Tiefe gingen. Ich weiss heute, dass das so nicht stimmt, aber dieses ungute Gefühl von damals hat sich tief bei eingeprägt, sodass ich lieber mit C-Pot. arbeite.

Ach übrigens: es sind die Querdenker, die die Welt verändern.....

LG Marion

In Antwort auf:
Hallo Marion
Wie meinst Du das, dass Du jetzt weisst, dass es so nicht stimmt, weil Du gedacht hast die ständigen Wechsel der LM-Potenzen würden nicht in die Tiefe gehen?
Persönlich denke ich, dass bei akuten Geschehen die Mittel sicherlich öfters gewechselt werden können. Aber bei einer tiefgreifenden Krankheit sollte man eine Gabe auch auswirken lassen.
M. Tyler hat mal so was geschrieben wie: Erst als ich die Gaben auswirken liess, erfuhr ich richtige Heilungen. Vorher -als sie nicht warten konnte- hätte sie nur oberflächlich die Krankheit beseitigt.

PS: Habe vorher gerade die ersten 35 Seiten von G.Risch, Homöopathik gelesen. Wie Thomas gesagt hat, etwas dogmatisch in seinen Wiederholungen, aber wie ich finde (und es auch brauche) unbedingt notwendig.
Bin absolut begeistert. Danke Thomas für den Tip. Es wird einem richtig eingelöchert um was es geht und um was nicht.

LG Günther

Was mir schon aufgefallen ist, dass viele die LM-Potenzen vergewaltigen, um ständig ein neues "Rezept" auszuprobieren. So beruhigen sie wahrscheinlich ihr Gewissen, da sie wahrscheinlich ganz tief im Innern spüren, dass sie die Homöopathie "nicht richtig machen".
Nur ein persönliches Gefühl, dass mir hochkommt, wenn ich in diverse Foren schaue.

In Antwort auf:
Hallo Günther,

ich hatte bei dieser LM-Behandlung immer das Gefühl, dass nur an der Oberfläche gekratzt wurde, aber nie das eigentliche Übel angegangen wurde. Sie wurde mehr klinisch als homöopathisch gegeben. Ich kenne mittlerweile Hom., die mit LM-Pot. sehr gut arbeiten und zwar so, wie ich mir das vorstelle. Es lag damals wohl eher am Behandler, als an der LM-Potenz .
Spinedi bringt jetzt ein neues Buch raus "Q-Potenzen". Hab mir das schon vorbestellt. Er arbeitet ja fast ausschliesslich damit und er hat grosse Erfahrung damit. Freue mich schon auf dieses Buch.

LG Marion



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