#1

Verschiedene Wege der Fallbetrachtung

in Allgemeines zur Homöopathie 28.11.2008 17:30
von Ulla | 200 Beiträge | 208 Punkte

Geschrieben am 18.06.2008 10:37


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http://www.wholehealthnow.com/homeopathy_pro/causation.html
LG ilse

In Antwort auf:
Hallo Ilse,

Vithoulkas ist ein großer Homöopath, keine Frage, aber irgendwie habe ich so meine Probleme damit!
Essenzen, Totalität usw. sind gute Ansätze, macht auch alles Sinn.

Zur Sache: Ich hatte einem Ehepaar (Griechen) geraten, die wie jedes Jahr in ihre Heimat flogen, sich doch nach einem Homöopathen umzuschauen, der bei Vithoulkas gelernt hat!
Der Mann hatte angeblich, laut Schulmedizin "Demenz" (meiner Meinung nach nicht, denn er erinnerte sich an Dinge, die ich 2 Wochen zuvor ihm erzählt hatte), lokomotorische Ataxie sowie extreme Müdigkeit und Schwindel, Bettnässen! Er bekam dann Nux moschata in LM-Potenzen täglich! Danach besserte sich die Müdigkeit, Schwindel besser, aber Aggressivität kam heraus.
Daraufhin bekam er Stramonium C200 (das war mir persönlich zu hoch)! 2 Wochen später bekam er Hyoscyamus C200.

Eine C200 würde ich sehr lange wirken lassen!

Im Moment schildert die Ehefrau Stramonium-Symptome (plötzliche Aggressivität mit Gewaltanwendung) sowie Hyoscyamus-Symptome (mißtrauisch, Eifersucht, will nicht allein sein, deutet mit der Hand etwas an, daß er gar nicht in den Händen hat sog. "Flockenlesen")!
Das Ausschütten des Glases in dem Wasser ist/war könnte Stramonium sein!

Aggressiv war er früher auch (altes Symptom)!

Meine Frage: Stören diese 2 Mittel sich nicht gegenseitig und ist für einen schwachen, alten (70) Patienten eine C200 nicht zu hoch?

Liebe Grüße

Nicole (Medusa)



In Antwort auf:
Diese schnellen Wechsel der C200er Potenzen stört mich mehr als die C200 selbst. Auch alte Menschen vertragen eine C200 oder auch höher, das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit der Lebenskraft. Jede Potenz sollte der Lebenskraft angepasst gegeben werden, so kann eine C200 zu hoch sein, oder eine C30 zu niedrig sein.
Hyos. ist zwar ein Antidot von Stram., kann die Wirkung von Stram. aber auch verstärken.
Vielleicht wäre es besser gewesen, die LM-Potenz noch weiter zu geben oder kurz abzusetzen um zu sehen, ob es ein Prüfsymptom war oder nicht.

LG Marion


In Antwort auf:
Hallo, Nicole,
schwer, was dazu zu sagen, ohne den Fall zu kennen.

Bezüglich der Potenzhöhe bei alten Leuten stimme ich Marion zu, ich habe meiner Mutter (79) auch schon mal eine C 10.000 gegeben. Bleibt zu hoffen, dass dieser Hom. sich die Zeit für eine Beurteilung genommen hat.
Das ist nämlich bei Demenz und ähnlichen Zuständen gar nicht so einfach. Die Kranken können sich vor Fremden so zusammenreißen, dass die einen falschen Eindruck bekommen - oder sie haben gerade mal eine gute Phase.

Stramonium, Hyoscyamus wird er wohl als Akutmittel gegeben haben. Denn ein passendes Mittel zu geben (wie hier evtl. Nux-m) ist ein Ding - ein anderes ist, können die Angehörigen die Reaktionen darauf aushalten?

Meine streng persönliche Meinung: Ab einem bestimmten Stadium der Demenz ist es besser, nur noch palliativ zu behandeln, niedrige Potenzen zu geben und keine aggressiven Mittel. Man kommt zwar immer wieder auf Mittel wie Anac, Stram usw., weil die Patienten phasenweise aggressiv sind, aber das sind pathognomonische Symptome.
LG ilse


In Antwort auf:
Hallo Ilse,

danke für Deine Betrachtungen!

Die Ehefrau tut sich sehr schwer damit! Er hat sehr viel Kraft (spricht für Stromonium) und dann die Geschichte mit dem Wasser, er schüttet das Glas aus (Stramonium, Abneigung gegen Wasser "glitzern")!

Ich sagte zu ihr, sie solle nochmal mit der Homöopathin sprechen und ihr alles mitteilen.

Liebe Grüße

Nicole



In Antwort auf:
Nun, wir kennen den Fall nicht und können somit wir das Handeln des Kollegen nicht wirklich beurteilen.

Ich habe hier jedoch einige Aspekte gelesen, die ich so nicht unbedingt stehen lassen möchte.

SCHNIPP---

Eine C200 würde ich sehr lange wirken lassen!

SCHNAPP---

Jede Potenz wirkt so lange wie sie wirkt. Eine C200 oder sogar eine C1000 kann nach wenigen Stunden aufgebraucht sein. Das habe ich selbst schon mal beobachtet. Der Patient berichtet wenige Minuten nach der Mitteleinnahme ging es im schon viel besser. Es war, als ob in ihm drin ein warmes Licht aufgehen würde und er fühlte sich so gut wie noch nie zuvor. Seine körperlichen Symptome unter denen er ziemlich gelitten hatte verschwanden nach weiteren 10- 15 Minuten fast vollständig. Nach ein paar Stunden kamen die Symptome wieder. Die Wirkung ist in sich zusammengebrochen.

Analog dazu würde ich auch behaupten, das ein Mittelwechsel auch dann angezeigt sein kann, wenn es sich um das Antidot des vorherigen Mittels handelt. Wenn das erste Mittel gewirkt hat und die Wirkung endet und gravierende neue eigenständige Symptome hinzukommen, die eindeutig einem Mittel zuzuordnen sind, dann kann das einen Mittelwechsel rechtfertigen. Warum nicht.

Es ist für uns als außenstehende sehr schwer zu beurteilen wie der Behandler den Patienten und somit die Lebenskraft, bzw. die daraus resultierende Potenzwahl eingeschätzt hat.

Alles was wir hier zu diesem Fall äußern ist rein spekulativ.

LG
Frank



In Antwort auf:
Hallo Frank,

sicher kann eine Hochpotenz im Akut-Fall schnell aufgebraucht sein, aber in einem chronischen denke ich nicht!

Akut-Fälle verbrauchen sehr schnell Hochpotenzen (Lebensmittelvergiftung) hatte ich und meine Familie mal, nach einem Besuch beim Griechen!
Ich nahm als erstes eine C30, na von was, Arsenicum album (besser, aber nach 3 Stunden wieder Übelkeit, nochmalige Einnahme, nach 3 Stunden Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, nochmalige Einnahme).
Mein Sohn half eine einmalige Gabe einer C30 (keine Wiederholung) und mein Mann (er war sehr schwach) war unterwegs und bekam von einer Bekannten von mir auf dem Rastplatz eine C1000. Die haute ihn so um, daß er nur noch schlafen wollte (System wurde heruntergefahren), am nächsten Tag war allerdings alles in Ordnung.

Jeder hat so seine Methoden und jeder ist damit irgendwie erfolgreich, es sind ja nicht die Kügelchen alleine, da spielt ja noch viel mehr mit!

Liebe Grüße

Nicole

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