#1

Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2011 09:21
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Mir hat jemand was Interessantes erzählt, ich fand es wenigstens interessant. Also er hat ein Mittel bekommen, „weil er sich zu sehr auf das Mittel einläßt" (generell auf ein Mittel). Z.B. weil sich seine Träume durch ein Mittel verändern, und das solle nicht sein (wenn ich es richtig verstanden habe). Auch Rückspulungen sollen nicht einfach mal so stattfinden, sondern ein Mittel soll anfragen, bevor es irgendwas tut. Wenn man sich also nicht zu sehr auf ein Mittel einläßt, dann fragt es vorher an, bevor es irgendwas tut.

Interessant dabei finde ich nun erst Recht, daß genau die Person mir früher auch schon erzählt hat, daß Mittel bei ihm folgendermaßen "vorgehen". Sie fragen an: "Und? Darf ich jetzt? Kann ich loslegen?", und dann legt es los mit einer Rückspulung. Allerdings erinnere ich mich, daß das Mittel wie drängend fragend geschildert wurde, als ob es die Antwort kaum erwarten kann, bzw. kaum achtet auf die Antwort. Diese Schilderung war ganz unabhängig von der Aussage oben des Therapeuten, der erst seit Kurzem involviert ist.

Ich finde das interessant, wenn ich mir auch noch nicht so ganz einen Reim drauf machen kann. Eines kann ich jedoch sagen, als ich mal diese heftige Mittelprüfung mit Staph hatte, da hatte ich sofort den Eindruck, das wäre (so heftig jedenfalls) nicht geschehen, wenn ich mich nicht so sehr auf das Mittel eingelassen hätte, mich nicht so sehr für das Mittel geöffnet hätte. Bei mir war das damals so, daß ich schon bei der Verordnung meinte, ich bin von der H. mißverstanden worden, denn sie nannte mir den Grund der Verschreibung, und ich folglich meinte, daß das jetzt deshalb das falsche Mittel ist. Weil sie aber trotzdem dabei bleiben wollte, habe ich mich wie "in mein Schicksal ergeben" und dachte auch so etwas wie: Na gut, dann mach' halt mal, Mittel, ich will ja mit Dir arbeiten, wenn es denn sein muß. Ich habe es also konkret eingeladen.
Ich hatte mir auch bei so mancher Rückspulung früher schon überlegt, daß doch Homöopathie eigentlich ganz schön gefährlich wäre, wenn eine Rückspulung loslegt mit z.B. plötzlich einschießendem Schmerz. Was ist, wenn das passiert, während man gerade „eine Maschine bedient“, wie es auf Beipackzetteln immer so schön heißt. Da kam ich dann zu dem Schluß, daß das nicht passieren kann, weil das Mittel natürlich nicht einfach loslegt, wenn es gerade überhaupt nicht paßt. Danach wäre die Aussage des Therapeuten oben ja nur die Fortführung davon, nur daß man demnach sogar ganz bewußt willentlich steuern kann.
Was meint Ihr dazu?


Artificiosa non durant
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zuletzt bearbeitet 30.10.2011 09:36 | nach oben springen

#2

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2011 09:55
von Cara (gelöscht)
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Anfragen? Wie läuft das ab? Das, was Du schilderst und wie Du es beschreibst, klingt beinah wie eine Art "Selbsthypnose".


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 09:55 | nach oben springen

#3

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2011 10:14
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hypnose würde ich es nicht nennen, aber vielleicht Lenkung, ob einem das nun bewußt ist oder nicht. Oder was genau meinst Du, was wie Selbsthypnose klingt? Man kann sich ja einem Einfluß öffnen, oder aber sich dem verschließen. Es gibt ja Menschen, die leicht beeinflußbar sind und welche, die sich überhaupt nichts gegenüber öffnen (damit meine ich jetzt nicht die aus Angst vor Verletzung Verschlossenen). Das muß auch nicht immer Schwäche und Unvermögen bedeuten. Es gibt Menschen, die sehr sensibel Schwingungen aufnehmen können, und welche, die sehr fest in sich ruhen und keine Störung zulassen. Die einen sind dann übertragen die, die bei allen Mitteln leicht Prüfsypmtome bekommen, die anderen die Seltenheit, bei denen Homöopathie nicht oder kaum wirkt. Das würde auch so in die Richtung gehen, oder? Und es gibt Menschen, die sehr sensibel Schwingungen aufnehmen können, und welche, die sehr fest in sich ruhen und keine Störung zulassen.

Wie dieses Anfragen genau zu verstehen ist und abläuft, das ist mir auch noch nicht so recht klar. Ich habe das bei meinen Mittelverläufen eher indirekt festgestellt, weil z.B. plötzliche und vielleicht auch schmerzhafte Symptome immer nur in dafür ungefährlichen Situationen stattfanden.


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zuletzt bearbeitet 30.10.2011 11:45 | nach oben springen

#4

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2011 12:52
von Cara (gelöscht)
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Ich meinte mit Selbsthypnose, dass man sich quasi einredet, dass man dies Mittel genommen hat und es nun zu wirken beginnt. Man also eine Erwartungshaltung aufbaut, die dann Symptome produziert. Weil man weiss, wie so etwas abläuft, passt dann auch die Reihenfolge, die Heftigkeit usw.


zuletzt bearbeitet 30.10.2011 12:53 | nach oben springen

#5

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.10.2011 18:04
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Ich hatte es eigentlich so verstanden, daß Rückspulungen nur kontrolliert nach einem Okay auch ablaufen sollen. Ebenso Aufarbeitungen von Problematiken, was ja z.B. die Träume auch betreffen würde. Die Aufhebungen bleiben unberührt, Aufheben von Symptomen fände also statt.
Unkontrolliert, vom Willen unbeeinflußt, fänden die Rückspulungen statt, wenn man dem Mittel diesen Handlungsspielraum einfach generell erteilt.

Nur der erste Absatz meines ersten Postings betrifft also die Aussage des Therapeuten. Daß mit den Prüfsymptomen und Beispielen, das war nur mein Versuch, zu erklären, was im Prinzip so gemeint ist. Vielleicht natürlich hängt es auch damit direkt zusammen.

Ich muß nochmal nachfragen bei Gelegenheit, aber so hatte ich es verstanden, daß es gemeint war. Dann würde das ja gerade nicht auf eine Selbsthypnose passen, finde ich. Sondern genau das Gegenteil, viel zu wenig Lenkung, eigene Beeinflussung.

Was Du beschreibst, ist ja eher wie ein Placeboeffekt abläuft, auch wenn es nur Symptome des Mittelbildes betrifft, und tatsächlich dieses Mittel gegeben wurde, aber eben eine Verstärkung durch Glauben, Einreden. Ich glaube, der Therapeut meint aber die tatsächliche Wirkkraft des Mittels, die erlaubt wird, oder eben nicht.

Was mir gerade noch einfällt, das Mittel war auch nicht bekannt gewesen, eine konkrete Selbsthypnose oder Selbstbeeinflussung zu Symptomen hinsichtlich eines besimmten Mittelbildes wäre also auch nicht möglich gewesen. Wobei man den Punkt vielleicht vernachlässigen könnte, denn es werden ja immer nur bekannte Symptome zurückgespult.


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zuletzt bearbeitet 30.10.2011 18:20 | nach oben springen

#6

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.11.2011 02:02
von seserass | 233 Beiträge | 241 Punkte

Und im Umkehrschluss würde das heißen, wenn ein Mittel nicht befriedigend wirkt, dann hat dies der Mensch eben nicht zugelassen...(?)
Klasse, ich muß mich nicht mehr mit meiner Unfähigkeit auseinandersetzen vielleicht nicht das richtige Mittel gefunden zu haben, alle Fehlschläge oder unbefriedigende Heilungsverläufe könnte ich auf den Patienten abschieben, der sich nicht genug auf sein Mittel einlässt.

Wenn ich dann z.B. an Musterfall 193 im Forum denke, hätte der nach dieser Theorie überhaupt funktionieren dürfen?

Sehr skeptische Grüße
annett


zuletzt bearbeitet 01.11.2011 02:04 | nach oben springen

#7

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.11.2011 12:42
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Ähm, ich bin verwirrt.

Wenn sich jm zum Homöopathen bewegt und sich behandeln läßt, dann ist er doch in der Regel gewillt sich auf diese Therapieform einzulassen. Egal ob Skeptiker oder nicht.
Also sollte das Thema "Ich sperre mich ganz und gar gegen die Behandlung" kein Thema sein.
Das man sich gegen jede Behandlung sperren kann ist bekannt. dann wirkt sogar eine vollnarkose nicht richtig.
Ansonsten: wie soll ein Mittel, das bereits eingenommen wurde, noch anfragen? Wie soll das konkret aussehen?
Das Mittel ist eine energetische Information, die der Lebenskraft eine Art Anleitung gibt, wie sie es besser machen kann und wie sie wieder gesund werden kann. Ein Energetische Impuls, eine Anleitung braucht keine Genehmigung um los zu legen. Sie tut ja nix.
Die Mittel stimulieren die uns innewohnende Lebenskraft, diese handelt dann, so weise und gut sie eben kann.
Da kann man sich höchstens selber blockieren oder loslassen.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

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#8

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.11.2011 13:14
von ilse • Administratorin | 2.711 Beiträge | 11492 Punkte

Ach ja, das wäre gar nicht schlecht, wenn das Mittel anfragen würde, bevor es unangenehme Wirkungen hervorruft. Bei mir hat das leider noch kein Mittel gemacht, wenn ich bloß an Pulsatilla denke, das ich blöderweise mal akut eingeworfen hatte. Seither weiß ich, wie sich die herumspringenden Schmerzen von Pulsatilla anfühlen, grauslich.

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#9

RE: Das Mittel soll anfragen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.11.2011 15:19
von Cara (gelöscht)
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@ilse: vielleicht hast du dich ja bloß nicht richtig eingelassen auf das Mittel, so dass es ein bißchen zickig geworden ist? ^^


zuletzt bearbeitet 01.11.2011 15:19 | nach oben springen



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