#1

Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 06.03.2009 14:25
von Günther (gelöscht)
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Hallo ihr,

wie verabreicht ihr LM-Potenzen?
Hintergrund: Ich möchte meinem Hund mit Lycopodium LM6 behandeln.

Gebt ihr die Tropfen pur?
In ein Wasserglas und schüttet den Rest dann weg?
Oder kann man auch z.B. ein 30ml Fläsch´chen einer Alkohol/Wassermischung ein paar Tropfen zufügen und dann jedesmal vor der nächsten Gabe 10 mal klopfen?

Wie macht man das üblicherweise?

Ich habe gestern Nacht nach langer Zeit wieder mal die Petra Stein gelesen und da gefiel mir Lycopodium doch besser wie Lachesis.
Daraufhin habe ich Lycopodium zweimal gründlich bei Millemann gelesen und glaube, dass es Lachesis vorzuziehen ist.

Nach Steingassner, Krüger, auch beim Reppen hat Lachesis immer die Nase vorn gehabt und gerade bei Steingassner war es wie die Faust auf´s Auge.
Andererseits verdächtigte ich -nachdem ich den Thread über Lyc. bei Tieren bei den hom. Einblicken gelesen habe- schon seit über einem Jahr meinen Hund lycopodisch zu sein.

Also ich muss sagen, dass die Homöopathie nicht nur einfach schwierig ist, oftmals auch sehr verwirrend. Und dass nicht nur für Amateure.
Sicher kann man sagen, dass bei jedem verschiedene Mittel an der Tafelrunde sind und daher der Patient eine Mischung diverser Mittel aufzeigt und dass man einfach nur DAS Mittel suchen muss, dass gerade am lautesten schreit.

Doch da gibt es noch viele andere Aspekte, wie Ilse z.B. kürzlich schrieb, dass ein Mittel auch aufschreit, weil man es zuvor schon gegeben hat und es Symptome produziert, die man schlussendlich immer wieder mit diesem Mittel antidotiert um wieder neue Symptome zu bekommen. Und vieles andere mehr....

Ich sehe das bei mir. Alles schreit nach Lachesis und Lachesis hat mit in der 200 auch gut getan. Richtig vorwärts ging es aber nicht.
Und es waren sich ja auch alle einig, dass Lachesis nicht mein Mittel ist.
Hyoscyamus hat auch viele Leitsymptome die auf mich zutreffen, doch mein Thema ist es wohl auch nicht.
So kommen bei mir noch einige Mittel in Betracht wie Pulsatilla, Sepia, Sulphur, Staphisagria, Thuja, Lac caninum und selbstverständlich auch dieses blöde Lycopodium.

Manchmal werde ich fast wahnsinnig.
Eine HP mit Ausbildung als klassische Homöopathin hat mir mal geschrieben, dass sie im Moment die Schnauze voll hat und sich jetzt mehr um ihre 3 Kinder kümmern will.
Sie ist immer noch absolut von der Homöopathie überzeugt und hatte auch viele schöne Erfolge....aber dieses verdammte Durcheinander, wo man wohl hinterher wunderbar DAS Mittel begründen konnte, doch Anfangs von einem Irrweg in den nächsten rutschte.

Es gibt einfach so viele Facetten wie Heilungshindernisse, falsche Ernährung, Blockaden, Impfschäden, vor allen Dingen die Causa, dass die Homöopathie manchmal so schwer macht, dass auch ein Profi vor seinen Patienten wie ein Versager dasteht.
Das bestgewählte Mittel kann z.B. nicht greifen, da ein aufgesetztes Mittel blockiert.
Z.B. der glasklare Stramonium-Fall von Vithoulkas, wo Stramonium erst wirkte als das aufgesetzte Ignatia gegeben worden ist.

Nun ja, vielleicht werde ich wiedergeboren und habe daher noch etwas Zeit.

Eine Frage fällt mir gerade noch ein.
Ich habe meinem Hund einmal Lycopodium 1M gegeben. Bei ihm merkte ich keine Veränderung.
Ich selbst habe auf dem Weg zum Waschbecken offentsichtlich (ich gebe es aber nicht zu) das Glas leergetrunken.
48 Stunden später schrieb ich ja dann mein spontanes 3Uhr früh Posting an meinen geliebten Thomas.
In den nächsten Wochen kamen mir immer wieder Ereignisse aus früheren Jahren hoch (meist positive), die ich dann nicht so gefühlt habe wie ich sie jetzt fühlen würde, sondern genauso wie ich sie damals gefühlt habe.
Das war ein wunderschönes Erlebnis. Leider kam nichts mehr nach.

Kann es möglich sein, ob jetzt bei meinem Hund oder mir, dass eine hohe Potenz nicht angesagt ist und daher schlechter wirkt als wenn man z.B. mit einer C30 oder wie ich es jetzt bei meinem Hund machen will, mit einer LM6 behandelt?

Für eure Gedanken bedanke ich mich schon mal.

LG Günther


"Wer dem Anderen sein Anderstsein nicht verzeihen kann, ist weit ab vom Wege der Weisheit." (chin. Gelehrter)
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#2

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 06.03.2009 15:30
von frisbee (gelöscht)
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Hallo Günther,
ich kann Dir sagen, wie ich die LM-Potenzen anwende, bzw. anwenden lasse: ich beginne mit der LM 3 und lasse sie bei der Zinsser-Apotheke flüssig bestellen. 1. Tag: aus dem Fläschen 2 Tropfen in einem halben Glas Wasser (100ml) sanft umrühren, 1-2 ml ins Maul, Rest wegschütten.
2. Tag: ca. 1/3 aus dem Fläschen wegschütten (damit verschüttel werden kann) und je nach Mittel und Lebenskraft des Pat. 5 oder 10x schütteln, erneut 2 Tr., auf einem halben Glas Wasser 1-2 ml ins Maul. 3. Tag: 10 schütteln, 2 Tr., 1-2 ml. usw.
Wenn es ein chronischer Fall ist (ich setze sie dann mittlerweile ganz gerne ein), dann lasse ich das Mittel bei 10x schütteln 29 x geben. Sind diese 29x um, dann wechsele ich auf die LM 6, dann LM 9 (also in 3er Schritten). LM-Potenzen sind gesättigt, wenn sog. Spätverschlimmerungen eintreten, d.h. wenn plötzlich alte Symptome auftreten, lasse ich pausieren. Wenn die Beschwerden dann weggehen, dann handelt es sich im eine Spätverschlimmerung als Zeichen davon, dass der Körper genug von dem Mittel hat.
LG Marion

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#3

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 06.03.2009 15:50
von Günther (gelöscht)
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Hallo Marion,

vielen lieben Dank für diese tollen Info´s!!

Heisst das, dass Du die LM täglich gibst?
Habe mal was gelesen, dass man sie 2-3 mal wöchentlich gibt.

In welchen Zeitabständen würde man hohe LM-Potenzen anwenden? Also LM 30, 60 usw.
Abgesehen von langwirkenden Mittel wie Sepia, Phosphorus etc.

Danke und liebe Grüsse

Günther


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#4

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 07.03.2009 07:37
von frisbee (gelöscht)
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Ich gebe sie zunächst tgl., später wenn die Beschwerden weg sind, ziehe ich auseinander, alle zwei Tage, alle drei Tage und sehe, ob der Zustand stabil bleibt. Diese hohen LM-Potenzen gebe ich nur, wenn ich dort aufgrund der Potenzsteigerung dort "angelangt" bin. LM-Potenzen kann man aufgrund ihrer Eigenheit auch bis zu 3x tgl. geben.
LG Marion

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#5

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 07.03.2009 14:15
von Günther (gelöscht)
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Danke Marion!!

Ich habe über Lycopodium bei Tieren die letzten Nächte soviel gelesen.....
ich kann die Mistviecher schon riechen.

LG Günther


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#6

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 09.03.2009 13:21
von frisbee (gelöscht)
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Das verstehe ich jetzt nicht so ganz...Lyc. ist doch eine Pflanze... oder was habe ich denn da schon wieder in den falschen Hals bekommen???
LG Marion

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#7

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 09.03.2009 16:24
von Günther (gelöscht)
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Liebe Marion,
ich meinte damit die Hunde, insbesondere meinen.

LG Günther


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#8

RE: Verabreichung von LM-Potenzen

in Allgemeines zur Homöopathie 15.03.2009 14:47
von Günther (gelöscht)
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Hallo Marion

Ich lese gerade einen Thread von David Little und bin über folgendes gestolpert:

In Antwort auf:


Wenn Sie unnötige Verschlimmerungen vermeiden und die LM-Potenzen richtig anwenden möchten, dann ist es am besten, sie nicht als Niedrigpotenzen zu betrachten, welche täglich wiederholt werden können.
In Antwort auf:



Es stammt aus folgendem Thread:

http://www.hpathy.de/content/hahnemanns-...entesimalpotenz

Im allgemeinen hört man doch überall, dass die LM-Potenzen gerade für tägliche Wiederholungen geeignet sind.
Manche verabreichen sie auch 2-3 mal wöchentlich.

Will "Little" damit lediglich darauf hinweisen, dass man die LM-Potenzen nicht einfach so für die tägliche Wiederholungen ansehen sollte, also auch hier streng je nach Fall zu differenzieren ist, oder hält er die LM-Potenzen hier wie die C-Potenzen, also nur in bestimmten angesagten Fällen für die tägliche Wiederholung angesagt?

Dann würden ja 90% der Homöopathen die LM-Potenzen falsch anwenden.
Was meinst Du dazu?

Die Frage ist natürlich auch an ALLE gedacht.

Noch ne zweite Frage:

Wenn Du 1-2ml der Lösung an einen Hund verabreichst, wieviel müsste ein Mensch (Ich) nehmen?
1-2 Teelöffel?

Danke im vorraus und liebe Grüsse

Günther


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