#1

Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 28.01.2018 19:07
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Dies ist ein fork aus bergamottes Begrüßungsthread Hallo

Zitat von homöoslave im Beitrag Hallo

Zitat
Strenggenommen werden ausschließlich die Symptome behandelt; sind die beseitigt, dann ist auch die Krankheit geheilt. ;)

Zitat
Grundsätzlich: In der Homöopathie wird der Kranke Mensch und nicht die Krankheit behandelt.



steht ja nicht unbedingt im Gegensatz




Wo dieser Gegensatz liegt habe ich doch zitiert. Ilse fragte

Zitat von ilse im Beitrag Hallo
Aber mal ernst: Was nutzt es, wenn ich Symptome behandle?


Meine Zitat aus dem Organon stand im direkten Widerspruch zu ilses

Zitat von ilse im Beitrag Hallo
Nullnix nutzt es - im Gegenteil.


Dieser Widerspruch zeugt mMn von dringendem Diskussionsbedarf, und genau dafür ist dieser Zirkel doch ins Leben gerufen worden. Gerade wenn es um die Grundlagen geht, auf denen Hahnemann seine Homöopathie aufgebaut hat und die zu kennen und anzuerkennen daher unverzichtbar ist, sollte man textsicher sein. Eine elementar falsche Aussage vor einem Patienten mag in den meisten Fällen zwar trotzdem wohlwollend aufgenommen werden, aber wenn sie auf einen homöopathisch Vorgebildeten trifft wird sie eher für Stirnrunzeln sorgen wie: dazu hatte Samuel doch eine ganz andere Meinung? Wird Zweifel wecken. Wer am Fortbestand der Homöopathie interessiert ist darf solche Zweifel an der Kompetenz der Homöopathen nicht aufkommen lassen oder setzt sich dem Vorwurf aus, Mängel in der theoretischen Durchdringung zu ignorieren, solange nur die Praxis funktioniert.

Liebe Ilse, ich hoffe ich sorge nicht für Verstimmung, wenn ich auf diesem Punkt "herumreite", aber es ist uns nicht damit geholfen ihn unter den Teppich zu kehren. Beim nächsten Homöopathie-Artiken im Spiegel oder der Zeit geht's wieder an die Kommentarfront, da wäre ein solcher Lapsus der Heimatschuß. Wir machen uns selber unglaubwürdig, wenn wir Hahnemanns elementarste Ansichten in ihr Gegenteil verkehren und uns dann trotzdem auf seine Lehre als Ganzes berufen.

Beim Aufzeigen des Widerspruchs hatte ich übrigens alles nach "Nullnix nutzt es - im Gegenteil" abgeschnitten, denn was dann kam hätte auch von Hahnemann sein können:

Zitat von ilse im Beitrag Hallo
Die Flecken und das Fieber sind ja nicht die Ursache der Krankheit, sondern zeigen lediglich an, dass irgendwas aus dem Lot ist.


Eben: Flecken und Fieber sind Symptome der Krankheit, sie zeigen an, dass die Lebenskraft nicht im Lot ist. Welche Arzneikrankheit erzeugt ähnliche Symptome? Wie hoch muss die Arzneikraft der Ursubstanz potenziert werden? Der Homöopath erfaßt Symptome, leitet aus ihnen die passende Arznei ab, potenziert und verabreicht sie. Das Therapieziel ist das Erzeugen der richtigen Arzneikrankheit, die sämtliche Symptome und damit die Krankheit insgesamt aufhebt. Das ist doch nicht das Gegenteil, sondern genau das, was ich auch schrieb, oder?

Zitat von raterz im Beitrag Hallo
nunja das ist der "technische" aspekt der homöopathie.

Das ist nicht nur ein Aspekt, es ist eine tragende Säule. Die Symptome repräsentieren die Krankheit "in ihrem ganzen Umfange", und des Homöopathen Aufgabe ist das Erkennen und "wieder in Ordnung bringen" eben dieser Symptome. Ein Ratschlag wie "Lies Samuel!" könnte oberlehrerhaft rüberkommen, aber seine Aussage bringt es auf den Punkt: Von Hahnemann ist alles Wesentliche zur Homöopathie gesagt worden, nach ihm kamen nur noch Interpretationsversuche und Abspaltungen. Warum muß sich Hahnemanns Homöopathie heute denn "klassische" nennen lassen, als gäbe es noch legitime andere neben ihr? Warum leugnet jemand Hahnemanns Therapiegrundsatz vom Erzeugen einer Arzneikrankheit durch pflanzliche oder tierische Materie in einer bestimmten Potenzierung und nennt sich trotzdem Homöopath, obwohl seine "Arznei" laut Hahnemann gar keine sein kann? Was Homöopathie ist steht in Hahnemanns Werken, und niemand sollte sich Homöopath nennen dürfen, der eine der Hauptideen in seiner Theoirie ignoriert oder gar negiert.

Zitat von raterz im Beitrag Hallo
wobei praktisch es schon so ist, dass nicht einfach nur der mensch plötzlich keine symptome mehr hat und gesund ist, sondern während der behandlung durch einen prozess mit veränderungen im denken, fühlen, handeln geht.

Jede Therapie sollte einen solchen Prozess befördern, und viele tun es auch. Nicht nur Infarktpatienten brechen aus ärztlich unterstützter eigener Einsicht mit liebgewonnenen (und krankmachenden) Unsitten, und nicht nur homöopathisch Behandelte halten sich mehr oder weniger streng an die grundlegenden Diätregeln Hahnemanns. So wichtig dieser persönliche Veränderungsprozess auch sein mag, die eigentliche Heilung geschieht ausschließlich durch Erzeugung einer Arzneikrankheit, deren Symptom-Ähnlichkeit die eigentliche Krankheit über kurz oder lang auslöscht.

Zitat von raterz im Beitrag Hallo
also es geht nicht um das klassische symptomen unterdrücken der allopathie, sondern um die veränderung des ganzen systems, so dass die symptome überflüssig werden.

Auch Homöopathie unterdrückt Symptome und damit Krankheit, bis sie sie vollends auslöschen kann. Ob eine Genesung für immer oder nur temporär geklappt hat weiß auch ein Homöopath schließlich erst dann, wenn die Symptome erneut auftreten - oder eben auch nicht. Derartige Seitenhiebe auf die Allöopathie oder Schulmedizin, wie Hahnemann sie auch genannt hat, sind wohlfeil, aber kontraproduktiv: sie lassen sich einfach zu einfach entkräften.
Hier unter uns dürfte das kein Problem sein, aber "auswärts" schadet sowas der Reputation enorm.

Deshalb: haltet in Ehren, was Samuel schrieb, und zwar nicht nur im Bücherregal, sondern in Gedächtnis und Überzeugung!

So, genug Geschnatter für mich Küken, zeigt mir was ihr alten Hasen davon haltet...


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#2

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 28.01.2018 20:37
von ilse • Administratorin | 2.692 Beiträge | 11337 Punkte

Uijujui, was bist du fleißig!
Nur erst mal eine kurze Anmerkung, zu mehr ist mein von der Abendschlemmerei erschöpftes Hirn grad nicht fähig.

Du schreibst: "Auch Homöopathie unterdrückt Symptome und damit Krankheit, bis sie sie vollends auslöschen kann."

Ist es nicht grade andersrum? Wir freuen uns doch, wenn der Organismus auf den Reiz der Arznei reagiert und die Krankheitssymptome an die Oberfläche bringt (= Erstverschlimmerung), damit sie unter dem Einfluss der Arznei heilen.
LG ilse


zuletzt bearbeitet 28.01.2018 20:54 | nach oben springen

#3

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 17:05
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

nein es wird kein symptom "unterdrückt". das ist einfach der falsche terminus. die unterdrückung passiert durch nicht-homöopathische arznei, bspw. cortison auf einen hautausschlag.

die homöopathie heilt eher verglichen mit einer physikalischen frequenzüberlagerung = ähnliches heilt ähnliches. in der homöopathie durch einen feinstofflichen reiz im system des menschen, dass eine veränderung hervorruft.

desweiteren gibt es nur theorien darüber, wie das wirklich funktioniert. uns fehlt dazu genügend wissen über biophysikalische mechanismen des körpers.
fakt ist aber, dass eine allopathische - unterdrückende behandlung eben KEINEN prozess im gesamten system des patienten erzeugt.
das kann man auch daran erkennen, dass der patient nicht wirklich gesund wird ;)

die homöopathische gesundung ist aber auch nicht so einfach zu gewährleisten. der homöopath gibt nicht so einfach das richtige mittel und der patient wird gesund - nein es ist ein ganzer haufen an mittel im abstand gegeben und ausgewirkt gelassen.
einfach deshalb, weil das perfekte simile häufg gar nicht existiert. man kann sich ihm nur annäheren und auf die veränderung der symptome arbeiten (als klassischer homöopath).

und hahnemann hat mitnichten schon die ganze homöopathie erschlossen. das hätte er von sich selbst bestimmt auch nie behauptet, da er ja bis zum schluß weiter geforscht hat.

p.s.

übrigens unterdrückt die homöopathie auch keine symptome, da diese bspw. bei chronischen erkrankungen nur sehr langsam besser werden. das symptom wird nicht irgenwo hin gedrückt, sondern langsam wird der dampf abgelassen, so dass es schwächer und schwächer wird, bis es ganz veschwindet, weil der körper sich wieder in seine balance gebracht hat.

ABER es ist möglich mit homöopathie auch symptome zu unterdrücken. dann verschwindet das symptom und taucht woanders anders auf - oder es kommt wieder, wenn die arzneimittelwirkung verschwindet.


zuletzt bearbeitet 29.01.2018 17:06 | nach oben springen

#4

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 17:10
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

achso: ich meine mit prozess auch nicht unbedingt die diäthik. ich meine einen echten wandel im innersten des menschen, so dass die veränderung im außen ganz automatisch passiert, ohne dass es einen druck von außen benötigt.
ein raucher wird bspw. dadurch zum nicht-raucher, weil ihm zigaretten nicht mehr schmecken und nicht weil der arzt das so angeraten hat.

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#5

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 17:31
von ilse • Administratorin | 2.692 Beiträge | 11337 Punkte

Raterz: "ein raucher wird bspw. dadurch zum nicht-raucher, weil ihm zigaretten nicht mehr schmecken und nicht weil der arzt das so angeraten hat."

Eigene Erfahrung: So einfach gings bei mir nicht, die Zigaretten haben nach wie vor geschmeckt, aber der Wille zum Durchhalten war einfach da. Und als Ersatz habe ich Süßigkeiten in mich rein gestopft (mit dem Laster kämpfe ich heute noch).
LG ilse


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#6

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 21:02
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

ich weiß nur von mir, dass es so war. von heute auf morgen. ich kann die nicht mehr rauchen, auch wenn ich wöllte ^^

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#7

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 21:15
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Habt Dank für das rege Echo, ich werde versuchen es nach und nach abzuarbeiten. Schon das Phänomen der Erstverschlimmerung ist so komplex, dass es dafür einen eigenen Thread bräuchte. Doch das Wichtigste zuerst:

Zitat von raterz im Beitrag #3
desweiteren gibt es nur theorien darüber, wie das wirklich funktioniert. uns fehlt dazu genügend wissen über biophysikalische mechanismen des körpers.

Das fehlte Samuel genauso, und trotzdem hat er recht unmissverständlich beschrieben, wie das wirklich funktioniert. Eigentlich spricht er in allen seinen Schriften das Wirkprinzip mehr oder weniger direkt an, von seinem "Versuch über ein neues Princip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen." von 1796 bis hin zu seinem letzten noch selbst redigierten Organon. Sicherheitshalber hat er im §45 noch einmal explizit erklärt, warum eine Krankheit durch das Erzeugen der passenden Arzneikrankheit "stets und in jedem Falle" geheilt wird, nämlich

"aus der nicht schwer zu errathenden Ursache, weil die stärkere, hinzukommende Krankheitspotenz, ihrer Wirkungs-Aehnlichkeit wegen, dieselben Theile im Organismus, und zwar vorzugsweise in Anspruch nimmt, die von dem schwächern Krankheits-Reize bisher afficirt waren, welcher folglich nun nicht mehr einwirken kann, sondern erlischt *); oder (mit andern Worten) weil, sobald die durch die bisherige Krankheits-Potenz verstimmte Lebenskraft von der neuen, sehr ähnlichen, aber stärkern, dynamischen Krankheits-Potenz stärker ergriffen wird, sie daher von letzterer nun allein afficirt bleibt, wodurch die vorgängige, ähnliche, aber schwächere, als bloss dynamische Kraft, ohne Materie, ferner auf die Lebenskraft krankhaft einzuwirken, folglich zu existiren aufhören muss.

*) Wie von dem stärkern, in unsre Augen fallenden Sonnenstrahle das Bild einer Lampenflamme im Seh-Nerven schnell überstimmt und verwischt wird."



In meinen Worten zusammengefasst:
- Reize verstimmen die Lebenskraft und erzeugen so Symptome
- durch Arzneikrankheit bewirkte sehr ähnliche Reize drängen durch ihre Stärke an die Stelle der Krankheitsreize
- diese können "als bloss dynamische Kraft" nicht ohne Wirkung auf "Materie"* existieren, ergo: Krankheit erlischt
- nach Abklingen der Arzneikrankheits-Symptome ist die Lebenskraft wieder im Lot

*) also die Nervenfasern, die er anderswo die materiellen Versorger (oder so) der immateriellen Lebenskraft nannte

Das sollte doch soweit hinreichend verständlich sein, für mich jedenfalls ist's es, ganz im Gegensatz zu so manch entgegenstehender Aussage von unseren Spitzenbeamten im Zentralverein. Solltens nicht gerade die besser wissen? Und mein Zahnarzt plapperts auch noch treu nach: könwa noch nich aklärn, müssnwa mea fooschen lassn.
Wie ich das gefressen hab! Das Prinzip gehört wie der Mechanismus zur elementaren Basis, zum homöopathischen Fundament, und das hat Samuel bereits erforscht - wer wollte daran etwas verändern? Ohne vollumfängliche Anerkenntnis dieser theoretischen Basis sollte sich niemand Homöopath nennen dürfen, man ist also entweder mit oder gegen Samuel, ist "klassischer" oder eben gar kein Homöopath.

Sorry für den kleinen Ausbruch, aber da dies ein Forum für explizit "klassische" Homöopathie ist geht das wohl als Eigenwerbung durch

LG Rainer


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#8

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 29.01.2018 21:52
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Zitat von raterz im Beitrag #3
nein es wird kein symptom "unterdrückt". das ist einfach der falsche terminus.

Gut, dann nenn es "übertrumpft" oder wie auch immer, Prozess und Ergebnis bleiben doch gleich: Der stärkere Arzneimittelkrankheitsreiz verdrängt den schwächeren Krankheitsreiz von den Pforten zur Lebenskraft. Übertrumpft ihn im Ringen um die Nervenfaser. Ob verdrängt, übertrumpft oder unterdrückt: wichtig ist allein das Ergebnis: Gesundung.

Zitat von raterz im Beitrag #3
die unterdrückung passiert durch nicht-homöopathische arznei, bspw. cortison auf einen hautausschlag.

Wie willst Du den Hautauschlag mittels einer Arzneimittelkrankheit heilen, ohne den ihn verursachenden Reiz wirkungsvoll zu [verdrängen|übertrumpfen|unterdrücken]?


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#9

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.01.2018 11:37
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

also generell ist hahnemanns wirktheorie der homöopathie immer noch nur eine theorie, die in den bereich des vitalismus gehört. (https://de.wikipedia.org/wiki/Vitalismus)

ich zitiere daraus: "Seither, besonders seit der Synthese von Harnstoff im Jahr 1828 durch Friedrich Wöhler und erst recht seit der spontanen Entstehung von Aminosäuren in den Versuchen von Stanley Miller und Harold C. Urey 1959, gilt der vitalistische Ansatz in der Biologie als überholt. "

wenn du also modernen homöopathie kritikern der naturwissenschaftlen erzählen willst, dass hahnemann ja schon alles bewiesen hat, dann machst du dich in der tat lächerlich.

ich empfehle deshalb lieber den agnostiker zu machen und zu erklären, dass man es eben noch nicht weiß. und in der tat: was eine "verstimmte" lebenskraft überhaupt bedeuten soll, ist doch auch nicht wirklich klar.
wie sieht die lebenskraft aus? woraus besteht sie? wie ist sie im körper verankert? wie kann sie verstimmungen aufnehmen - wie kann sie stimmungen abgeben? über welche mechanismen passiert das genau?

hahnemann hat aus seinen beobachtungen und dem weltbild seiner zeit eine theorie entwickelt, wie die homöopathie wirken könnte.

ich kann dir aber bspw. eine andere theorie vorstellen: die lebenskraft ist nicht verstimmt, sondern es fehlen ihr einfach energetische aspekte in ihrem system, was mit spirituellen gründen verbunden ist.
diese fehlenden aspekte führen zu energetischen vitalkraft schwächungen von körperteilen und organen, die dann zu entsprechenden symptomen führen.
bei chronischen krankheiten sind es dann sogar auch chronische infekte, die sich in verschiedenen organsystemen manifestieren können.
die zurückbringung bzw stärkung dieser aspekte in die vitalkraftseele führt zu der stärkung entsprechender organe, und dem verschwinden von symptomen.
bspw. kann mir der mercurius-aspekt in meinem leben abhanden gekommen sein (also das wofür merc. im positiven steht - kann man aus den arzneimittelprüfungen heraus lesen). wenn ich dann dieses einnehme, stärke ich das ganze und fülle die vorhandene lücke wieder auf.

ist auch nur eine andere theorie. aber es bleibt eine theorie. keiner kann das so einfach beweisen. das können nur naturwissenschaften, die aber noch nicht so weit sind, als dass sie vitalismus messen können.

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#10

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.01.2018 18:14
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Zitat von raterz im Beitrag #9
also generell ist hahnemanns wirktheorie der homöopathie immer noch nur eine theorie, die in den bereich des vitalismus gehört. (https://de.wikipedia.org/wiki/Vitalismus)

Hahnemanns war Dynamist, kein Vitalist; seine "Lebenskraft" meint "geistartige Dynamis" und ist nur auf den ersten Blick identisch mit der vitalistischen "vis vitalis". Näheres dazu (wenn leider auch nicht besonders viel) gibt es sogar online:
https://books.google.de/books?id=JiyWBAA...&hl=de&pg=PA311 ff
https://books.google.de/books?id=nmBkJED...&hl=de&pg=PA302

Zitat von raterz im Beitrag #9
wenn du also modernen homöopathie kritikern der naturwissenschaftlen erzählen willst, dass hahnemann ja schon alles bewiesen hat, dann machst du dich in der tat lächerlich.

Von alles bewiesen war nie die Rede, lies bitte noch mal nach: "Das Prinzip gehört wie der Mechanismus zur elementaren Basis, zum homöopathischen Fundament, und das hat Samuel bereits erforscht". Es geht mir eindeutig um das Fundament der Homöopathie, um ihre unumstößlichen Grundsätze. Unumstößlich deshalb, weil mit ihnen die gesamte Homöopathie lebt oder stirbt, du kannst nicht daran rütteln, ohne die Homöopathie als Ganzes ins Wanken zu bringen. Eine Homöopathie ohne simile-Prinzip z.B. wäre keine mehr, darin sind wir uns hoffentlich einig. Wie was wo im Detail zusammernspielt mag für einen Automechaniker interessant sein, für das Verständnis der Homöopathie hingegen ist es entbehrlich. Wäre es nicht so, würden Homöopathen ja nur planlos im Nebel stochern.

Zitat von raterz im Beitrag #9
hahnemann hat aus seinen beobachtungen und dem weltbild seiner zeit eine theorie entwickelt, wie die homöopathie wirken könnte.

Was an seiner Theorie würdest Du denn abändern wollen? Was kannst Du überhaupt an ihr abändern, ohne dass sie durch diese Änderung inkonsistent wird?

Zitat von raterz im Beitrag #9
ich kann dir aber bspw. eine andere theorie vorstellen: die lebenskraft ist nicht verstimmt, sondern es fehlen ihr einfach energetische aspekte in ihrem system, was mit spirituellen gründen verbunden ist.
diese fehlenden aspekte führen zu energetischen vitalkraft schwächungen von körperteilen und organen, die dann zu entsprechenden symptomen führen.
bei chronischen krankheiten sind es dann sogar auch chronische infekte, die sich in verschiedenen organsystemen manifestieren können.
die zurückbringung bzw stärkung dieser aspekte in die vitalkraftseele führt zu der stärkung entsprechender organe, und dem verschwinden von symptomen.
bspw. kann mir der mercurius-aspekt in meinem leben abhanden gekommen sein (also das wofür merc. im positiven steht - kann man aus den arzneimittelprüfungen heraus lesen). wenn ich dann dieses einnehme, stärke ich das ganze und fülle die vorhandene lücke wieder auf.

Durch das Verwenden anderer Begriffe hört sich das zwar anders an, ist es im Kern aber kaum. Was Hahnemann "Reiz" nennt ist bei Dir ein "energetischer aspekt", und seine "Lebenskraft" nennst du "Vitalkraftseele". Er hat die Bedeutung seiner Begriffe ausführlich erläutert, und wenn auch Du das tust wirst Du wahrscheinlich feststellen, dass ihr dasselbe mit lediglich anderen Worten ausdrückt, und dort, wo es nicht dasselbe ist, macht es für das Wesen der Homöopathie wohl keinen Unterschied. Gäbe es nämlich einen solchen wesensverändernden Unterschied, dann wäre Deine Theorie keine der Homöopathie. Wenn jemand z.B. das angebliche "simile" als jpg per email schickt, ist er mit Sicherheit kein Homöopath.

Zitat von raterz im Beitrag #9
ist auch nur eine andere theorie. aber es bleibt eine theorie. keiner kann das so einfach beweisen. das können nur naturwissenschaften, die aber noch nicht so weit sind, als dass sie vitalismus messen können.

Selbst wenn: Würde sich dadurch irgend etwas in einer modernen homöopathischen Praxis ändern? Wäre "similia similibus curentur" danach obsolet oder Potenzierung verzichtbar? Würde an die Stelle der Erstanamnese das Lebenskraftmeßgerät treten?

Nein, ich habe nichts gegen Forschung, aber sie sollte auch einen Nutzen haben. Momentan sehe ich da (noch) keinen.


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#11

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.01.2018 19:16
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Zitat von ilse im Beitrag #2
Wir freuen uns doch, wenn der Organismus auf den Reiz der Arznei reagiert und die Krankheitssymptome an die Oberfläche bringt (= Erstverschlimmerung), damit sie unter dem Einfluss der Arznei heilen.


Liebe Ilse,

dass der Organismus auf den Reiz der homöopathischen Arznei reagiert ist für sich genommen noch kein Grund zur Freude, schließlich ist es einer homöopathischen Arznei wesenseigen, dem Organismus eine wahrnehmbare Reaktion zu entlocken. Diese Arzneimittelsymptome überdecken im Idealfall alle Krankheitssymptome, aber auch nur genau diese, und auch nur so stark, dass die bereits bestehenden Symptome nur minimal verschlimmert werden, wenn nämlich der Arzneimittelreiz die Stelle des Krankheitsreizes einnimmt. In diesem Idealfall würde der nicht 100%ig aufmerksame Patient wohl keinerlei Veränderung bemerken, bis die Symptome der Arzneimittelkrankheit, die er noch für die der bereits geheilten hält, abklingen.

Nun, ein solcher Idealfall setzt entweder unwahrscheinliches Glück voraus oder das unrealistische Szenario ebensovieler unterschiedlicher Arzneimittelbilder wie Individuen (multipliziert mit der Zahl sämtlicher möglicher Krankheitssymptome und all ihrer Kombinationen) und natürlich eine Repertorisierungs-KI, die dann noch den Überblick behält.

Ohne Glück und KI wird das dann nicht-ganz-Simile also zwangsläufig das Symptombild ändern, naturgemäß überall dort, wo es Symptom-Differenzen zwischen Arznei und Krankheit gab. Deine Formulierung "und die Krankheitssymptome an die Oberfläche bringt (= Erstverschlimmerung)" verstehe ich allerdings nicht - die Krankheitssymptome sind doch längst aufgenommen, oder auf welcher Grundlage wurde das Simile bestimmt? Ich schieb das mal auf die Abendschlemmerei ;)

LG Rainer


zuletzt bearbeitet 30.01.2018 19:27 | nach oben springen

#12

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.01.2018 19:28
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

das simile prinzip hat hahnemann nicht entdeckt. er hat es nur benutzt. es ist ein universelles prinzip, dass schon viel älter ist und von verschiedensten kulturen auf der welt angewandt.

du hast recht, dass hahnemann ein in sich geschlossenes logisches system entwickelt hat, das gewissenhaft angewendet gute erfolge erzielen kann.
die homöopathie basiert letztendlich nur auf empirie und nicht auf theorie. das ist ihre stärke - deshalb würde ich halt das feld der theorie so weit wie möglich offen lassen.
du sprichst gerne von der außenwirkung der homöopathen. genau dieses argument würde ich immer wieder anführen: es ist nicht klar, WIE sie funktioniert - nur DASS sie funktioniert. wer heilt, hat recht ;)

die kritiker wollen einen halt immer wieder in das theorie gebäude hinein ziehen, dass von einem materialistischen standpunkt aus gesehen ja eine unmöglichkeit darstellt und damit das materielle weltbild per se angreift. dementsprechend heftig emotional reagieren diese leute.

die wirkliche grundlage ist nicht das simile gesetz und auch nicht die dynamis. die wirkliche grundlage der homöopathie ist die arzneimittelwirkung und -prüfung am gesunden - als empirische dokumentierte erfahrung.. das ist der knackpunkt, den die kritiker nicht akzeptieren können oder wollen.


zuletzt bearbeitet 30.01.2018 19:33 | nach oben springen

#13

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 30.01.2018 20:52
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Zitat von raterz im Beitrag #12
das simile prinzip hat hahnemann nicht entdeckt. er hat es nur benutzt. es ist ein universelles prinzip, dass schon viel älter ist und von verschiedensten kulturen auf der welt angewandt.

Erst entnimmst Du meinen Worten fälschlicherweise, "dass hahnemann ja schon alles bewiesen hat", und jetzt soll er auch noch das simile-Prinzip entdeckt haben? Es gehört zum Fundament der Homöopathie; sollte ich etwas anderes geschrieben haben zitiere mich bitte.

Zitat von raterz im Beitrag #12
die kritiker wollen einen halt immer wieder in das theorie gebäude hinein ziehen, dass von einem materialistischen standpunkt aus gesehen ja eine unmöglichkeit darstellt und damit das materielle weltbild per se angreift.

Warum sollte Homöopathie vom materialistischen Standpunkt aus unmöglich sein? Es ist schließlich eine materielle Substanz, die da Wirkung entfaltet, mit um so größerer wirksamer Oberfläche, je feiner sie verrieben wird. Ein definierter materieller input erzeugt einen vorhersagbaren materiellen output. Auch im materialistischen Weltbild ist das alles andere als eine Unmöglichkeit. Es handelt sich schließlich nicht um eine Geistheilung, auch wenn Hahnemann den zeitgenössischen Begriff "geistartig" verwendet.

Zitat von raterz im Beitrag #12
die wirkliche grundlage ist nicht das simile gesetz und auch nicht die dynamis. die wirkliche grundlage der homöopathie ist die arzneimittelwirkung und -prüfung am gesunden - als empirische dokumentierte erfahrung.

Einspruch! ;) Die HAMP stellt die Werkzeuge zur Verfügung, ohne die der Homöopath natürlich nicht arbeiten kann. Grundlage seiner Arbeit jedoch sind die Regeln, nach denen diese Werkzeuge ausgewählt und eingesetzt werden. Nachzulesen in seiner bereits erwähnten ersten Wortmeldung im Hufeland-Journal.


zuletzt bearbeitet 30.01.2018 20:54 | nach oben springen

#14

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 31.01.2018 12:57
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

nein es ist keine materielle substanz mehr. ab einer ~c6 oder so ist kein einziges molekül der ausgangssubstanz vorhanden. von hochpotenzen ganz zu schweigen.
deshalb gehen kritiker sehr wohl von einer geistheilung aus (so wie ich auch).

mit materie hat das alles nicht mehr viel am hut. deshalb helfen uns materielle wissenschaften auch dabei nicht mehr weiter.

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#15

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 31.01.2018 19:23
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Zitat von raterz im Beitrag #14
nein es ist keine materielle substanz mehr. ab einer ~c6 oder so ist kein einziges molekül der ausgangssubstanz vorhanden. von hochpotenzen ganz zu schweigen.

Statistisch gesehen ab C13, aber Du hast schon recht: ab da ist eine Arznei-Wirkung auf materieller Ebene recht unwahrscheinlich. Das verhindert aber keine Forschung bis C12, auch vom materialistischen Standpunkt aus gesehen sollte es damit keine Probleme gehen. Weiß einer der Leser, von wie vielen Prüfern eine HAMP heutzutage im Schnitt wiederholt werden muss, bevor die neue Arznei symptomsicher in die Repertorien aufgenommen werden kann? Ist die Zahl ausreichend groß und die geprüfte Potenz ausreichend klein, wird eine statistische Auswertung der Ergebnisse von niemandem als "unwissenschaftlich" verworfen werden können. Da bewirkt Materie etwas Vorhersagbares, sowas liebt die Wissenschaft, auch wenn ihr ein Lebenskraftmesser sicher lieber wäre als das penible Festhalten von Symptomen.

Zitat von raterz im Beitrag #14
deshalb gehen kritiker sehr wohl von einer geistheilung aus (so wie ich auch).

Du bist Homöopathie-Kritiker?!

Zitat von raterz im Beitrag #14
mit materie hat das alles nicht mehr viel am hut. deshalb helfen uns materielle wissenschaften auch dabei nicht mehr weiter.

Bis C12 wie gesagt durchaus, und diese Begrenzung sollte uns vorerst auch nicht stören. Es geht darum, einen Fuß in die Tür zur Wissenschaft zu bekommen. Alles doppelt verblindet und jederzeit reproduzierbar, nach allen geforderten Standards, daran werden sich die Schreihälse also die Zähne ausbeißen. Und da es nicht um Behandlung an sich geht, sondern lediglich um HAMP, kann auch keine Ädig-Commischn mit dem Kopf schütteln.

Was also spricht dagegen? Irgendwas muss ich übersehen, sonst wäre sowas doch schon längst mal getan worden...

Ich hab da eine Idee: Es kommen doch eine Menge Medizinstudenten zu Homöopathie-Kursen, die sind jung und gesund, wenn die mal ein Semester lang HAMPen statt saufen und kiffen würden, wäre bis zum nächsten Semesters zumindest schon mal das halbe Simile-Prinzip abgehakt. Sicherheitshalber ein Disclaimer: Das war jetzt nur ein Scherz, meine lieben abstinenten Studenten. Ausreichend Daten für eine erste Studie kommen sicher viel schneller zusammen! 8)

Das halbe Prinzip, und dann auch nur bis C12 - das klingt nicht nach viel, aber es ist allemal besser als nichts. Es ist ein Anfang.


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#16

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 31.01.2018 21:19
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

nein ich bin kein kritiker.

ich bin da auf deiner seite. die homöopathie müsste wissenschaftlicher werden. viele AMP sind nichts wert und deren einträge in den repertorien auch nicht.
die ganze homöopathie ist heutzutage ein loses flickenwerk an diesen informationen.

manche gehen ja so weit, das alles auf den haufen zu werfen und NUR mit den informtionen zu arbeiten, die hahnemann und seine frühen schüler zur verfügung hatten (bönninghausen methode bspw.)


ich würde auch vorschlagen die homöopathie nochmal komplett zu löschen und alle mittel nach wissenschaftlichen kriterien neu zu prüfen gleichmäßig in ein neues repertorium einzuarbeiten.
dabei kann man bspw. auch gleich die erweiterung der ganzen metalle des periodensystems hinzufügen.

damit würde die homöopathie nicht nur wissenschaftlich anerkannt, sondern auch um mind. 50% leichter und effizienter zu praktizieren.


geschätzt würde so ein vorhaben aber ein paar millionen euro kosten.

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#17

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 31.01.2018 22:17
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Prima, ich danke Dir, ganz meine Meinung!

was sind heutzutage schon ein paar lächerliche Millionen, wenn eine Idee die Massen ergreift... :)


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#18

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.02.2018 12:25
von homöoslave | 782 Beiträge | 4855 Punkte

Hallo Freunde...

Ihr schreibt da ja viel Wahres was AMP, die Unvollkommenheit von Repertorien, der Materia Medica
usw. betrifft - das ist alles nichts Neues.

Aber ich denke das was da ist, - ist für ein Menschen(Hirn) mehr als genug.
Und es gibt einige sehr geniale Homöopathen die auch mit diesen Unvollkommenen Mitteln kranken Menschen
helfen.

denn:

§. 1.

Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt1.
[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage), S. 1.

Ich persönlich lerne Materia medica aus den genialen Werken von Hahnemann, Jahr, Hering, Clark, Mezger ..oder auch
Vermeulen, Phatak, Seideneder und viele anderen

Gewiss vieles ist unvollkommen - z.B. auch wenn man bestimmte Symptome im Repertorium sucht, und daran schier verzweifelt.
(gerade die immer mehr aufgeblähten Computerrepertorien verwirren oft mehr als sie zum Ziel führen)

aber man sollte dies mit den vorhanden Mitteln üben und tun, bevor man großspurig die Nase rümpft....
Bleibt auf dem Boden Leute!

Natürlich ist es toll wenn Ihr Euch in die Orginalliteratur vertieft
- aber: echte Homöopathie ist wissenschaftliche Erfahrungsheilkunde, und dazu gehört auch das praktische Arbeiten damit und nicht nur die Theorie.
Klinische Erfahrungen stehen gleichwertig neben der AMP (und die kann auch immer nur unvollkommen sein?)


LG
Bernd


Sickness is like a Sitar, whose correct tuning has been disturbed.Naturally, all the notes from the Sitar will be far from melodious. There is no use trying to correct the individual notes. It is the disturbance in tuning itself which has to be corrected (Rajan Sankaran)
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#19

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.02.2018 14:32
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

es bestreitet ja niemand, dass man die homöopathie meistern muss. der flickenteppich macht die eben - und das ist meine meinung - unnötig schwer.

es wäre tatsächlich einfacher, wenn man alle symptome einfach in ein computer programm eintippt und dabei ein mittel raus kommt, was zu 80-100% das richtige ist. dasss das nicht geht, liegt nur an dem flickenteppich, nicht an der theoretischen möglichkeit.

das würde zwar den elitären club der meister-homöopathen sprengen, aber würde gleichzeitig die homöopathie zu einer wirkungsvollen medizin für die breite masse werden und damit ernsthaft die schulmedizin in weiten bereichen ablösen.

das ist eigtl. der witz an der geschichte: die homöopathie ist 100% kompatibel mit der heutigen wissenschaft und der computer technologie. es wurde aber bisher nur noch nie versucht beides ernsthaft zu verbinden. die jetzigen versuche sind alle eher stümpferhaft.

ich denke aber, dass das in zukunft noch kommen wird. bin da optimistisch.


zuletzt bearbeitet 01.02.2018 14:35 | nach oben springen

#20

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 01.02.2018 17:31
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Hallo Bernd,

dass die angesprochenen Punkte nicht neu sind macht es doch nur schlimmer, bei Dir liest es sich wie eine Rechtfertigung. Die Symptomsammlungen basieren doch zum größten Teil auf Beobachtungen, die 100 Jahren und länger zurückliegen. Unsere kurzlebige Welt, die uns schon seit gestern einem Reiz aussetzt, dessen Namen wir erst morgen erfahren, verlangt auch nach einer permanenten Aktualisierung des homöopathischen Repertoriums.
Woher kennen wir die Wirkung der typischen Hahnemannschen simile? Aus seiner Zeit, die doch so grundverschieden von der unsrigen ist. Wirken Arnika, Belladonna oder China heute noch ebenso wie vor 200 Jahren? Wir hoffen es, obwohl die Chance gering ist. Tonicwasser z.B. war damals nichts Alltägliches, sondern Arznei, und es gibt noch eine Unzahl anderer neu hinzugekommener und hinzukommende Reizquellen, die die alte Symptomgewichtung verschieben, Haupt- zu Nebensymptomen machen und umgekehrt. Die Wirkung auf den Prüfer damals noch heute zur Behandlungsgrundlage zu machen halte ich daher für höchst unvernünftig, solange die Daten ohne Not aktualisiert werden könnten.

Die Repertorien sind nicht lediglich zu aktualisieren, sie müssen auch dringendst um neue Arzneien erweitert werden. Wie schreibt Hahnemann: "es ist erquickend, zu denken, daß es für jede besondre Krankheit, jede eigenthümliche Krankheitsverfassung eigenthümliche, direkt hülfreiche Mittel gebe, und auch Wege, sie geflissentlich ausfindig zu machen. [...] Es bleibt uns nichts übrig, als die zu erforschenden Arzneien am menschlichen Körper selbst zu versuchen. "

Haben wir denn schon für jede Eigentümlichkeit das direkt hilfreiche Mittel? Keineswegs. Die Zahl der uns zur Verfügung stehenden Arzneimittel "für ein Menschen(Hirn) mehr als genug" zu nennen würde Hahnemann daher sicher ablehnen, erst recht da wir ja längst über technische Hilfsmittel verfügen, die genau dafür erdacht wurden und auch mit Millionen Mitteln zurechtkommen. Ideal wären 7 Mrd. - und zwar mit demselben Menschen als Prüfer, für den diese Arznei dann auch vorrätig gehalten wird. Das wäre ein wahrlich individuelles Therapiekonzept!

Wir haben zwar noch "einige sehr geniale Homöopathen", die die Nachteile der gegenwärtigen Unvollkommenenheit ausgleichen können, aber sollten es nicht alle können? Geben wir es zu: unsere Werkzeuge sind marode, und viel zu viel zu wenig für die hohe Kunst.

Zitat von homöoslave im Beitrag #18
gerade die immer mehr aufgeblähten Computerrepertorien verwirren oft mehr als sie zum Ziel führen

Weil sie noch immer nicht wesentlich mehr können als die alten gedruckten: Informationen liefern. Wenn die aber schon mal drin sind im Computer, warum sollte das mühselige Wichten und Vergleichen dann wieder davor geschehen? Die Anamnese erfolgt auf demselben Gerät, eine KI schlägt Mittel vor, wobei der gesamte Entscheidungsbaum einsehbar ist, und lernt von den menschlichen Entscheidungen. Sie wird immer unfehlbarer und hat keine schlechten Tage.

Zitat von homöoslave im Beitrag #18
echte Homöopathie ist wissenschaftliche Erfahrungsheilkunde, und dazu gehört auch das praktische Arbeiten damit und nicht nur die Theorie.

Natürlich nicht nur, aber um Himmels willen auch! Was nutzt die schönste Praxis, wenn noch immer jeder Kritiker unwidersprochen sagen kann, die Symptome x und y waren sowieso schon im Abklingen, die wären auch mit anderen Globuli oder ganz ohne weggegangen? Wir müssen ihm zeigen können, dass Symptom und Arznei eben doch zusammengehören, auch potenziert, ansonsten bleibt von Deinem Satz irgendwann nur noch die Erfahrung übrig, und auch die riecht schon jetzt teilweise recht verbraucht. ;)

Danke & LG
Rainer


zuletzt bearbeitet 01.02.2018 17:37 | nach oben springen

#21

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 02.02.2018 12:12
von homöoslave | 782 Beiträge | 4855 Punkte

Hi

Zitat
es wäre tatsächlich einfacher, wenn man alle symptome einfach in ein computer programm eintippt und dabei ein mittel raus kommt, was zu 80-100% das richtige ist. dasss das nicht geht, liegt nur an dem flickenteppich, nicht an der theoretischen möglichkeit.



..das geht auch aus dem Grunde nicht "Einfach" weil vorher die Anamnese steht, das was der Therapeut erfasst und alles
wichtig sieht, und was er am Ende als Symptome eintippt. Es ist und bleibt so dass selbst das ausgebuffteste Computerprogramm
nur Rechenknecht und Krücke sein kann.


übrigens ist ja die Problematik der unvollkommenen Materia medica nichts Neues.
Aber muss sie Vollkommen sein.
ich zitiere hier mal kurz Georg von Keller (AHZ 228 von 1983) aus dem Artikel Natrium muraticum und
unsere Materia medica


..der Fall zeigt die Richtigkeit der Wahl, er beweist daß Fall und Mittel zueinander passen, aber
er beweißt nicht absolutes, es schließt die Möglichkeit nicht aus, daß es ein Mittel gibt, das noch
ähnlicher ist das demzufolge noch schneller und gründlicher geheilt hätte.

Das gilt für alle Verordnungen. Wir haben nur eine beschränkte Anzahl von geprüften Heilmittel zur
Verfügung und wir kennen nur eine beschränkte Anzahl der Symptome auch unserer geprüften Mittel.

....Hinzu kommt, daß auch die schon bekannten Symptome unserer Materia medica in ihrer Gesamtheit
und in ihrer Orginalfassung nur schwer zugänglich sind....

Schon das vorhandene Material ist so umfangreich, das selbst für ein kleines Mittel etwa ein Jahr intensiver
Arbeit erforderlich ist um einigermaßen alles zu sammeln,



meine provokante Frage : brauchen (Wollen wir wirklich) wir absolute Perfektion und Vollständigkeit.
Der Mensch selber ist auch nie vollkommen und Perfekt.

LG
Bernd


Sickness is like a Sitar, whose correct tuning has been disturbed.Naturally, all the notes from the Sitar will be far from melodious. There is no use trying to correct the individual notes. It is the disturbance in tuning itself which has to be corrected (Rajan Sankaran)
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#22

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 02.02.2018 13:50
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Hallo Bernd,

Natürlich müssen die Symptome erst einmal im Computer erfaßt werden, solange er sie noch nicht selber abfragen kann, aber auch das wird kommen. Symptombilder setzen sich aus den verschiedensten Symptomen und ihrer Gewichtung zusammen, auch die kann der Therapeut am Computer effektiver festhalten als zu Hahnemanns Zeiten. Sind alle Daten eingegeben, weiß die KI vom Patienten schon mal alles, was auch der Therapeut über ihn weiß. Sämtliche HAMP-Symptombilder kennt sie ohnehin schon, der Rest ist reine Datenanalyse. Nach dem erwähnten Anlernprozess kann so eine KI die Entscheidung für DAS simile exakter und vor allem schneller treffen als ihr Lehrer.

In den rechten Händen "Rechenknecht und Krücke" zu sein ist eine hohe Aufgabe, ihre Dienste auszuschlagen eine Sünde. Noch dazu, da die neue Krücke viel effektiver zu handhaben ist als die alte. Mit ihrer Hilfe läßt sich nämlich so manches von dem, worüber Georg von Keller in Deinem Zitat klagt, beheben: Kein noch so seltenes Symptombild bleibt schwer zugänglich, alles landet in einer Datenbank, die stetig weiter wächst. Wenn er schreibt, "das selbst für ein kleines Mittel etwa ein Jahr intensiver Arbeit erforderlich ist um einigermaßen alles zu sammeln", dann zeigt das doch, dass es SO nicht weitergehen kann. Wir brauchen eine zertifizierte online-Datenbank zumindest für die Symptombilder homöopathischer Arzneien, die von jedem Prüfer befüllt werden kann.

Hahnemann nutzte Bücher mit ihren beschränkten Möglichkeiten, weil es zu seiner Zeit nichts besseres gab. Wie begeistert wäre er von unseren Möglichkeiten, und wie entsetzt von unserer Gleichgültigkeit ihnen gegenüber! Wie kann es sein, dass noch heute, über 200 Jahre nach Organon, über eine "beschränkte Anzahl von geprüften Heilmitteln" geklagt wird, obwohl Samuel es als ehrenvolle Pflicht eines jeden gesunden Homöopathen ansah, persönlich zur Mehrung der bekannten Arzneien beizutragen?

Zitat
meine provokante Frage : brauchen (Wollen wir wirklich) wir absolute Perfektion und Vollständigkeit.


Die hätten wir frühestens, wenn die Datenbank die Reaktionen sämtlicher Menschen auf sämtliche denkbaren Arzneien enthält. Von der Seite der Skala sind wir also noch Lichtjahre entfernt. Statt auf Perfektion bedacht zu sein sollten wir erstmal versuchen gut zu werden, und dazu gehören eben auch zeitgemäße Symptombilder und ihre zeitgemäße Bereitstellung.

LG
Rainer


zuletzt bearbeitet 02.02.2018 14:05 | nach oben springen

#23

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 02.02.2018 14:47
von Bornis | 231 Beiträge | 1275 Punkte

Morgen!
Ich habe nur lesen können, zuviel zu tun zur Zeit....
Lösungsansätze gibt es hierzu,
einer der hier beginnt neue /alte/Wege zu beschreiten ist: Vithoulkas, er hat einen entsprechenden Ansatz, eine Schule etc.pp eine Internetdatenbank und ein Programm hierzu entwickelt, leider fehlt mir das Geld (noch) um ein Abo zu beziehen und um mich an dieser Schule mal anzumelden o.ä. - aber wer weiß
https://www.vithoulkascompass.com/de; bitte einfach mal dort raufschauen, ich hatte mir ein kostenloses "Schnupperangebot" gegönnt....

Er sammelt alle Auswertungen, Erfahrungen / Prüfungen / Veröffentlichungen; jeder Doktor, Heilpraktiker etcpp. ist aufgerufen ihn die Ergebnisse seiner Tätigkeit zu übersenden, wird eingearbeitet und geprüft....

Ich denke, wir sind mit der heutigen Technik nicht in der Lage das Vorhandensein von diesen "Wirkweisen" ab c12 festzustellen.

Irgendwann wird dies dann klappen.

Ich werfe noch ein kleines "Pickserchen" ein: Der Mensch und die Umwelt bedingen sich, beides ist beständig im Wandel. So ändert sich auch die Sicht- u. Sprachweise und klar die Mittel... Niemand kann beweisen, das die Mittel von früher, die gleichen Bestandteile von heute haben....

Wenn alle Homoöpathen tatsächlich Ihre Daten allen zur Verfügung stellen könnten - wäre es einfacher. was könnten wir hier lernen...

so nun genug
Bis denn

LG
Bent


zuletzt bearbeitet 02.02.2018 15:07 | nach oben springen

#24

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 02.02.2018 18:36
von raterz | 210 Beiträge | 1170 Punkte

man muss keine hunderttausend mittel prüfen..

die ~110 metalle und elemente des periodensystems wären ja schon einmal ein treffender ansatz.

ich denke die gleiche anzahl an wichtigsten pflanzen, tieren und pilzen/bakterien würde ausreichen.

mit ~500 sehr gut getesteten mitteln aus diesen reichen, müsste man eigtl. erfolgreich jede krankheit heilen können.

allerdings ist das natürlich ein gutes stück harter arbeit das alles auszuwerten und in eine datenbank einzuspeisen. deshalb behaupte ich ja, dass das ein paar millionen euro kostet.

um das ganze richtig zu machen, bräuchte man ein paar hundert leute, die nichts anderes machen permanent als zu testen und ein paar dutzend leute, die das ganze haupt oder nebenberuflich auswerten.
innerhalb von 10 jahren könnte man das ganze projekt fertig haben.


das hauptproblem an der software ist: alle symptome müssen gleichmäßig eingepflegt werden. hat man zu einem mittel sehr viel symptome muss man alle anderen mittel genau so stark prüfen. das ist der grund, warum der flickenteppich von anfang an zum scheitern veurteilt war und eine bönninghausen methode eben so viele anhänger hat ;)


zuletzt bearbeitet 02.02.2018 18:42 | nach oben springen

#25

RE: Die Grundlagen der Homöopathie im Einzelnen

in Allgemeines zur Homöopathie 03.02.2018 15:26
von Miraculix | 152 Beiträge | 880 Punkte

Hallo Bent,

meine Arbeitslast ist zeitlich auch sehr ungleichmäßig verteilt, manchmal komme ich wochenlang nicht dazu den privaten Rechner zu starten, dafür läuft er dann manchmal ständig nebenher, so wie jetzt gerade. Als Selbstausbeuter muß mann es eben nehmen wann und wie es kommt :)

Der VC sieht zwar auf den ersten Blick gut aus, aber beim Blick auf die Tarife stellen sich mir die Haare zu Berge: pro Recherche wird dort mindestens 1 Euro fällig? Das ist doch kein Gemeinschaftsprojekt, das ist Geschäftemacherei. Wer soll sich denn dort beteiligen, wenn er für jede Einsicht in die Früchte seiner Arbeit auch noch bezahlen muß? So eine Datenbank muß frei sein, ihre Betreiber gemeinnützig. Alles andere weckt ab einer bestimmten Größe monetäre Begehrlichkeiten, und schon hängt die Authentizität der Daten vom Börsenkurs ab. Kritisieren wir nicht gerade das an der "etablierten Medizin"? Wenn wir etwas zum Besseren wenden wollen, dann von Beginn an richtig. Frei und gemeinnützig. Überall verfügbar, aber nirgendwo käuflich.

Zitat von Bornis im Beitrag #23
Ich werfe noch ein kleines "Pickserchen" ein: Der Mensch und die Umwelt bedingen sich, beides ist beständig im Wandel. So ändert sich auch die Sicht- u. Sprachweise und klar die Mittel... Niemand kann beweisen, das die Mittel von früher, die gleichen Bestandteile von heute haben....

Das ist ein mehr als nur kleines Pieckserchen, das eröffnet interessante Fragen, die unbedingt Aufmerksamkeit verdienen:
Haben die Arzneipflanzen von heute noch dieselben biochemischen Eigenschaften wie vor 200 Jahren, wo sich doch ihr Lebensraum so nachhaltig verändert hat? Wenn heute ein Patient "ich kann mich nicht mehr konzentrieren" sagt, hat dieses Symptom dann bei einem Facebook-Junkie dieselbe Wichtung verdient wie zu Zeiten der Postkutsche? Oder allgemeiner: sind Symptome in einem Zeitalter des Verzichts mit denen im Zeitalter der Völlerei überhaupt noch vergleichbar? Wir stopfen ständig so viel in uns hinein, in Körper und Geist, schon aus Gewohnheit. Wir haben ein völlig anderes Empfinden für "Normalität" als es das vor 200 Jahren war. Nun werden Symptome ja als Abweichung von der Normalität geschildert; Unterschiede im Empfinden bewirken also zwangsläufig Unterschiede im Symptombild. Das zu berücksichtigen ist möglicherweise das Geheimnis, welches einigen sehr genialen Homöopathen überdurchschnittliche Therapieerfolge ermöglicht.

Wäre keins der Symptombilder in dieser noch zu schaffenden öffentlichen Datenbank älter als 20 Jahre, könnte man sie als halbwegs aktuell bezeichnen, besser wären 10 oder gar 5 Jahre. Wie lange hat die Mikrowelle gebraucht, um ihren festen und nicht unbedingt folgenlosen Platz im Leben der Mehrheit einzunehmen, und wie schnell ging das beim smartphone? Wir sollten nicht außer Acht lassen, daß Hahnemann eine solche stete Beschleunigung in der Veränderung der Lebensumstände nicht voherahnen konnte, sonst hätte er seine deutliche Forderung nach immer mehr geprüften Arzneien ergänzt um ein Gebot der Aktualität. Selbst Kent hat mit seinen Schülern Zeit seines Lebens lediglich 14 neue Arzneimittel getestet, und damit dürfte er viele moderne Homöopathen sogar noch um Längen schlagen. Woraus resultiert dieses erschreckende Desinteresse daran, sein homöopathisches Werkzeug zu schärfen, ja sich überhaupt erstmal zu vergewissern, ob es nicht längst stumpf geworden ist?

LG Rainer


zuletzt bearbeitet 03.02.2018 15:28 | nach oben springen


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