#1

Vorgehen Bienenstich

in Allgemeines zur Homöopathie 27.06.2014 14:29
von Blackkiss | 68 Beiträge | 580 Punkte

Hallo,
den einfachsten Fall einfach mal durchsprechen und verkomplizieren war meine Idee.

Ein Bienenstich und ich google nur mal:
Erster Treffer ist Apis für Insektenstiche allgemein und ohne weitere Mittelempfehlungen.
Geraten wird mir zu C30, da dies keine Giftmoleküle mehr hätte und somit auch bei Allergien genommen werden könne. 1 mal 3 Globuli Apis C30 sollen helfen.
Eine Anmerkung bezieht sich auf Bienen und Wespenstiche im Mundraum - in dem Fall Notarzt und alle 5 Minuten einnehmbar.

Die zweite Seite rät mir auch zu Apis C30 und schließt Bienen-, Wespen- und Hornissenstiche mit ein.
Für Hornissenstiche könne Vespa crabro C30, aber bei normaler Reaktion (stechende Schmerzen, Brennen, hellrote Schwellung und dem Gefühl, dass eine kühle Auflage lindern würde) weiterhin Apis.

Auf der dritten Seite sind "Insektenstiche" aufgeführt und es kommt jetzt ein kleiner Widerspruch zur 2. Seite (hellrot wird nun zu rot)! Aber hier wird es mal "genauer"
Apis D 12: heiße, rote, ödematöse Schwellung; Unruhe, Angst, evtl. Schreien. << durch Wärme und Hitze, >> durch Kälte, Ruhe und kalte Anwendungen.

Ledum D12: Neben Apis das wichtigste Akutmittel bei Insektenstichen. Es gibt eigentlich keine ausgeprägte Schwellung, dafür starke Schmerzen, Juckreiz, Blässe und Kälte um die Einstichtstelle; >> kalte Anwendungen. Bei Superinfektion der gestochenen Stelle kann es auch zu einer Lymphadenitis kommen.

Staphisagria D 12: Hautausschläge nach Insektenstichen, stechende, brennende Schmerzen, die länger anhalten.

Urtica urens D12: Allergische Hautreaktionen nach Insektenstich, die das Aussehen von Quaddeln haben, als wäre man mit Brennnesseln in Kontakt gekommen. Rötung und hell aussehende Quaddeln, juckender und brennender Schmerz.

Seite 5: "Da in der Homöopathie gleiches mit gleichem behandelt wird"... Biene mit Apis. Ah ja, genau hier war eine Frage von mir zu Apis bei Bienenstich, aber die Erklärung ist einfach mal vom Ähnlichkeitsprinzip zum Gleichheitsprinzip geworden dank Google *g*

Seite 6 differenziert plötzlich analytisch http://www.renatefranke.de/homoeopathie-...stich-biss.html
Sehr interessant, aber der Arme Bienenstichpatient bei dem ich anfange zu lesen - also lieber jetzt auswenidig lernen ;-) Die Leitsymptome sind aufgeführt - wozu?
Apis: hellrot sollte es sein und Kühlung bessern
Ledum: Stechend, ziehend, pulsierend
Carbolicum acidum Schwächzustände und bösartige Wundentwicklung
Lachesis muta Spannung, bösartige Wundentwicklung

Mein Kinderbüchlein erzählt mir, dass Apis D12 spezifisch für Bienenstiche ist (bei starker allergischer Schwellung auch Wespen)
Ledum D12 ist als wichtigstes Mittel bei jeder Art von Stich (Mücken, Stechfliegen und Wespen genannt - bei ungewöhnlicher Schwellung auch mit Apis). Sogar vorbeugend gegen Mückenstiche (dann 2 mal tägl. 5 Globuli für eine Woche--> wenn es nichts bringe dann mit Staphisagria als alternative).

Fragen: Apis ist ja überall der Renner bei Bienenstichen. Es wird die gesamte Biene verarbeitet, wenn ich es richtig verstanden habe. Irgendwie ist doch doch was von Gleichheit, oder?
Was würdet ihr denn geben bei einem "normalem" Stich, wie er immer aussieht. Was würdet ihr fragen/an was festmachen?
Was wenn Jemand eine bestehende Bienenallergie hat?

Würdet ihr einen Bienenstich überhaupt immer behandeln?
Ist bei Bremsenstichen Cantharis immer angezeigt?

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#2

RE: Vorgehen Bienenstich

in Allgemeines zur Homöopathie 27.06.2014 16:14
von Johanna | 162 Beiträge | 1410 Punkte

Mich stechen die Bienen kaum, ich versuche ruhig zu bleiben und achtsam, daß ich sie nicht drücke. Sie darf auch naschen bei mir:)
Wenn mich eine stechen würde , erstmal kühlen. Behandle den Stich nur wenn es Probleme gibt- sonst gar nicht.
Bei Allergie, besonders wenn Atmung, Kreislauf betroffen ist... 1.Notarzt, 2. Globuli-( wenn man sicher ist welches.)
Mittel die evtl. zur Anwendung kommen könnten bei Folgen von Insektenstichen:

Ledum:schmerzhaft mit jucken, Kältegefühl

Apis: brennen und Schwellung ausgeprägt. Stelle ist heiß, Kälte bessert

Urtica ur. : Bienen und Wespenstiche mit Nesselsucht

Cantharis: besonders Stiche von Bremsen

Qu.: Insektenstiche nach Ratera, 1.Hilfe

Für Mittel die in der Hausapotheke vorrätig sind, würde ich die C12, maximal C30 empfehlen. D-Potenzen sind unüblich in der klass. Homöopathie, aber es gibt noch Anhänger besonders unter der Ärzteschaft.

Johanna

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#3

RE: Vorgehen Bienenstich

in Allgemeines zur Homöopathie 27.06.2014 16:40
von Blackkiss | 68 Beiträge | 580 Punkte

Hallo Johanna,
ich komme tendeziell von der Ärzteschaftseite und meine Hausapotheke besteht aus D-Potenzen (fast alles D6). Bisher habe ich privat nur bombige Erfahrungen mit den D-Potenzen, aber keine Ahnung, ob C besser gewesen wäre. Wo ist da der Wirkungs-Unterschied?

Mein Lieblingsbuch ohne Hintergrund-Lerneffekt gibt auch gerne Reihenfolgen an, die Potenzen und die zeitlichen Gaben.
Beim Bienenstich kommt zuallerst "Heftige Allergische Reaktion": Apis und Aconitum kombiniert.
Die schmerzhafte Schwellung Apis --> wenn nach 3 mal Apis nicht hilft bei Brennen und Stechen Cantharis
Bei Bienenstich im Mund Belladonna, im Rachen Lachesis
Kalte schmerzhafte Stelle Ledum
Nesselsuchtartig Urtica urens
Hornissenstich Vespa crabo
Anhaltende Befindlichkeitsstörung (nach Tagen) Natrium Chloratum
Mein letzter Bienenstich dürfte auch ca 20 Jahre her sein. Ein Bekannter hatte neulich einen erstaunlichen Bremsenstich und meinte, dass er gegen Bienen allergisch ist - daher kam ich dann mal darauf den Bienenstich hier zu nehmen und mal die Allergie zu hinterfragen.

Sehr interessant fand ich, dass man den Stachel ohne Drücken, besser abstreifen soll. Klingt logisch, aber ich habe die Dinger als Kind einfach panisch rausgezogen und die Stelle ausgesaugt.

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#4

RE: Vorgehen Bienenstich

in Allgemeines zur Homöopathie 27.06.2014 21:28
von ilse • Administratorin | 2.705 Beiträge | 11447 Punkte

Also bei einem Wespen/Bienen/Hummelstich im Mund würde ich sofort Apis einwerfen, egal welche Potenz grade da ist, und schnellstens zum Arzt fahren.

Bei Allergie, anaphylaktischem Schock: Meist haben die ja ihr Notfallset dabei. Wenn nicht: Notarzt. Bis man den erreicht, kann man theoretisch einen hom. Versuch machen - wenn man das Mittel und das Rep. parat hat ... denn da nimmt man besser die individuellen Symptome.
LG ilse


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