Das ist ein ganz heikles Thema. Um verschreiben zu dürfen muss man Arzt sein. Und vom Arzt verschrieben kostet mehr. Abgesehen davon: Ich hatte mal beim Arzt angefragt, ob er auch homöopathisch behandelt - "ja, natürlich". Ich: Haben Sie eine hom. Ausbildung? "Ja, ich habe 4 Wochenendseminare gemacht und in der Klinik einen Grundkurs."
So hört sich das bei vielen Ärzten an, nach dem Motto "warum soll ich das nicht noch mitnehmen."
Außerdem gehen viele Leute ja gerade deshalb zum Hom. weil sie mit der SM nichts zu tun haben wollen (schlechte Erfahrungen gemacht z. B. und mit Hom. sehr gute Erfahrungen). Und ein weiterer Faktor: beim Arzt fühlt man sich leicht "entmündigt", geht mir jedenfalls so. Wenn man fragt, warum gerade dieses Medikament, kommt ein erstaunter Blick und meist eine knappe Antwort - "da müssen Sie sich keine Gedanken drum machen, das ist eine bewährte Arznei ." Da schwingt gern auch mal mit, dass die Patienten nur unnötig verunsichert werden, wenn sie den Beipackzettel lesen, weil sie ja sowieso null Ahnung haben.
Wie bist du eigentlich auf den Gedanken gekommen? Schlechte Erfahrung mit HP oder dass Patienten die Hom. ernster nehmen, sich genauer an die Anweisungen halten, wenn vom Arzt verordnet?
LG ilse