#1

20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 26.01.2010 11:41
von Kräuterhexe (gelöscht)
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Hallo,

eigentlich wollte ich mich spätestens dieses Jahr in qualifizierte homöopathische Behandlung begeben.
Aber jetzt habe ich doch Zweifel, ob das so gut ist?
Ich nehme seit ca. 20 Jahren Cortison (lokal) wegen Asthma.
Chronisch obstruktive Bronchitis hatte ich schon als Kind/Jugendliche. Dazu noch chronische Sinusitis.
Nachdem ich mich bei meiner Tochter mit Keuchhusten angesteckt hatte, wurde Asthma daraus.

Je mehr ich mich in die Homöopathische Materie (Bücher) reinlese, umso gefährlicher scheint mir die Homöopathie.
Ich möchte jedenfalls alte, inzwischen schön unterdrückte, Krankheitszustände nicht nochmal erleben müssen.


LG Jutta

zuletzt bearbeitet 26.01.2010 11:42 | nach oben springen

#2

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 26.01.2010 15:26
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat von Kräuterhexe
Je mehr ich mich in die Homöopathische Materie (Bücher) reinlese, umso gefährlicher scheint mir die Homöopathie.
Ich möchte jedenfalls alte, inzwischen schön unterdrückte, Krankheitszustände nicht nochmal erleben müssen.



Was meinst Du mit gefährlich? Körperlich gefährliche Zustände?


Omnia mutantur, nihil interit - Alles verändert sich, nichts geht zugrunde

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#3

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 26.01.2010 16:47
von Kräuterhexe (gelöscht)
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Ja, ich meine gefährliche körperliche und seelische Zustände/Erkrankungen.

Ist nach so langer Unterdrückung eine -ungefährdende- Klassisch homöopathische Behandlung/Heilung überhaupt noch sinnvoll/möglich?

... dazu kommt, dass ich ja bei meiner älteren Hündin miterlebt habe, dass sich ihr Zustand eigentlich nur verschlimmert hat.


LG Jutta

zuletzt bearbeitet 26.01.2010 16:54 | nach oben springen

#4

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 26.01.2010 18:11
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Zitat von Kräuterhexe
Je mehr ich mich in die Homöopathische Materie (Bücher) reinlese, umso gefährlicher scheint mir die Homöopathie. Ich möchte jedenfalls alte, inzwischen schön unterdrückte, Krankheitszustände nicht nochmal erleben müssen.



Übespitzt gesagt müsstest Du dann bei der Einnahme von Cortison bleiben.
Das ist dann auf jeden Fall der "vermeindlich" sicherste Weg.
Solltest Du Dich jedoch für den Weg zurück entscheiden zählen aus meiner heutigen Erfahrung folgende Anregungen.

Zunächst müsstest Du einen erfahrenen Praktiker finden.
Am besten jemanden der unter homöopathischer Behandlung Cortison erfolgreich substituiert hat und das bei Asthmatikern. Bestenfalls ein Dr.med auf Abwegen. Der hat dann auch Zugang und Möglichkeit eines schnellen allopathischen Eingriffs in das Geschehen.
Gerade bei Asthma sollte man ausgesprochen vorsichtig sein, weil jede Reaktion durchaus gefährlich sein kann. Gut, es gibt noch alle Notsprays, Zäpfchen etc. auf die man da zugreifen kann. Es muss halt kontrollierbar sein.

Bei richtiger Behandlung wird sich der Weg der Krankheit vom jetzigen Punkt zu dem frühestmöglich ereichbaren Punkt zurückbewegen und dabei das ein oder andere Leiden mehr oder weniger stark wieder aufblühen lassen um es dann für immer zu verabschieden (soviel zur Theorie). Wie weit der Weg zurück vollzogen werden kann kann aus meiner Sicht keiner vorhersagen oder garantieren. Wie lange es dauert kann Dir auch niemand sagen.

Deine Bedenken kann ich absolut verstehen. Da muss jeder für sich selbst abwegen.

LG
Frank


zuletzt bearbeitet 26.01.2010 18:13 | nach oben springen

#5

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 27.01.2010 10:39
von frisbee (gelöscht)
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Ich habe beim Menschen bisher noch keinen behandelt, der über Jahre hinweg Cortison genommen hat. Aber schon ein paar Tiere. Wichtig ist, dass das Cortison niemals von heute auf morgen abgesetzt werden darf. Das ist oft ein Fehler allzu dogmatischer Homöopathen. Cortison ist ein Hormon und ein Hormon darf man nicht plötzlich absetzen, man muss dem Körper Zeit geben hinterher zu kommen. Auch wenn einige Hom. behaupten unter einer Cortisonbehandlung wirkt kein hom. Mittel, so kann ich dies nur bedingt bestätigen. Klar, es verwischt uns einige verwertbare Symptome und die Beurteilung könnte falsch sein, aber in den allermeisten Fällen funktioniert es. Ich setze in solchen Fällen heute gerne LM-Potenzen ein, die kann man sehr gut dosieren und schnell eingreifen, wenn es nicht so läuft und habe die von Dir gefürchteten starken Verschlimmerungen bisher noch nicht erlebt (was natürlich nicht heissen soll, dass es sie nicht gibt). Alte Symptome sind oft aufgetaucht ja, aber die sind dann entweder von alleine verschwunden, oder es brauchte dann noch ein Folge- oder Zwischenmittel.

Alles in Allem: wer sich in die hom. Behandlung begibt, muss damit rechnen (und das ist bis zu einem gewissen Rahmen auch gut und richtig so), dass alte Themen/Erkrankungen wieder auftauchen. Auch wenn das jetzt hart kling: Wer dies scheut, der sollte keine hom. Behandlung eines chron. Zustandes beginnen. Wir haben aber mit der Hom. immer die Möglichkeit, entsprechend entgegen zu steuern, wenn dies notwendig sein sollte. In der Schönheitsindustrie weiss man: wer schön sein will muss leiden.... Nun, man könnte das auch ein wenig von der Hom. behaupten: wer gesund sein will, muss (oder darf) leiden....

Dazu noch eine kleine Anekdote von Vithoulkas: er bekam einen Jungen mit starker Neurodermitis in Behandlung. Bei den Akten lag ein Zettel, auf dem dick und warnend von einem vorbehandelnden Hom. geschrieben wurde: Kein Sulph. geben, da starke Verschlimmerung. Tja...und was gab der gute Vithoulkas, natürlich Sulph.. Ja, es gab eine Verschlimmerung, aber danach war der Junge geheilt, nachdem er jahrelange erfolglose Behandlungsversuche über sich ergehen lassen musste.

LG Marion


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#6

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 27.01.2010 11:45
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hier ist eine Fallbeschreibung, wie Bönninghausen seinen Sohn behandelte, der viele Jahre unter starkem Asthma litt:

http://www.mickler.de/fallbeispiele/asthma-bronchiale.htm

Allerdings war er vermutlich nicht mit Cortison behandelt worden, oder hat man das derzeit schon eingesetzt? Es ist trotzdem interessant, weil er den Verlauf der Behandlung beschreibt, auch eine Erstverschlimmerung.

Ich kenne auch jemanden, dem ich wegen seines chronischen Leidens (nicht Asthma) von der Möglichkeit einer Konstitutionsbehandlung erzählte, wie das so abläuft. Er sagte schließlich, daß er das nicht machen wolle, weil er einige schlimme Zustände nicht nochmal erleben wolle. Mich hat das sehr verwundert, besonders weil díeser gerade ein sehr selbstbestimmter Mensch ist, hätte ich das nicht erwartet, aber auch das muß man akzeptieren.

Mein Sohn sagt übrigens mit einem lachenden und einem weinenden Auge, Homöopath sei ein Deckname, - für Sadist.

Kräuterhexe, vielleicht hülfe es Dir zur Entscheidungsfindung, wenn Du mit anderen Asthmatikern, die eine homöopathische Behandlung machten, einen Austausch finden könntest. Vielleicht mal in Asthmaforen herumhorchen.


Omnia mutantur, nihil interit - Alles verändert sich, nichts geht zugrunde

zuletzt bearbeitet 27.01.2010 11:45 | nach oben springen

#7

RE: 20 Jahre Cortison ... wäre eine homöopathische Behandlung zu gefährlich?

in Allgemeines zur Homöopathie 09.02.2010 00:32
von Kräuterhexe (gelöscht)
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Danke Euch!

Und Entschuldigung, dass ich erst so spät antworte; ich war/bin krank.
Keine Ahnung, ob es an einem Medikamentenwechsel liegt, oder ob es ein Infekt ist, - eitrige Nasennebenhöhlenentzündung und beginnende Bronchitis.

Ich denke, es kann ja nicht verkehrt sein, mich erstmal nach einem Homöopathen oder Homöopathin umzuschauen?

Liebe Wolfi,
Dein Link ist sehr interessant.
Phosphorus - habe ich meiner älteren Tochter(25) einmal gegeben, weil sie schon fast auf dem gleichem Weg war, wie ich,
aus jeder Erkältung wurde eine Bronchitis, spastischer Husten, Antibiotikabehandlungen in immer kürzeren Abständen.
Früher hat sie jede Erkältung mitgenommen und seit Phosphorus ist sie die Einzige, die gesund bleibt, wenn alles um sie rum verschnupft ist.

Kennst Du Thomas Mickler oder kannst ihn empfehlen? Mülheim wäre mich mich ja nicht zu weit weg.


LG Jutta

zuletzt bearbeitet 09.02.2010 00:33 | nach oben springen


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