#1

Hauptsymptom

in Allgemeines zur Homöopathie 28.11.2008 19:34
von Ulla | 200 Beiträge | 208 Punkte

Ich könnte eure Hilfe brauchen ...

Mir ist schon klar, dass ein "Hauptsymptom" dasjenige ist, das dem Patienten am meisten zu schaffen macht und weswegen er in erster Linie zu uns kommt.

Wie aber geht man vor, wenn es zwei, drei solcher "Hauptsymptome" zu geben scheint?

Beispiel:

Patientin berichtet über einen kürzlich zum ersten Mal aufgetretenen Angina-pectoris-Anfall. Das belastet und ängstigt sie schon sehr. Aber ...

... genauso machen ihr z.B. rezidivierende Bronchitiden aufgrund von Brochiektasen zu schaffen ...

... und dass sie bei bestimmten Gelegenheiten (Husten, Lachen) einen unfreiwilligen Harnabgang hat, findet sie doch sehr lästig, vor allem wenn es in der Öffentlichkeit passiert....

... von ihrer Psoriasis, die seit einiger Zeit schrecklich "blüht und gedeiht" mal ganz zu schweigen.

Das sind jetzt zwar an den Haaren herbei gezogene Symtome, aber ich wüsste im Moment nicht, wo ich wie anfangen sollte, wenn sie mir sagt, sie findet alles ganz schrecklich und am besten soll alles gleich wieder verschwinden. ( Na gut, was ich ihr zur Psoriasis sagen würde, wüsste ich schon )

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein bisschen auf die Sprünge helfen könntet.

______________________________________
Lieber Gruß Brigitte

In Antwort auf:
Liebe Brigitte,

wofür ist denn die Bestimmung eines "Hauptsymptoms" überhaupt wichtig? Warum nicht nach einem Mittel suchen, das alle wichtigen Symptome der Patientin abdeckt?
Irgendwie verstehe ich, glaube ich, Deine Frage nicht.

P.S.:
Den Zahn, daß alles blitzartig und gleichzeitig verschwindet, muß man der Frau sowieso ziehen.

Liebe Grüße,
Thomas



In Antwort auf:
Wobei ich meine, dass die Heilung von innen nach außen erfolgen muss, also würde ich der Patientin schon mal erklären, dass die Hauptprobleme wohl zuletzt weggehen werden. Oder?
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LG Christa



In Antwort auf:
Liebe Christa,


Zitat:

remeark schrieb am 19.08.2008 23:19 Uhr:
Wobei ich meine, dass die Heilung von innen nach außen erfolgen muss, also würde ich der Patientin schon mal erklären, dass die Hauptprobleme wohl zuletzt weggehen werden. Oder?




Das ist grundsätzlich richtig, aber die Psoriasis ist kein rein lokales Hautsymptom wie andere Flechten oder Ekzeme, sondern eine schwere systemische Erkrankung.

Liebe Grüße,
Thomas



In Antwort auf:
Hallo Heidjerin,

für den Patienten scheinen gewisse Dinge wichtig zu sein, die sollten natürlich im Mittel schon drin sein, wenn aber seine Gemütssymptomatik, z. B. Ängste so deutlich zu Tage treten und er äußert, er war vorher nicht so, dann kann unter Umständen diese Gemütssymptomatik zum Hauptsymptom werden und das Mittel sollte dann beide Bereiche abdecken! In Deinem Beispiel würde ich sofort an Schleimhautbeschwerden denken, aber eine Angina pectoris ist natürlich schon etwas heikel, da vom Organ her ein Herz nur einmal im Körper vorhanden ist und wenn es den falschen Weg geht, dann wird es schwierig!
Die Zusammenhänge kann man vielleicht erkennen, aber manchmal eben auch nicht! Hier spielt die Chronik der Erkrankungen eine Rolle, wie begann alles, was weiß der Patient noch usw.
Man muß den roten Faden finden, der sich durchzieht, was sind die Fakten, was ist verläßlich, was ist besonders, was gehört zur Erkrankung und was nicht (das ist für meine Begriffe sehr wichtig).

Ich will damit sagen, weswegen der Patient kommt muß nicht unbedingt das Hauptsymptom sein, sollte aber schon beachtet werden.


Liebe Grüße

Nicole



In Antwort auf:
Hallo, Brigitte,
Hauptbeschwerde sind die Symptome, die jetzt im Vordergrund stehen. Im Akutfall ist das ganz logisch und einfach: eine Zerrung mit stechenden Schmerzen, seither Hitze im Kopf, reizbares Gemüt, nur als Beispiel.

Bei chronischen Erkrankungen kommst du nur über die Chronologie weiter. Und dann wird sortiert. Denn über die wahllose Verwendung aller Beschwerden eines ganzen Lebens kommst du nicht weiter. Es sei denn bei einem Kind, weil das noch keine lange KH-Geschichte hat.

Ich versuch's mal an deinem Beispiel:
Die Angina pectoris. Ist die noch nie vorher aufgetreten oder gab es sie vorher schon mal? Im Zusammenhang mit einem früheren Psoriasis-Schub oder einer Bronchitis?

Ist die Psoriasis seit der Angina-Anfälle schlechter oder besser geworden?

Ist die Psoriasis bei (vor, nach) den rezidivierenden Bronchitiden jeweils besser oder schlechter geworden?

Hat sich mit der Angina an der Allgemein/Begleitsymptomatik etwas verändert? Z. B. seither hitzig, starker Kopfschweiß, Weinerlichkeit, bei den Psoriasisschüben bisher dagegen immer verfroren, reizbar. Die pathognomonischen Symptome, die zu einer Angina immer gehören, werden natürlich aussortiert.

Oder ist die Allgemein/Begleitsymptomatik immer gleich geblieben - egal ob Psoriasis-Schub, Bronchitis oder Angina?
War z. B. die Schwäche des Blasensphinkters schon immer vorhanden? Tritt sie jeweils bei einer der Beschwerden auf oder bei allen oder besteht sie immer schon?

So kannst du nämlich erkennen, ob es sich bei den Beschwerden um 1 Krankheit handelt, die sich mal hier, mal da manifestiert, oder um mehrere Krankheiten, die sich abwechseln.

Nehmen wir an, die Angina ist erstmals aufgetreten, die Begleitsymptomatik ist ganz anders als bei Psoriasis-Schüben - also z. B. seitdem viel Schweiß, Kopfschmerzen, Weinerlichkeit, während sie bei den Psoriasis-Schüben immer verfroren und reizbar war -
dann ist die Angina eine neue separate KH und wird in den Vordergrund gestellt.

Hatte sie dagegen schon früher solche Anfälle und/oder die Begleit/Allgemeinsymptomatik war dieselbe wie bei Psoriasis-Schüben, dann ist sie lediglich Ausdruck ein und derselben Krankheit, nur an einem anderen Organ. Folglich steht die Psoriasis im Vordergrund, weil sie schon vorher da war.
LG ilse



In Antwort auf:
Erst einmal herzlichen Dank für eure Antworten. Dass ich so schnell so viele Antworten bekomme ... Klasse

Die von mir gewählten Symptome waren ja nur von mir ausgedacht, weil ich mir Gedanken gemacht habe, wie man in solchen Fällen vorgeht.

Aber spinnen wir die Geschichte mal weiter ...

Angenommen

- die Patientin hätte die Psoriasis schon seit der Kindheit und wurde oft mit Cortison behandelt
- die Harninkontinenz begann in den Wechseljahren, was ja häufiger vorkommt
- die Angina pectoris trat nach der Menopause zum ersten Mal bei körperlicher Anstrengung auf

Wie wäre dann die Vorgehensweise? Versuchen, ein Mittel zu finden, dass das alles abdeckt? (was natürlich optimal wäre). Und wenn man keines findet, mit den Herzbeschwerden anfangen? Oder mit der Psoriasis als Systemerkrankung?

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich hier weiter auf den richtigen Weg bringen würdet
______________________________________
Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Hallo,

ich verfolge den Thread auch mal mit Spannung.
Kenne einen "Fall" (nicht konstruiert), da gibt es auch chron. Hypertonie, rezidivierende Blasenentzündungen u. eine Neurodermitis, die in Minimalform sicher seit Kindheit besteht, aber letztes Jahr zum ersten Mal heftigst (ganzer Körper) ausgebrochen ist. Patientin wurde schon über Jahre hom. behandelt. Weder Hypertonie noch Blasenentzündungen wirklich gebessert u. wie gesagt dann katastrophaler Ausbruch der ND.
Zu diesem Zeitpunkt hätte die Patientin selbst mit Sicherheit ihre ND als Hauptsymptom in die Praxis gebracht u. auch hier am meisten Linderung benötigt.

Liebe Grüße, Birgit


In Antwort auf:
Hmm, ich würde hier frei nach Hahnemann auf eine Psora als zugrundeliegendes miasmatisches Leiden schließen:
Hauterkrankung, die unterdrückt wurde und infolgedessen einen Rattenschwanz an Symptomen nach sich zog und zieht...
demzufolge würde ich erst unter den psorischen Mitteln suchen, ob da eins ist, das die Symptome abdeckt...
und Ilses Anregungen beachten!



In Antwort auf:
Ich würde erst mal klären, ob es 1 Krankheit ist, siehe oben. Und zwar sowohl unter homöopathischen Gesichtspunkten als auch unter medizinischen. Psoriasis kann langfristig nämlich auch Auswirkungen aufs Herz haben. Denn Begleiterscheinungen wie Hypertonie, Störungen im Fettstoffwechsel usw. begünstigen Herzerkrankungen.

Wenn nicht, würde ich die Herzbeschwerden und die Sphinkterschwäche als jetzige Hauptbeschwerde ansehen, denn die wären dann ja im Zusammenhang mit der hormonellen Umstellung entstanden.

Diese Überlegungen zur Hauptbeschwerde bedeuten nicht, dass du die Psoriasis ganz außer Acht lässt. Sie sind für die Behandlungsstrategie ausschlaggebend. Denn du musst dir vor der Verordnung ja darüber im Klaren sein, was sich nach der Mittelgabe als Allererstes bessern muss.
LG ilse



In Antwort auf:
Ich überlege grade, ob da nicht irgendwas durcheinandergeht - nämlich Hauptbeschwerde und Hauptsymptome?


In Antwort auf:
Zitat:

ilse schrieb am 20.08.2008 14:49 Uhr:
Psoriasis kann langfristig nämlich auch Auswirkungen aufs Herz haben. Denn Begleiterscheinungen wie Hypertonie, Störungen im Fettstoffwechsel usw. begünstigen Herzerkrankungen.




Wie kommst du denn darauf?? Psoriasis ist eine Hauterkrankung mit übermäßiger Schuppenbildung/Proliferation der Epidermis; es sei denn, du meinst die Psoriasis-Arthritis, aber die befällt imho "nur" die Gelenke und macht nichts im Stoffwechsel, zumindest nicht so, wie du es schilderst...


In Antwort auf:
Noch einmal danke euch für euer Interesse und eure Antworten


Zitat:

ilse schrieb am 20.08.2008 12:07 Uhr:

Bei chronischen Erkrankungen kommst du nur über die Chronologie weiter. Und dann wird sortiert. Denn über die wahllose Verwendung aller Beschwerden eines ganzen Lebens kommst du nicht weiter.

LG ilse




Ich werde mir heut abend mal für die einzelnen Beschwerden Nebensymptome ausdenken und repertorisieren. Bin schon gespannt, was dabei rauskommt.

Wenn ich damit fertig bin, schreibe ich mal, wie ich vorgegangen bin und ich würde mich freuen, wenn ihr mir sagt, ob ich dabei richtig vorgegangen bin.


Zitat:

Ich überlege grade, ob da nicht irgendwas durcheinandergeht - nämlich Hauptbeschwerde und Hauptsymptome?
LG ilse




Hilfe ... Magst du mir noch verraten, worin da der Unterschied liegt?





______________________________________
Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Hallo, Cara,
schau mal hier http://www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Arch...229_Artikel.htm
LG ilse


In Antwort auf:
Hallo, Birgit,
Re Durcheinandergehen Hauptbeschwerde - Hauptsymptom.

Das schoss mir grade so durch den Kopf ... du hattest ursprünglich "Hauptsymptome" geschrieben und Angina Pectoris und Psoriasis genannt. Aber die Krankheitsnamen sind ja keine Symptome im homöopathischen Sinn.

Das Hauptsymptom ist das hochrangigste individuelle Symptom, das im Zusammenhang mit der als Hauptbeschwerde erkannten Störung aufgetreten ist. Bei der Bestimmung des Hauptsymptoms geht es also um Hierarchisierung.
Bei der Bestimmung der Hauptbeschwerde geht es um die Krankheitserkenntnis = was das zu Heilende ist.

Ist das jetzt klarer oder muss ich Lycopodium wegen zu viel Geschwafel einwerfen?
LG ilse


In Antwort auf:
Zitat:

ilse schrieb am 20.08.2008 20:48 Uhr:
Hallo, Birgit,
Re Durcheinandergehen Hauptbeschwerde - Hauptsymptom.

Das schoss mir grade so durch den Kopf ... du hattest ursprünglich "Hauptsymptome" geschrieben und Angina Pectoris und Psoriasis genannt. Aber die Krankheitsnamen sind ja keine Symptome im homöopathischen Sinn.

Das Hauptsymptom ist das hochrangigste individuelle Symptom, das im Zusammenhang mit der als Hauptbeschwerde erkannten Störung aufgetreten ist. Bei der Bestimmung des Hauptsymptoms geht es also um Hierarchisierung.
Bei der Bestimmung der Hauptbeschwerde geht es um die Krankheitserkenntnis = was das zu Heilende ist.

Ist das jetzt klarer oder muss ich Lycopodium wegen zu viel Geschwafel einwerfen?
LG ilse




Ilse ... ... lass das Lycopodium weg

Ich bin doch froh, wenn ihr mir bei den aufkommenden Fragen weiterhelft. Und ... ja, es ist mir nun einiges klarer geworden.

Leider bin ich heut Abend zu geschafft vom Tag, um mich noch an´s Reppen zu machen. Aber morgen versuche ich es auf jeden Fall und bin schon gespannt, ob das was dabei rauskommt der richtige Weg ist.

Für heut erst mal euch allen eine gute Nacht und danke für eure Hilfe
______________________________________
Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Zitat:

ilse schrieb am 20.08.2008 20:13 Uhr:
Hallo, Cara,
schau mal hier http://www.aerztlichepraxis.de/rw_4_Arch...229_Artikel.htm
LG ilse




Donnerwetter! Das ist sehr interessant, dankeschön.

LG,
Cara


In Antwort auf:
Heute hatte ich nun endlich mal Zeit, um in Ruhe meinen fiktiven "Fall" zu repertorisieren.

Ich habe die anfangs genannten Symptome zugrunde gelegt, hab mir noch ein bisschen was dazu ausgedacht und habe tatsächlich ein durchgängiges Mittel gefunden, dass durch die Materia medica auch bestätigt wurde.

Und nun die Frage aller Fragen ... ... wie sollte ich anfangen? C-Potenzen? LM-Potenzen? Rein gefühlsmäßig würde ich zur LM tendieren. Wäre das richtig?
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Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Nun, das kommt ganz auf den Patienten an. Also auf seine Konstitution. Ist er stabil und kräftig ist die C30 sicherlich eine gute Anfangspotenz um eine Reaktion zu provozieren. Bei älteren Menschen bzw. schwachen Patienten ist eine LM zu bevorzugen.

LG
Frank


In Antwort auf:
Und bei der C 30 wäre die Gefahr einer Erstverschlimmerung, insbesondere im Hinblick auf Angina pectoris nicht zu befürchten? Also, dass sie mir aus einer stabilen in eine instabile rutscht? *bibber*
______________________________________
Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Brigitte, keine Eigenbehandlung,...ok !

Passieren kann ALLES, man muss halt nur wissen darauf passend zu reagieren. Wenn nicht, lass die Finger davon.

LG
Frank



In Antwort auf:
Hey Frank keine Sorge, das soll weder eine Eigenbehandlung noch eine an einer anderen Person werden .

Für meine eigenen Wehwehchen haben ich seit Jahren eine sehr gute Homöopathin und an andere Menschen mit so einer Symptomatik würde ich mich noch längst nicht rantrauen, abgesehen davon, dass ich es auch noch gar nicht dürfte! Und ich werd einen Teufel tun, Menschen mit meiner noch reichlichen Unwissenheit zu schaden.

Nein, es ist nur so, dass ich mir natürlich langsam Gedanken mache "Wie würde ich diesen oder jeden Fall behandeln können/müssen. Und da nutze ich natürlich jeden Homöopath "schamlos" aus, der mir mit seinen Erfahrungen weiterhelfen kann . Denn bei einem so "gemischten" Fall hatte ich wirklich keine Ahnung, wie ich da rangehen sollte. Umso mehr hat es mich gewundert, dass tatsächlich ein Mittel dabei herauskam, dass alles abdeckte. Aber ok, das mag natürlich bei einem realen Fall schon wieder ganz anders aussehen .

Ich sag euch allen noch einmal herzlichen Dank. Die Ausarbeitung nach euren Angaben hat Spaß gemacht und war lehrreich für mich.


______________________________________
Lieber Gruß Brigitte



In Antwort auf:
Zitat:

Heidjerin schrieb am 22.08.2008 22:16 Uhr:
Und bei der C 30 wäre die Gefahr einer Erstverschlimmerung, insbesondere im Hinblick auf Angina pectoris nicht zu befürchten? Also, dass sie mir aus einer stabilen in eine instabile rutscht? *bibber*




Das kann man so allgemein nicht sagen. Wie Frank schon schrieb, es hängt auch von der allgemeinen Lebenskraft ab, weniger vom klinischen Namen der Erkrankung. Und es ist auch die Frage, was der Behandler gut kennt, womit er Erfahrungen hat und was er bevorzugt. Kent z.B., der die 6. Auflage des Organon noch nicht kannte und gar nicht wußte, was LM-Potenzen sind, arbeitete nur mit C-Potenzen und heilte seine Fälle auch. Vithoulkas und Morrison, m.W. auch Sankaran, arbeiten m.W. auch mit C-Potenzen, während Luc de Schepper die LM-Potenzen bevorzugt. Erfolge kann man mit allen Potenzen haben. Man kann im Notfall bei schwacher Lebenskraft auch mit einer verklepperten C 6 einsteigen. Ich selbst arbeite z.B. nur mit C-Potenzen und gar nicht mit LM, weil ich bei meinen Hauptpatienten, den Vögeln, die LM-Potenzen nicht wirksam fand. Und soweit ich (z. B. in der Familie) Menschen homöopathisch therapiere, verwende ich auch nur C-Potenzen. Ich habe ca. 300 Mittel in verschiedenen C-Potenzen (von C 6 bis C LM), und kann mir unmöglich so einen Vorrat auch in den verschiedenen LM-Potenzen zulegen. Die angebliche Gefahr schwerwiegender Erstverschlimmerungen bei C-Potenzen wird m.E. auch von den LM-Potenzlern wie Luc de Schepper gnadenlos übertrieben. Ich habe in meiner Praxis bisher nur ein einziges Mal eine sehr heftige Erstverschlimmerung gesehen, als ich bei einem schon stark geschwächten Hahn eine Pulsatilla C 200 verordnete, was er leider nicht überlebt hat. Vögel vertragen und benötigen im Vergleich zwar höhere Potenzen als Menschen, aber in diesem Falle wäre wahrscheinlich höchstens eine C 30 angezeigt gewesen. Meine "Standardpotenz" für Normalfälle ist C 200 oder C 1000, und damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Meine Reiseapotheke mit ca. 300 Mitteln enthält (abgesehen von Okoubaka D 1 und Crotalus horridus D 12) auch nur C 200-Potenzen.

Liebe Grüße,
Thomas



In Antwort auf:
Ja, die Potenzen .... das ist für mich noch ein sehr schwer abzuschätzendes Thema. Meine Homöopathin z.B. arbeitet nur mit D- und LM-Potenzen.

Und wenn ich mir Kasuistiken durchlese, steht da ja oft auch die Potenz dabei, aber ein "Schema" habe ich daraus oft nicht erkennen können bzw. gibt es ja wohl ein solches auch gar nicht, weil jeder seine "Vorlieben" bzw. Erfahrungen hat.

Für einen Anfänger ist es halt schwer
______________________________________
Lieber Gruß Brigitte

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