#1

Heute gelesen

in Allgemeines zur Homöopathie 25.03.2010 19:24
von frisbee (gelöscht)
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Hallo ihr Lieben,
heute wurde erstmals eine kostenlose Zeitschrift bezüglich Gesundheit im Taunus ausgelegt, habe ich mir gleich angesehen. Dabei ist mir ein Artikel einer Hom. hier aus dem Taunus aufgefallen, der mich mehr als verwundert hat.
Sie gab ein paar Notfallmittel an und ihre Anwendung. Unter "Antidot" schrieb sie, dass hom. Arzneimittel Schwingungen enthalten und dass Kaffe, ätherische Öle usw. KEIN Problem für die Behandlung sei. Unter "Aufbewahrung" wurde angegeben, dass Elektrostrahlen, Hitze, Kälte usw. ebenfalls KEIN Problem darstellen, man soll sie nur vor Kindern sicher aufbewahren. Ich dachte erst, dass das ein Druckfehler sei, aber offensichtlich meinte die das völlig ernst.....
Da stellt sich mir die Frage, wie die so etwas behaupten kann. Ich habe schon sehr oft eine Antidotierung aufgrund o.g. Substanzen erlebt, bzw. haben die Mittel erst gewirkt, wenn die weggelassen wurden. Sehr seltsam.....

LG Marion


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#2

RE: Heute gelesen

in Allgemeines zur Homöopathie 25.03.2010 22:15
von Old bear • Administrator | 650 Beiträge | 650 Punkte

Liebe Marion,
ich bin mir nicht sicher, ob diese Frau nicht doch Recht hat und ob nicht allzuviel ängstlicher Hokuspokus um Antidotierungen gemacht wird. Kaffee trinke ich (in voller Übereinstimmung mit Dorsci: "Ich lasse mir als Wiener doch meinen Kaffee nicht verbieten") auch dann, wenn ich homöopathische Mittel einnehme, und ich habe noch keine Antidotierung beobachten können. Zu Strahlen und elektrischen Schwingungen siehe den Therad von Gabaki. Meine Lehrerin Rosina Sonnenschmidt vertritt die Auffassung, daß ein wirklich gut gewähltes Simillimum nicht so leicht antidotiert wird ("Da könnte man ja die Mittel in der Pfeife rauchen, wenn sie sich nicht gegen eine lumpige Tasse Kaffee durchsetzen können"). Sicherlich sollte man Campher meiden, weil Camphora ja fast alles antidotiert, und ich persönlich meide auch andere starke ätherische Öle wie Menthol oder Eukalyptus. Das war es aber dann auch schon. Auch bei der "eisernen Regel", daß man Homöopathika nicht mit Metall in Berührung bringen darf, habe ich unterdessen meine Zweifel. Ich habe homöopathische Mittel verordnet, die die Tiere über Futter und Trinkwasser (aus Metallnäpfen) aufgenommen haben, und es hat auch gewirkt. Ich glaube also, daß übergroße Ängstlichkeit in Bezug auf Störungen und Antidotierungen nicht angebracht ist. Ein Homöopath schreibt solche Warnungen vom anderen ab, und niemand unternimmt systematische Versuche. Vielleicht sollte man mal eine große Umfrage unter Homöopathen zu diesem Thema veranstalten, das wäre eine gute Doktorarbeit.
Liebe Grüße,
Thomas


Thomas B., Tierheilpraktiker und Klassischer Homöopath
"Manchen Menschen verbietet ihre gute Erziehung, mit vollem Munde zu reden; aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun" (Oskar Wilde)

zuletzt bearbeitet 06.04.2010 23:02 | nach oben springen

#3

RE: Heute gelesen

in Allgemeines zur Homöopathie 26.03.2010 07:25
von frisbee (gelöscht)
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Hm...naja... es gibt sowohl belegte Fälle als auch meine eigenen Erfahrungen. Ich bin auch niemand, der auf jeden Tropfen Kaffee verzichten lässt oder übervorsichtig und ängstlich mit gewissen Dingen umgeht. Ich finde aber, dass man das so lapidar, wie sie das gemacht hat, nicht abtun kann.
U.A. gab ich ein Mittel bei einem Pferd, welches nicht anschlug, war mir aber sehr sicher. Dann erfuhr ich nebenbei, dass dem Pferd regelmässig die Beine mit campherhaltiger Lotion eingerieben wurden. Als das unterlassen wurde, wirkte nach Wiederholung auch mein Mittel.
Eine Freundin erzählte mir neulich, dass sie nur sehr selten Kaffee trinkt. Sie bekam ein Mittel, trank eine Tasse Kaffee und die Wirkung hörte schlagartig auf. Sie wiederholte das Mittel, es wirkte, trank nach einiger Zeit erneut eine Tasse Kaffee und das gleiche Spielchen wieder.
Eine Pat. gab ihrem Hund das genannte Mittel aus ihrer Apotheke, wirkungslos. Ich gab ihr aus meiner Apotheke und es wirkte. Sie hatte das Mittel dauerhaft im Auto liegen.
Ich könnte die Liste noch endlos weiterführen.

Im Bezug auf Kaffee: ich denke es kommt auch darauf an, wie viel und wie oft jemand trinkt. Bei o.g. Pat. war der Kaffeekonsum nur sporadisch, ich denke, das war der Grund.
Ich sage auch nicht, dass man grundsätzlich keinen Kaffee trinken darf, oder dass Mittel grundsätzlich durch Flugzeugstrahlen kaputt gemacht werden, aber diese Gefahr als Grundsatz abzulehnen, halte ich für nicht haltbar und bedenklich.

LG Marion


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