#1

Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 13.05.2013 01:24
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hallo allerseits,

ich bin immer noch am Überlegen, mir vor Ort einen Therapeuten zu suchen, und ich weiß einfach nicht, nach welchen Kriterien ich entscheiden soll.

Ich weiß jetzt von zweien, die eine sehr nett und menschlich käme ich mit ihr sicherlich sehr gut klar. Aber sie hatte jemandem Lyc. verschrieben und als Akutmittel gleich Nat mur mitgegeben. Ich verstehe die Verordnung nicht, und möchte, und brauche wohl auch, aber jemanden, wo ich recht sicher bin, daß er auch sinnvoll vorgeht. Andererseits ist sie in Akutfällen wenigstens halbwegs gut zu erreichen. Nicht perfekt, aber halbwegs geht das.

Dann noch einen, der offensichtlich sehr gut ist, was die Homöopathie angeht. Von der konstitutionellen Behandlung her gesehen, würde ich mich bei diesem sehr gut aufgehoben fühlen. Bei ihm ist mein Sohn, so daß ich das wirklich gut mitbekomme. Was mir nicht gefällt, daß er in Akutfällen schlecht zu erreichen ist, und manchmal kann man einfach nicht Stunden auf einen Rückruf warten (das war tagsüber), und wenn man ihn dann an die Strippe bekommt, löst er den Fall möglicherweise nicht, und bestellt einen ein. Wir hatten da einen Akutfall (nicht das mit der tauben Zunge, falls sich noch jemand erinnert), den hat schließlich meine H. am Telefon gelöst, innerhalb einer Minute. Aber sie ist eben so weit weg.

Die sind beide Ärzte. Mir wäre ein Arzt an sich lieber, weil der alles behandeln darf. Dann habe ich noch von einem Heilpraktiker gelesen, den ich ganz gut fand. Er kennt sich auch gut in Notfall-Homöopathie aus, hat da auch irgendeine Notfallhotline mitaufgebaut oder sowas. Mir ist die generelle Ansprechbarkeit in Notfällen an sich schon auch wichtig. Wie der in der Behandlung von chronischen Fällen ist, weiß ich allerdings nicht.

Kennt hier jemand einen Therapeuten im Raum München, den er empfehlen kann? Und zwar für schulmedizinisch gesehen richtig Kranke, der auch in Akutfällen an sich mal ansprechbar ist. Ich spreche nicht von nachts und so, sondern halt zu normalen Zeiten wenigstens.

Oder ich müßte mich nun echt mal aufraffen, und die lange Fahrt zu meiner H. auf mich nehmen.

MIr geht's gut zur Zeit, ich habe das Carc in höherer Potenz wiederholt. Aber irgendwann steht ein Mittelwechsel an, oder es kommt was Akutes. Ich brauche einfach einen Ansprechpartner.

Wie würdet Ihr denn da in der Auswahl vorgehen. Try and Error möchte ich jedenfalls nicht machen. Was das Homöopathische angeht, muß er auf jeden Fall gut sein.


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#2

RE: Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 15.05.2013 20:59
von ilse • Administratorin | 2.705 Beiträge | 11447 Punkte

Hallo, Wolfi,
in der Münchner Region gibt es ja massenhaft Homöopathen ... auf die Schnelle fällt mir nur Kirsten Hill in 85635 Siegertsbrunn ein, wahrscheinlich kann sie dir auch jemanden empfehlen, der noch näher dran ist. Sie gibt die HK Konkret heraus und kennt Hinz und Kunz.

Wenn es denn ein Arzt sein soll, guck mal hier: http://www.hahnemann-gesellschaft.de/aer...te-a-z/j-bis-r/

Aber du wirst auch bei Ärzten nicht immer sofort eine Akutbehandlung kriegen und viele Homöopathen können von der Hom. allein nicht leben und haben deshalb noch einen "Nebenberuf".
LG ilse

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#3

RE: Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 16.05.2013 12:19
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat von ilse im Beitrag #2


Aber du wirst auch bei Ärzten nicht immer sofort eine Akutbehandlung kriegen und viele Homöopathen können von der Hom. allein nicht leben und haben deshalb noch einen "Nebenberuf".
LG ilse


Hallo Ilse,

mal ganz ernsthaft gefragt, ist das wirklich sowas Besonderes, daß man zu den normalen Sprechzeiten zeitnah eine Antwort bekommt? Ich war vor Jahren mit meinem Sohn in Hamburg bei einer homöopathischen Ärztin, da kam während der Anamnese ein Anruf, und es war keine Sprechstundenhilfe da. Die Therapeutin hat sich entschuldigt und hat abgenommen. Sie sagte, das ginge einfach wesentlich problemloser, als wenn sie, bei laufender Anamnese, erst danach zurückruft. Wegen mir hätte sie sich nicht entschuldigen müssen, ich fand das Vorgehen gut, hätte ja außerdem auch ein Notfall sein können. War es nicht, ging wenige Minuten und hatte die Anamnese überhaupt nicht gestört, fand ich.

Auch meine Homöopathin hat uns noch nie 'im Stich' gelassen. Zu den üblichen Sprechzeiten wird auch abgenommen, und wenn sie selber im Moment nicht sprechbar ist, dann wird doch zeitnah zurückgerufen. Manchmal auch von der Sprechstundenhilfe, die den Akutfall aufgenommen hatte und jetzt das Mittel übermittelt. Die hat allerdings selber auch richtig Ahnung von Homöopathie, fragt also die relevanten Dinge ab. Manchmal kommen vor der Mittelwal auch noch irgendwelche Rückfragen.

Ist man echt verwöhnt, wenn man so ein Vorgehen haben möchte? Auch wenn ein Homöopath hauptberuflich oder nebenberuflich was anderes macht, wenn er aber Sprechzeiten hat, ja doch, dann erwarte ich irgendwie schon, daß er dann auch - irgendwie zu diesen Zeiten erreichbar ist. Unsere Tierhomöopathin z.B., die hat keine konkreten Sprechzeiten. Aber sie ruft auch irgendwie zeitnah zurück, ging auch mal 2 Std., aber kam mir so vor wie: Sobald sie kann. Und nicht gemäß eines von mir so empfundenen "erzieherischen Zeitkorsetts".

Ich favorisiere an sich den Arzt, bei dem vor Ort jetzt mein Sohn ist, einfach weil er nach meinem Dafürhalten, wie ich das so mitbekomme, von der Homöopathie her gesehen 'gut' ist. Was mir halt gar nicht gefällt, wenn man zu den Sprechzeiten anruft, spricht man auf den AB oder hat eine Sprechstundenhilfe d'ran (die hom. überhaupt keine Ahnung zu haben scheint), und wird Stunden später oder erst am nächsten Tag zurückgerufen, je nachdem, wann 'Telefonsprechstunde' ist, so habe ich die Zeitwahl wenigstens verstanden. Immerhin kostet die Erstanamnese bei ihm rund 350 Ohren, jeder Termin bislang um die 150 und eine kurze Telefonauskunft rund 50. Nicht, daß es mir das nicht wert wäre, ich will nur damit sagen, daß er es ja nun auch nicht ummesonst tun soll/muß. Die Hamburgerin z.B. berechnete für eine Telefeonauskunft (die auch nicht kürzer war damals) um die 10 Euro.

Ich kann's nicht ändern, wie es jeder handhabt, und will das ja wirklich auch niemandem "vorschreiben", wie er es zu machen hat. Ich bin aber deshalb so unsicher, was ich denn tun soll. Ich tendierte ja schon zu diesem Arzt, aber jetzt, wo ich das oben wieder geschrieben habe, weiß ich wieder nicht. Ich frage mich, ob ich da wirklich diese Abstriche machen sollte, wenn mich dieser Punkt doch so sehr stört.

Vielen Dank, Ilse, für den Tip mit Kirsten Hill. Vielleicht rufe ich bei ihr einfach mal an. Kennst Du sie zufällig auch persönlich?

Auf jeden Fall möchte ich mich halt jetzt schon mal zu was entscheiden. Und zwar am besten wie Karl Kraus sagt: Wenn Du Dich zwischen zwei Dingen nicht entscheiden kannst, entscheide Dich einfach für das Richtige. :-)))

LG, Wolfi


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zuletzt bearbeitet 16.05.2013 19:11 | nach oben springen

#4

RE: Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 16.05.2013 20:54
von ilse • Administratorin | 2.705 Beiträge | 11447 Punkte

Jo, ruf Kirsten ruhig an, die ist nett. Persönlich getroffen habe ich sie zwar noch nicht, aber sie hat mal im Ferienhaus einer Freundin Urlaub gemacht und die Freundin war sehr angetan von ihr.
LG ilse

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#5

RE: Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 16.05.2013 21:21
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Huhu Ilse,
schön, daß Du noch was Persönlicheres Positives von ihr zu berichten weißt. Finde ich schon immer ganz interessant.
LG; Wolfi


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#6

RE: Therapeutenwahl, Kriterien

in Allgemeines zur Homöopathie 12.06.2013 11:17
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hallo,
ich will mal Rückmeldung geben. Ich habe eben nochmal im Internet nach Homöpathen hier im Raum München gesucht. Gleich beim ersten Klick stieß ich auf eine Gemeinschaftspraxis von vier klass. hom. Ärzten, die mir alle vier auch menschlich sympathisch waren. Von ihren Fotos her, und auch, was sie dort auf ihrer Homepage geschrieben haben. Ich habe sofort einen Termin gemacht.
Mindestens einer von ihnen ist auch in der Lehre engagiert, und zwar ohne, daß vor allem die eigene Beweihräucherung 'rüberkommt (die natürlich durchaus auch auf solidem Grund stehen kann), sondern die Weitergabe des Wissens wird in den Vordergrund gerückt. Das fiel mir auf und gefällt mir. Sie beraten sich nötigenfalls auch untereinander, das finde ich ebenfalls gut. und, wie ich gerade gelesen habe, sie haben sogar einen eigenen Notdienst.
Ich bin jetzt ganz glücklich und zufrieden mit meiner Wahl.

Vielen Dank nochmal, daß ich mich hier etwas 'auslabern' konnte. Das hat mir schon zum Sortieren der eigenen Gedanken geholfen. Hat halt etwas gedauert, aber was soll's.

Liebe Grüße und besonderen Dank an Dich, llse.


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