#1

Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 31.08.2012 11:19
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

... das Akutmittel von Lycopodium?

Das hat jemand in meinem Umfeld so verordnet bekommen, Lyc XM als Konstitutionsmittel und Nat mur C30 als Akutmittel, wenn Beschwerden akut auftreten. Daher die Frage zum Verständnis.


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

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#2

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 31.08.2012 14:52
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Bei Kent wird Nat-m als mögliches Ergänzungsmittel genannt. Das heißt aber nur, dass es in bestimmten Bereichen Ähnlichkeit mit Lyc hat. Wenn also nach Gabe von Lyc eine akute Krankheit auftreten würde, könnte man Nat-m geben, falls es die akuten Symptome abdeckt.

Aber wie will man vorher wissen, welche akute Krankheit auftritt und welche Symptome sich dann zeigen? Und selbst wenn es sich um ein Anfallsleiden handelt und die Anfälle bisher immer nach einem bestimmten Muster verlaufen sind, kann sich dieses Muster nach Gabe des "chronischen Mittels" doch verändern - oder vielmehr sollte sich dieses Muster sogar auf jeden Fall ändern, wenn das chronische Mittel passt.

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#3

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 01.09.2012 00:35
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Hm, dann verstehe ich die Verordnung erstmal nicht, ich schildere mal genauer, vielleicht gibt es dann Sinn. Und ein Anfallsleiden liegt übrigens nicht vor. Die Behandlung erfolgte wegen beruflichen Stresses, der zu Übelkeit, Nervosität, Schwindel und solchen Dingen führte, alles nicht wirklich extrem, aber eben immer wieder aufgetreten und schon allgemein beeinträchtigend.

Also es wurde Lyc XM verordnet, das auch gepaßt hat, würde ich behaupten, weil sie m.E. eindeutige Rückspulungen aulöste usw., habe mir das schildern lassen, und es ging auch "schön von oben nach unten". Dann kam die zweite Verordnung mit der Aussage, der Patient sei "Lyc und Nat mur", sie (die Homöopathin) könne sich kaum entscheiden. (Sind diese Mittel denn so arg ähnlich?). Derjenige hat streßbedingt manchmal akut Schwindelanfälle, die aber auch ganz ohne hom. Behandlung, also auch vor der ersten Gabe, kontrollierbar waren, daher nicht lang anhielten. Auch unter der ersten Gabe Lyc kamen sie weiterhin vor. Wenn sie jetzt nach der zweiten Gabe weiterin vorkämen, dann solle akut Nat mur C30 genommen werden.

Hört sich für mich schon irgendwie nachvollziehbar an. Ist das eine übliche und venünftige, irgendwie sinnvolle Vorgehensweise unter diesen Voraussetzungen und Annahmen?


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

zuletzt bearbeitet 01.09.2012 00:45 | nach oben springen

#4

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 03.09.2012 22:32
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Kann keiner was dazu sagen? Also ob das eine nachvollziehbare Vorgehensweise ist, die auch noch Sinn gibt?
Ich möchte nämlich an sich zu dieser Homöopathin wechseln, weil sie bei mir vor Ort ist. Aber nicht, wenn sie nicht wirklich homöopathisch sinnvoll handelt.

Mir ist so eine Vorgehensweise halt unbekannt.


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

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#5

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 04.09.2012 21:20
von ilse • Administratorin | 2.703 Beiträge | 11422 Punkte

Ha, wo ist mein Beitrag hin! Na ja, dann noch mal:

Wenn der Schwindel eine der Hauptbeschwerden ist und zusammen mit den anderen Beschwerden durch den Stress ausgelöst wurde, täte ich meinen, dass er unter Lyc hätte zumindest deutlich besser werden müssen. Es kann eigentlich nicht angehen, dass man bei einem zusammenhängenden Krankheitsbild für eine Beschwerde ein extra Mittel gibt.

Kann der Patient denn inzwischen mit dem Stress besser umgehen oder hat der Stress aufgehört?
LG ilse

Nachsatz: Wenn ich lese, ein Patient "ist Mittel X" krieg ich Panik. Dann müsste ich nämlich eine multiple Persönlichkeit sein, ich habe schon so viele verschiedene Mittel eingenommen.


zuletzt bearbeitet 04.09.2012 21:26 | nach oben springen

#6

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 05.09.2012 00:09
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Danke Ilse, wenn es sich auch nicht ganz so gut anhört, nicht für das, was ich wollte jedenfalls, hinischtlich Behandler. Ich werde wohl weiterhin nicht wechseln.

Das Komische ist, ich hätte den Verlauf zuerst auch so gesehen, daß auch der Schwindel unter Lyc "nur" Rückspulung ist. Allerdings trat er glaube ich schon mehrfach (zwei oder dreimal) nach Mitteleinnahme auf. Ich finde ja immer interessant, wie Patienten sich intuitiv mit Mitteln auch verhalten. Es trat nämlich irgendwann eine Übelkeit auf, nach der zweiten Einnahme Lyc (hatte auch vor der Verordnung schon bestanden), aber das Nat mur, was ja für Akutzustände mitgegeben worden war, wurde nicht genommen, selbst als ich das konkret ansprach, wurde abgewunken.
Der Streß hat nicht aufgehört, aber die Beschwerden unterdessen. Woraus ich, neben anderem, dem Verlauf z.B., auch schließe, daß das Mittel Lyc an sich schon richtig ist.


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

zuletzt bearbeitet 05.09.2012 01:37 | nach oben springen

#7

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 07.09.2012 09:28
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Also ohne den Fall zu kennen wird es keiner wirklich verstehen wieso die Verordnung so ist.
Ich habe schon Medo M gegeben und Lyc C30 als Akutmittel dazu gleich eingeplant, bei einer Gallen Geschichte die jeder Zeit in eine Kolik gehen konnte und die Kolik Symptome bekannt waren.
Je nach Fall und bekanntem Akutzustand sind viele Sachen möglich, bitte bedenkt auch immer, dass es ein Placebo sein kann, dass dem Patienten über eine kritische Erstverschlimmerung hinweghelfen kann.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

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#8

RE: Ist Natrium muriaticum...

in Allgemeines zur Homöopathie 08.09.2012 10:34
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Interessanter Gedanke, mit dem Placebo!


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