#1

Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 18.10.2012 12:27
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Hallo zusammen,

ich habe hier mal eine Frage, die mich einfach nur grundlegend interessiert.

Als Anhänger der klass. Homöopathie bin ich zwar sehr zwiegespalten, aber trotzdem interessiert es mich brennend.

Und zwar geht es um einen Tierarzt, der fast nur noch mit Homöopathie arbeitet. Nach eigener Aussage und der der Homepage auch nur mit klass. Homöopathie.
Er hat seine Ausbildung über 3 jahre in mehr als 550 Stunden gemacht und arbeitet seit Jahren als Homöopath für Tiere.

Ich selbst kenne ihn nicht, habe aber 2 Freundinnen, die mit ihren Tieren dort hin gehen.
Bei einer Freundin ist ein Kater mit einem Fibrosarkom dort in Behandlung. Nach OP beim TA kam Fibrosarkom sofort und sehr schnell wieder. Mit der "Nosodentherapie" hat besagter Arzt das Teil zum Verschwinden gebracht, ein zweites, 2 Jahre später auftretendes verkleinert sich derzeit. Kater bekommt sein Konstitutionsmittel und eine Nosode.

Bei der zweiten Freundin handelt es sich um eine Katze, die mehrere schwere Erkrankungen hat. Angeblich Leberentzündung, Probleme mit Nieren, Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse (durch andere Tierärzte und Tierklinik diagnositziert).
Sie wird therapiert mit einer Lebernosode (Carc), einer Nierennosode (Tuberkulinum) und mehreren Einzelmitteln, teilweise zumindest in C200. Das Tuberkulinum bekommt sie zB in einer Mischung mit Thuja, in einer Flasche ordentlich zusammengeschüttelt!!!! Die Mittel bekommt sie teilweise täglich, einmal, zweimal oder dreimal die Woche, wöchentlich usw.
Die Katze war mehr tot als lebendig und ihr geht es mittlerweile wieder total gut. Sie kippelt immer mal wieder, dann stellt er u.U. ein Mittel um und dann kann man zusehen, wie es der Katze besser geht.

Leider ist dieser Arzt wohl nicht so zugänglich und erklärt wohl nicht so viel, zumindest nicht, wenn sie jemand auskennt. Sonst würde ich ihn direkt mal ansprechen. Die Leute, die ihre Tiere bei ihm in Behandlung haben, hinterfragen lieber nix, weil er wohl dann oft unfreundlich wird und die weitere Behandlung verweigert, wie mir eine dritte Freundin sagte, die auch einmal bei ihm war.

Mir sträubt sich alles gegen diese Behandlungen, aber ich sehe auch die Erfolge und mich würde mal interessieren, ob das eine gängige Methode ist, die auch von anderen Therapeuten angewandt wäre und wo es bestimmte Grundsätze gibt oder ob er sich da selbst irgendwie eine Methode bastelt?!

Hat jemand schon mal so etwas gehört?


LG
Claudia

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#2

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 18.10.2012 19:52
von Dominik (gelöscht)
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"Komplexhomöopathie" gibt es vermutlich schon so lange wie die Homöopathie selbst. Das geht häufig gut, deswegen ist es auch so beliebt. Ob es der Katze nun besser geht, weil, oder obwohl sie behandelt wurde, werden wir wohl nie erfahren. Aber Nosoden zu mischen finde ich doch sehr verwegen...


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#3

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 18.10.2012 21:35
von ilse • Administratorin | 2.705 Beiträge | 11447 Punkte

Hallo, Claudia,
genial, er teilt den Patienten nach den Organen auf, ein Mittel für die Nierchen, eins für das Pankreas, eins für die Leber. Wenn er das wenigstens nicht als Homöopathie bezeichnen würde.
Wenn man davon ausgeht, dass homöopathische Heilung geschieht durch die Reaktion des Organismus auf den Reiz, den ein Arzneimittel setzt, muss bei seinen Patienten ja mords was los sein. Das Nierchen reagiert auf das Nierenmittel, das Pankreas auf das Pankreasmittel, die Leber auf das Lebermittel, die Psyche auf ... halt, worauf reagiert die Psyche???
Nee, wir wissen doch, dass der Organismus als Ganzes und nur auf ein passendes Mittel mit Heilung reagiert und auf ein unpassendes überhaupt nicht oder mit Prüfsymptomen - und zwar nicht nur in einem der kranken Bereiche, sondern in allen. Carcinosinum wirkt nicht nur auf die Leber und Tuberculinum nicht nur auf die Nieren. ("Lebernosode, Nierennosode" das habe ich noch nie gehört.)

Der Trick dabei ist wahrscheinlich, dass er ja nicht nur Nosoden gibt, sondern auch andere Mittel, die er, wie es sich gehört, nach der Symptomatik auswählt, und je mehr Mittel er gibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein passendes drunter ist. Er wird sich die Behandlung ja sicher auch gut bezahlen lassen - wenn ich so denke ... fünf, sechs Mittel mehrmals die Woche über längere Zeit ... das macht richtig Eindruck beim Kunden. Ach, was bin ich wieder böse.
LG ilse

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#4

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 20.10.2012 12:34
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Ilse, er lässt sich das sogar sehr gut bezahlen!
Das Interessante ist ja, dass er sich auf seiner Homepage als absolut klass. Homöopath darstellt, speziell die Einzelmittelgabe erwähnt usw.

Aber Fakt ist, dass er sehr viele Kunden mit schwerstkranken Tieren hat, die ohne seine Behandlung schon tot wären. Ich meine, ein Fibrosarkom, welches auch schon mal entfernt wurde und wieder gewachsen ist, zum verschwinden zu bringen, das ist ja nicht gerade durch "noch mehr Mittel" zu erreichen. Vor allem geht es dem Kater jetzt schon 2 Jahre gut und jetzt kam das Fibrosarkom wieder und hat sofort wieder auf die Mittelgabe reagiert.

Wie gesagt, ich bin da auch sehr zwiegespalten, aber ich wollte doch mal rumhören, ob das eine bestimmte Methode ist, auf die ich vielleicht noch nicht gestossen bin oder so.

ich will mich, obwohl ich auch eher absolut klassisch eingestellt bin, aber auch nicht aus Prinzip allem verschliessen, denn für einen Tierbesitzer und das Tier gilt natürlich in erster Linie, "wer heilt, hat Recht" und in vielen Fällen scheint er in seinen Mittelwahlen auch genau zu treffen.
Und mich würde total interessieren, worauf er seine Therapien gründet. Leider kann man ihn wohl gar nicht danach fragen, was mir ja auch in erster Linie wieder eher suspekt ist.


LG
Claudia

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#5

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 20.10.2012 21:06
von ilse • Administratorin | 2.705 Beiträge | 11447 Punkte

Hier eine Beschreibung:

http://www.natura-naturans.de/artikel/nosode.htm

So ähnlich scheint dieser Arzt ja vorzugehen.
LG ilse

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#6

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 21.10.2012 11:25
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Ja, Inge, das könnte wirklich passen. Vielen Dank!


LG
Claudia

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#7

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 22.10.2012 10:33
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Hallo,

Also es gibt diverse Arten von Therapie wie dieser Tierarzt sie betreibt, vorwiegend bei wirklich schweren Fällen. Da wissen wir auch, das oft nur ein Konstimittel nicht ausreicht, sondern die Sache komplexer zu betrachten ist und in vielen Fällen auch mal von dem nur klassisch Homöopathischen Weg abgewichen werden muss.
Es ist in diesem Fall keine Klassische Homöopathie und von Heilung kann auch nicht ganz die Rede sein, denn ein Firbosarkom sollte nach erfolgreicher klassisch Homöopathischer Therapie nicht wieder kommen, aber manchmal kann man auch nicht alles ganz Heilen.

Hier scheint es mir ein bisschen, dass die Symptome verschoben, hingehalten oder unterdrückt werden. Da müsste man aber viel näher schauen und auch die emotionale Befindlichkeit der Tiere betrachten. Kaum ein Besitzer sieht den Zusammenhang wenn z.B. das Sarktom verschwindet aber das Tier depressiv wird.

Ich Arbeite allerdings auch bei Tieren mit Nosoden, allerdings anders. Da gibts dann die Rota Virus Nosode bei Kälbern um sie vor selbiger Erkrankung zu Schützen, als Prävention bevor was passiert ist. Das klappt super, den der Erreger Druck in einem Landwirtschafftlichen Betrieb kann auch die beste Konstitution von den Socken hauen. Das nur als Beispiel von gut funktionierender NICHT klassisch Homöopathischer Therapie am Rande.

Ich kenne einen Tierarzt der ähnlich bei Tieren vorgegangen ist, wie es hier beschrieben ist, und das mit riesigen Erfolgen. Allerdings war die Methode der Mittelwahl ganz anders. Lange Rede kurzer Sinn: Viele totgeweihte Tiere hatten noch ein gutes langes Leben mit dieser Methode, bei der auch manchmal mehrere Mittel immer wieder gegeben wurden.

Aber so Pauschal wie hier "Nierennosode".... hab ich auch noch nie gehört. Könnten es auch einfach Glückstreffer sein? Wenn ein Therapeut nur 5 von 100 Tieren hilft, die aus Schulmedizinischer Sicht eigentlich keine Chance gehabt hatten ist er schon ein großer Meister (Soll nicht den hier erwähnten Herrn niedermachen). In wie weit er wirklich aus klassisch Homöopathischer Sicht erfolgreich ist bleibt mal dahingestellt.

Mich mach hauptsächlich diese "Niemand schaut mir in die Karten" Haltung zu schaffen. Ich bin es gewöhnt und finde es selbstverständlich, das Patienten die fragen eine anständige Antwort bekommen. Das macht mich misstrauisch und mir drängt sich die Frage auf, ob den wirklich überall die angeschriebenen Homöopathische Mittel drin sind oder ob auf die ein oder andere Weise geschummelt wird. Wenn er schon Leute wegschicken will, dann kann es auch sein, das er ganz anders Arbeitet und diese "Nirennsoden-Erklärung" auch nicht echt ist. Das hört sich für Laien eben gut an. Vielleicht ist er auch ein echt guter Therapeut und will das auch richtig gut bezahlt haben, deswegen das ganze drum und dran. Ist ja bekannt, das mehr Medis mehr Eindruck machen.

Wie auch immer, es ist durchaus möglich, dass der Herr seine Sache gut macht, auch wenn ich skeptisch bin, den es gibt viele Wege nach Rom und auch schon Hahnemann war sich bewusst, das es noch mehr Möglichkeiten gibt, als er alleine erarbeitet hat.

Vielleicht macht der Mann auch nur so eine Heimlich tuerei, weil er die Mittel auspendelt, sie mittels Bodytalk oder anderen Wegen findet, das hängt man nicht mal so eben an die große Klocke.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

zuletzt bearbeitet 22.10.2012 10:43 | nach oben springen

#8

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 22.10.2012 14:53
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Hallo Anna,

ich habe heute mal mit der einen Freundin telefoniert, die diese Katze mit den sehr vielen Erkrankungen hat.
Sie erzählte mir, dass vor der Praxis imme Autos aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland stehen.
Er hat angeblich einen superguten Ruf - wobei man aber nicht viele Infos über ihn findet.

Ich bin zwar eigentlich Anhänger der klass. Homöopathie, denke aber auch, dass man nicht pauschal gegen alles andere sein sollte. Man sollte offen bleiben und hinhören. Denn jedes Tier, jeder Mensch ist anders. und so reagiert vielleicht einer mal auf klass. Homöopathie nicht ausreichend, kann aber auf eine abgewandelte Form wie diese Nosodentherapie besser reagieren? Wer weiss!

Mich hat auch gerade so etwas wie die Begriffe der Nierennosode verwirrt, das hatte ich noch nie gehört.
Und das er einfach nicht viel darüber sagt, stört mich auch. Wenn ich doch eine gute Methode finde, um Patienten zu helfen, dann will ich doch auch möglichst vielen patienten helfen, möglichst vielen Therapeuten diesen Weg zeigen.
Er beschriftet z.B. die Fläschchen auch nicht, die er dann den Patienten mitgibt. Und auf der Rechnung stehen dann zwar Abkürzungen für Mittel (übrigens nicht die Standardabkürzungen), aber dann teilweise keine Potenzen dabei.
Und auch auf den Mischungen steht das nicht drauf.
Vielleicht ist die "Nierennosode" nur ein Begriff, den er den Leuten gibt, damit sich das gut anhört?

Wobei meine Freundin sagte, dass er ja durchaus auch mit Einzelmitteln phasenweise gearbeitet hat, aber dabei kaum Erfolge zu sehen waren - nach den Nosoden aber jedes Mal deutliche Erfolge.

Was mich bei Nosoden auch in anderen Bereichen mittlerweile immer nachdenklich macht, ist diese symptombezogene Anwendung.
Ich kenne Leute, die sich bei entsprechenden Apotheken z.B. für Katzen auf Vorrat z.B. die Pilznosode, die Calici-Nosode, die FIP-Nosode usw bestellen. Und wenn dann eine Katze z.B. Pilz bekommt, dann bekommt sie diese Pilznosode, bei Calici gbt es die Calici-Nosode.
Angeblich wird immer alles gut und problemlos damit geheilt. Und die Mittel werden auch genau so empfohlen!

Ich bin da sehr kritisch, weil ich denke, dass Nosoden zu tiefwirkend sind, um sie durch Laien in durchaus heftigen Fällen immer so einzusetzen und auch so zu empfehlen.


LG
Claudia

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#9

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 22.10.2012 17:12
von seserass | 233 Beiträge | 241 Punkte

Zitat von claudia im Beitrag #8

Was mich bei Nosoden auch in anderen Bereichen mittlerweile immer nachdenklich macht, ist diese symptombezogene Anwendung.
Ich kenne Leute, die sich bei entsprechenden Apotheken z.B. für Katzen auf Vorrat z.B. die Pilznosode, die Calici-Nosode, die FIP-Nosode usw bestellen. Und wenn dann eine Katze z.B. Pilz bekommt, dann bekommt sie diese Pilznosode, bei Calici gbt es die Calici-Nosode.
Angeblich wird immer alles gut und problemlos damit geheilt. Und die Mittel werden auch genau so empfohlen!


Dazu eine kleine Anmerkung: Wenn eine Katze eine Pilzinfektion, Calici oder andere Erkrankungen, die von bestimmten Erregern verursacht werden, bekommt, dann ist es immer erstaunlich, daß oft andere Katzen im gleichen Haushalt nicht betroffen sind, obwohl es doch ansteckend sein soll.
Wir wissen, das es daran liegt, daß nur ein geschwächtes Immunsystem sowas zulassen wird (oder extrem hoher Infektionsdruck).
Findest du das richtige Konstitutionsmittel brauchst du keine Pilz- oder Calici-Nosode.
Meine Katze hat vor vielen Jahren nach einem Umzug einen Hautpilz - ging weg und kam nie wieder mit Pulsatilla, weil das in der Gesamtheit auf sie passte. Ich bin mir ziemlich sicher, daß der Pilz nur durch den Streß der neuen Umgebung eine Chance hatte.
Bei meinem Kater hätte ich es fast versaut - Calicivirus, und ich sah erst vor lauter schlimmen Maulhöhlensymptomen nicht das Ganze. Er hatte gleichzeitig eine Harnblasenentzündung und das wohl schon unbemerkt etwas länger. Calcium carbonicum - sein großes Mittel, das ihm auch vorher schonmal geholfen hatte und dann auch paßte, wenn man mal alle Puzzleteile betrachtet - brachte dies in Ordnung und dann ging auch die Maulinfektion wieder zurück.
Mit einer reinen Erreger-Nosode hätte ich nicht die Blasenentzündung des Katers erreicht.
Pulsatilla hat sicher bei der Katze auch die Psyche stabilisiert, so daß der Umzugsstreß besser verarbeitet werden konnte und der eigentliche Grund für die Infektionserkrankung behoben wurde, eine Nosode kann dies nicht.

Die Frage ist dann, ob nach der Nosode die eine Erkrankung zwar verschwindet, aber evtl. nach Ablauf der Wirkungsdauer des Mittels wieder kommt oder einfach eine andere Infektion kommt, da die eigentliche Störung des Organismus gar nicht erfasst wird. Und dann brauche ich eben erstmal eine Katzenschnupfennosode, dann eine Pilznosode, später eine Calicinosode - und alles hilft immer wunderbar, aber warum sackt sich das Tier um Himmelswillen immer alles auf?...

Überhaupt, Nosoden in der akuten Erkrankung mit dem Erreger halte ich auch für ein wenig gefährlich. Sinnvoll sind sie doch eher dann, wenn nach der grundsätzlichen Überwindung der Krankheit trotzdem irgendeine Störung bleibt.
Würde ich vielleicht akut einsetzten, wenn ich mir sonst absolut keinen Rat mehr weiß. Aber ist nicht meine favorisierte Vorgehensweise.

LG annett


zuletzt bearbeitet 22.10.2012 17:18 | nach oben springen

#10

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 23.10.2012 13:41
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Hallo Annett,

ja, ok, wenn ich nichts anderes mehr finde, mit anderen Mitteln nicht weiterkomme, es keinen Ausweg mehr gibt, dann würde ich es vielleicht auch versuchen.

Ich kenne aber Leute, die diese Nosoden als Allheilmittel empfehlen.

In einem Fall wurde die Pilznosode bei Kitten mit Pilz empfohlen, wo ein ganzer Wurf befallen war. Pilz heilte auch wunderbar ab, Härchen wuchsen wieder und dann über Nacht erkrankten die Kitten schwer an Schnupfen. Sehr schwer.
Für mich sieht das sehr nach einer Unterdrückung aus.

Nachdem der Schnupfen mit Hilfe von Schulmedizin ausheilte, kam der Pilz zumindest bei einigen wohl auch wieder, aber ich weiss nicht, wie dann behandelt wurde.

Ich empfinde diese Behandlungen, die dann auch nicht wirkliche Behandlungen sind, sondern nur eine einmalige Empfehlung, die dann von den Leuten oft auch ausprobiert wird, als fahrlässig, weil nicht weiter im auge behalten wird, was danach passiert.
Aber es scheint mittlerweile häufiger zu passieren, dass diese Methode so empfohlen wird.


LG
Claudia

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#11

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 23.10.2012 14:39
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Vielleicht sollte man mal erwähnen, das Nosoden eigentlich ganz normale Homöopathische Mittel sind, wie Puls und Arnica auch. Es gibt Mittelbilder und Arzneimittelprüfungen.

Wenn man einfach eine Krankheit mit einer Nosodes des dazugehörigen Erregers behandelt ist das Isopathie, also Gleiches mit Gleichem! Diese Behandlung macht oft nicht gesund sondern sorgt nur für Unterdrückung.
Zumal diese wild Potenzierten Krankheitserreger nicht geprüft sind und es kein Arzneimittelbild gibt.

Aber so scheint der hier erwähnte Tierarzt auch nicht vor zu gehen, wobei man das ja nun nicht weiß.

Den Erfolg und die vielen Menschen die seine Praxis aufsuchen ist leider auch kein Beleg für seine gute Arbeit, wie das Beispiel der Ärztin, die in ihre Homöopathischen Spritzen Cortison gemischt hat zeigt. Sie hatte auch Maßen an Patienten, welche in Langen Schlangen vor der Praxis gewartet haben. Letztlich war alles Lug und Trug.

Also bis her können wir mit unseren Infos das Tun des Tierarztes nicht beurteilen. Aber ich bin bei allem vorsichtig, wo eine heimlich Tuerei drum gemacht wird, das alleine stimmt mich eher negativ.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

zuletzt bearbeitet 23.10.2012 14:43 | nach oben springen

#12

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 23.10.2012 15:11
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Hallo Anna,

nee nee, die Nosodentherapie des Tierarztes ist eine andere als die, die ich jetzt noch erwähnt habe. Das ist jetzt eher eine isopathische Anwendung.

Ich finde es auch negativ, wenn etwas heimlich gemacht wird und nicht an andere weitergegeben wird. Denn das sollte doch eigentlich jedem "Heiler" wichtig sein!


LG
Claudia

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#13

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 23.10.2012 19:57
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Zitat von claudia im Beitrag #12


Ich finde es auch negativ, wenn etwas heimlich gemacht wird und nicht an andere weitergegeben wird. Denn das sollte doch eigentlich jedem "Heiler" wichtig sein!


Das könnte man sogar noch akzeptieren, aus Patientensicht jedenfalls. Allerdings als Patient möchte ich nicht ohne triftigen Grund im Unklaren gelassen werden. Ein triftiger Grund wäre z.B. bei Menschen, wenn sie (warum auch immer) das Mittelbild noch nicht kennen sollen, das Mittel vorerst nicht zu nennen. Oder wenn sie Placebos erhalten.


Nihil fit sine causa - Nichts geschieht ohne Grund

zuletzt bearbeitet 23.10.2012 20:01 | nach oben springen

#14

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 12.11.2012 11:55
von Fa | 52 Beiträge | 99 Punkte

Kann das sein, dass besagter TA noch ein paar andere Ingredienzien in seine "Nosodenmittel" reinkippt? :/ Vor allem erscheint mir seltsam, dass er so unzugänglich ist - will er sich ned in die Karten gucken lassen? Ob wohl er scheinbar Erfolg und guten Zulauf hat, er scheint mir eher ein Isopath und kein Homöopath zu sein, wenn er quasi nur mit Nosoeden arbeitet. Nach einigen Aha- Erlebnissen werde ich gegenüber solchen "Wundertherapeuten" oder "Superhomöopathen" gegenüber eher skeptisch.

zweifelnd... Fa


Ein Floh macht dem Löwen mehr zu schaffen als ein Löwe dem Floh.

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#15

RE: Nosoden"therapie"???????

in Allgemeines zur Homöopathie 12.11.2012 12:35
von claudia | 45 Beiträge | 45 Punkte

Naja, er propagiert auf seiner Homepage die klass. Homöopathie. Ob er noch was anderes reinkippt, weiss ich nicht.
Er arbeitet ja nicht nur mit Nosoden, sondern auch mit anderen Mitteln, die er aber mal einzeln einsetzt, manchmal aber auch wie Komplexmittel mischt.

Wie gesagt, ich finde es immer komisch, wenn jemand sich nicht in die Karten gucken lassen will. aber wirklich was sagen kann ich dazu nicht, weil ich ihn nicht selbst kenne.


LG
Claudia

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