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Die Repetition

in Grundlagen der Homöopathie 21.11.2008 10:50
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Nun haben wir also nach allen Regeln der Kunst das passende Mittel gefunden und dem Patienten auch einmalig verabreicht. Und nun?

Wie häufig und wie sollen wir die Mittelgabe denn nun wiederholen?

Auch hier sind die Ansichten geteilt und nicht wirklich eindeutig.

Französische Homöopathen geben gerne Drainagemittel.
Es gibt auch die Theorie des interkuranten Mittels. Hier wird ein anderes Mittel als Zwischenmittel gegeben und danach wird wieder zum eigentlichen Mittel zurückgekehrt.
Es steht auch geschrieben, das nach einer Gabe einer Hochpotenz eine Gabe einer Tiefpotenz mit Erfolg gegeben wurde.
Auch findet man Beschreibungen das zuerst eine Tiefpotenz gegeben wird und einige Stunden später dann die Hochpotenz des gleichen Mittels.
Auch die Plusmethode sei hier erwähnt, wobei die Potenzreihe durch weiteres verdünnen und dynamisieren immer ein wenig weiter erhöht wird.

Ich möchte jedoch so nahe wie möglich bei Hahnemann und somit auch Kent bleiben.

Grundsätzliches:

In akuten Fällen mit Fieber können selbst Hochpotenzen auch alle 4, 8 oder 12 Stunden gegeben werden.

Generell ist aber unbedingt zu beachten das kein Arzneimittel mehr gegeben wird, sobald die Besserung einsetzt.

Dies ist ein unumstößlicher Grundsatz dessen Mißachtung immer zum Zusammenbruch des Falles führen wird.

Das Mittel antidotiert sich selbst und verhindert dann sogar die Wirkung, also die mögliche Heilung.

Ein Mittel das läuft wird auf gar keinen Fall wiederholt oder sogar durch ein anderes substituiert.

Stagniert die Besserung ist es angezeigt das Mittel in der gleichen Potenz zu wiederholen oder aber, wenn neue Symptome einen Mittelwechsel anzeigen, diesen auch durchzuführen.

Bei der Entscheidung der erneuten Mittelgabe muß man sich sicher sein, den Grund der Stagnation zu kennen. Es können z.B. neue emotionale Gründe sein, die den Heilungsprozess zum Erliegen gebracht haben.

Eigentlich sollte man bei einer Stagnation der Besserung auf jeden Fall ausreichend lange mit der erneuten Gabe warten. Das kann ein Zeitraum von tagen oder sogar Wochen sein. Die Lebenskraft verhält sich zyklisch und so kann die Pause durchaus zur Wirkkraft des Mittels hinzugehören.

Wir müssen uns also absolut sicher sein, das unser Mittel ausgewirkt hat.

Durch eine zu häufige Repetition sind schon viele Fälle zerstört worden.

Eine weitere Regel können wir von der Langzeitwirkung der Mittel ableiten.

Mittel die lange und tief wirken werden in der Regel nicht so häufig wiederholt werden wie reine Akutmittel. Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.

Ein wirklich eindeutiger Hinweis auf eine bevorstehende Wiederholung des Mittels ist gegeben, wenn der Patient über ein Aufhören des allgemeinen Wohlbefindens berichtet.

Auch wenn die Individualität eines jeden Falles die Regel manchmal brechen kann , so steht sie jedoch immer im Vordergund und sollte immer bedient werden.

Weiteres zum obigen Thema folgt in der Kent`schen Ausführung über die 12 Reaktionen auf die erste Mittelgabe die ich ebenfalls hier einstellen möchte.

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