#1

Das Ego in der Homöopathie

in Allgemeines zur Homöopathie 28.11.2008 14:55
von Medusa (gelöscht)
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Pedro
Neuer User Geschrieben am 24.01.2008 11:04


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Hallo zusammen!

Aus diversen anderen Heilmethoden weiß man, dass das Ego des Menschen zu krankhaften Zuständen führt.
Beobachtet man das "Wachstum" und das "Schrumpfen" oder "Rückgang" des Ego während einer Behandlung, kann man einen direkten Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand erkennen.

Wichtig, nicht das Ego selbst führt zu Krankheiten, sondern die Entartung des Ego, das aufblasen, die Wucherung des Ego ist die Ursache.

Lycopodium:
Aufblasen des Ego, aufgrund von Minderwertigkeitskomplexen, Unmut, Feigheit etc.

Natrium muriaticum:
Stolz auf seinem Intellekt, denkt besser zu sein als andere, seine Aufopferung hätte die Welt nicht verdient.

Kalium carbonicum:
Glaubt doch tatsächlich alles in seiner Umgebung unter Kontrolle zu halten, bis hin zu seinen Gedanken, Atmung, ... einfach alles.

Sulfur:
Der absolute Egoist!!!

Ich habe mich gefragt ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen der Tatsache, dass Sulfur eine Schlüsselposition in der Homöopathie hat und dem übergroßen Ego von Sulfur.

Bin gespannt auf eure Gedanke dazu!

LG
Pedro

In Antwort auf:
Zitat:


Ich habe mich gefragt ob es einen Zusammenhang gibt, zwischen der Tatsache, dass Sulfur eine Schlüsselposition in der Homöopathie hat und dem übergroßen Ego von Sulfur.





hallo pedro,

du hattest nur kurz angedeutet, dass das ego selbst nicht das problem sei, sondern seine entartung.
ich denke, diesen punkt kann man noch genauer analysieren.
denn es dürfte im auge des betrachters liegen, ab wo es sich um ein "gesundes" ego und ab wo um ein "krankhaftes" handelt oder gar ob man von gesundem und kranken ego überhaupt so sprechen kann.

viele menschen heute in der naturheilpraxis scheinen ein zu kleines ego zu haben. man möchte sie darin bestärken, auch mal nein zu sagen, ihre bedürfnisse geltend zu machen etc.
allerdings kann man auch die frage stellen, was jmd. mit einer opferrolle erreicht. er übt damit auch macht aus, damit ist sein ego wieder mit im spiel.

jemanden der offen sein ego zur schau trägt und sich z.b. zu viel nimmt oder über allem steht, erkennt man in seinem ego viel leichter, er trägt es nach außen. der introvertierte hält es versteckt.

zum sulfur und anderen egoisten. bleibt die frage, inwieweit jemand, der sich ungeheuer wichtig vorkommt, obwohl er es nicht ist (von seiner gesellschaftlichen rolle), nicht bei der vollen ausschöpfung seines potentials zwangsläufig eine wichtige position einnehmen müsste.
frei nach nelson mandela, ist unsere größte angst nicht klein und unbdeutend zu sein, sondern großartig und inspirierend.

sulfur soll ja von anfängern angeblich zu oft verordnet werden, von fortgeschrittenen dann zu selten, weil sie es am anfang überschätzt hatten und es dann aber unterschätzen.

oft hört man von amp´s weniger großer mittel oder eigentlich großer und doch recht selten verordneten.
ich habe letztes jahr eine kali carb. prüfung mitgemacht und war dann davon überzeugt, dass das mittel viel zu selten verschrieben und gerne übersehen wird.
kann aber auch daran liegen, dass kali-c mit seinen problemen nicht zum homöopathen geht oder er sich so unscheinbar gibt, dass er gerne übersehen wird. also das übersehen werden ins mittelbild gehört...

lg
paulo

In Antwort auf:
Hallo Pedro,
Du willst doch von einem alten Sulphuriker (der zu Lycopodium sagt: "Du hast gar keine Minderwertigkeitskomplexe, lieber Freund, Du bist minderwertig!" und sich dann auf die Reaktion freut) nicht ernsthaft eine Antwort auf deine Frage, oder?
;-)
Thomas
P.S.: Egoistisch bin ich noch nie gewesen, egozentrisch kann ich dagegen bisweilen schon sein. Das sollte man unterscheiden.

In Antwort auf:
Hi Paulo!


Zitat:

du hattest nur kurz angedeutet, dass das ego selbst nicht das problem sei, sondern seine entartung.
ich denke, diesen punkt kann man noch genauer analysieren.
denn es dürfte im auge des betrachters liegen, ab wo es sich um ein "gesundes" ego und ab wo um ein "krankhaftes" handelt oder gar ob man von gesundem und kranken ego überhaupt so sprechen kann.




Ja das ist so ein Punkt, den ich auch gerne Vertiefen würde.
Liegt es denn wirklich nur im Auge des Betrachters ob das Ego gesund oder ungesund ist?

Klar, die Grenze ist bestimmt nicht einfach zu bestimmen, ab wann es krankhaft ist.

Aber ich denke, dass die Natur einer Ordnung folgt, einer festgelegten Ordnung und Gesetzmäßigkeit. Sobald ein Ego krankhaft ist, wird dies auch durch die Symptome klar erkennbar. Das liegt nicht im Auge des Betrachters, sondern es folgt einer Gesetzmäßigkeit, genauso wie alle anderen Gesetzmäßigkeiten die wir aus der Naturheilkunde kennen. Z.B. das Simile Gesetz, das Heringsche Gesetz usw.

Entfernt sich ein Mensch seinem zugeordneten Platz in der Gesellschaft (zugeordnet durch Gesetzmäßigkeiten), dann führt das zu Konsequenzen, die sich letztendlich in der Lebenskraft äußern.

Ein Beispiel aus der Tierwelt:
Ein Gorilla muss um als Alphamännchen aufzusteigen den derzeitigen Alphamännchen besiegen (den Graurücken oder Silberrücken).
Würde ein Männchen trotz seiner fehlenden Stärke sich die Position eines Alphamännchen aneignen, dann wäre eine mögliche Konsequenz, dass bei Gefahr das Tier die Herde nicht beschützen könnte.
Ein Aufblasen des Ego würde der gesamten Herde schaden.
Im Tierreich ist sowas auch nicht vorhanden.

Bei den Menschen jedoch gibt es viel Spielraum um mit Tricks zu arbeiten.
Ein Mensch dem es an Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt, kann durch "Aufblasen seines Egos" einige Stufen höher klettern. Sehr zum Schaden der Gesellschaft. Siehe die (meisten) Politiker.

Aber dieses Aufblasen bleibt ja nie ohne Folgen. Mal abgesehen von den Schaden an der Gesellschaft / Familie, die Konsequenz ist eine nicht frei fließende Lebenskraft.
Beim Beispiel von Lycopodium stagniert das Leber-Qi (kennt man so in der TCM / Homöosinatrie). Es fängt meistens damit an, dass die Leber nicht mehr effektiv arbeitet, man verdaut schlecht, bekommt Heißhunger, starken Verlangen nach Zucker (Leber kann nicht mehr so gut Glucose speichern) usw.

Ich denke sobald ein Symptom aufgrund des "entarteten Ego" auftaucht, ist das klar erkennbar und nicht mehr eine Sache der individuellen Interpretation.
Es ist schärfer ausgegrenzt als z.B. "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" oder "Musik ist Geschmacksache".

Apropo "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" :
Sulfur ist bekannt für seinen Geschmack bzg. Kleidung. Im Repertorium steht sogar, er denkt oder hat die Wahnidee, eine Mütze wäre ein toller Hut.
Und was dem Geschmack angeht, im Repertorium stehen nicht umsonst riesige Rubriken über Verlangen und Abneigungen bzg Nahrungsmittel.
Ich glaube daher, dass Geschmack, ob Nahrung, Mode, Musik, Schönheit, Kunst usw, irgendwie einer Gesetzmäßigkeit folgt.


Hi Thomas!


Zitat:

Du willst doch von einem alten Sulphuriker (der zu Lycopodium sagt: "Du hast gar keine Minderwertiglkeitskomplexe, lieber Freund, Du bist minderwertig!" und sich dann auf die Reaktion freut) nicht ernsthaft eine Antwort auf deine Frage, oder?




Erinnert mich irgendwie an Dr. House
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr._House

LG
Pedro


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