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Muskelverknöcherung

in Allgemeines zur Homöopathie 26.11.2008 07:20
von Heidjerin (gelöscht)
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Geschrieben am 10.01.2006 17:09 von Propolis

Hallo,

wenn nach langer Entzündung und OP´s, die Reaktion des Körpers auftritt - das Gewebe fehlerhaft ersetzt wird, also Muskelgewebe durch Knorpelzellen, was dann ja wohl eine Myositis Ossificans wäre (wenn das falsch ist bitte schreien!) gibt es da gut wirksame Mittel die den Körper wieder umstimmen, die Zellen korrekt zu ersetzen, damit er nicht versteift?

Wenn dem so wäre, würde ich nämlich versuchen die betroffene Person zum Homöopahten zu bewegen - was aber nichts bringen würde, wenn die Grenzen der H. da erreicht/bzw. überschritten sind.

Liebe Grüße
Elke

In Antwort auf:
Hallo Elke,

ich habe bei einem Familienmitglied bisher gute Erfolge bei einem Fersensporn gehabt. Jedoch nicht mit einem auf diesem Leiden basierenden Mittel (die gibt es ja auch) sondern mit seinem Konstitutionsmittel.

Er hatte bereits eine Stoßwellentherapie hinter sich, die jedoch nur mäßige Linderung bot. Auch Einlagen für die Schuhe brachten nicht wirklich viel. Alternativ bleibt bei ihm noch eine operative Entfernung.

Seit dem er sein Konstitutionsmittel bekommt, kann er fast schmerzfrei laufen. Ein neuer Röntgenbefund liegt nicht vor, so daß ich zu einer Aussage des Rückbaus nichts berichten kann.

Eine Myositis ossificans ist vom Vorgang her ja ähnlich.

Schulmedizinisch werden Kortikoide gegeben und es wird nach erfolgtem Umbau, wenn möglich, chirurgisch entfernt.

Meine persönliche Meinung ob es gelingen könnte oder nicht, ist ganz sicher auch davon abhängig wie lange dieser Defekt schon besteht, also ob die Ossifikation schon abgeschlossen ist. Mhhh...

Ich finde das wenn es erst kurze Zeit besteht, ist es immer einen Versuch Wert.

Wenn es nicht funktioniert bleibt nach vollendeter Ossifikation vieleicht nur noch die operative Entfernung, oder das leben mit der Einschränkung.

Aus der Ferne und mit nicht all zu großer Erfahrung ist so etwas jedoch immer schwer zu beurteilen.
Liebe Grüße
Frank


In Antwort auf:
Hallo Frank,

das mit dem Fersensporn interessiert mich brennend. Hast du für die Mittelwahl denn gar keine Lokalsymptome mit einbezogen?
Mein eigener Fersensporn hat auf überhaupt kein homöopathisches Mittel reagiert, weder Akut- noch organotropes noch Konstitutionsmittel. Erst eine osteopathische Behandlung meiner Kaiserschnittnarben brachte Erleichterung. Aber ganz ausgestanden ist es immer noch nicht.

Viele Grüße
Medi


In Antwort auf:
Liebe Medi,

für die Mittelwahl habe ich zwar auch Lokalsymptome mit einbezogen, jedoch nicht die des Fersensporns. Nun zuerst bekam er Anacardium, dann kam sein großer Sulfuranteil deutlich hervor und letztendlich dürfte es bei ihm Lycopodium werden. Und bei Lyc. steht im Phatak auch ein Hinweis auf einen Fersensporn. Zwar nicht direkt aber umschrieben mit:" Schmerz in der Ferse beim Auftreten, wie von einem Steinchen darunter." Phatak Seite 386 - Extremitäten

Es gibt speziell für den Fersensporn Hecla lava und noch ein anderes Mittel, was mir jetzt so auf die schnelle nicht einfällt.

Ich hatte es anfangs direkt mit Lyc. probiert, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Nach der ersten Gabe Sulf. C1000 hatte er bereits nach 1 Stunde eine heftige Erstverschlimmerung und konnte kaum noch laufen. Seit dieser kurzen Erstverschlimmerung, vor ca. 1 1/2 Wochen geht es immer besser und es hält bis heute an.

Mehr kann ich leider auch nicht berichten.

Liebe Grüße
Frank


In Antwort auf:
Hallo Frank,

neben Hecla lava ist Acidum fluoricum ein bekanntes Fersenspornmittel.
Aber auch Anacardium gilt als Spezifikum. Deshalb nochmal ganz genau nachgefragt: Wann setzte die Besserung ein? Könnte es sein, dass Anacardium das eigentlich wirksame Mittel war?

Viele Grüße
Medi


In Antwort auf:
Liebe Medi,

Als ich Anacarium in C30 gab war der Fersenspron noch gar nicht da. Ich verschrieb das Mittel fast rein auf die psychischen Symptome hin. Die Wirkung war verblüffend.

Eine Wiederholung von Anacardium in C30 erfolgte ca. 1/2 Jahr später mit nur noch mäßiger Wirkung.

3 Monate später wurde der Fersensporn diagnostiziert. Ich muß dazu sagen das der Patient stark adipös ist und erst einige Monate vor dieser Diagnose Extremsport begonnen hatte. Sozusagen von Nul auf Hundert in 2 Sek.

Ich verschrieb Lycopodium, weil die Gesamtheit der Symptome sehr gut passte und der Phatak auf den Fersensporn hinwies.

Ich gab eine Lyc. C30 mit mäßigem Erfolg. Eine Wiederholung mit einer Lyc. C200 brachte uns ein Stück weiter, aber anscheinend nur kurzfristig.

Ca. 4 Monate später zeigte sich schon fast überdeutlich Sulfur, ich wusste vorher schon, daß es da war, aber nicht so stark. Ich gab es in einer C200 was beim Patienten eine beschriebene große "Entspanntheit" herbeiführte. Alle anderen Symptome hörten ebenfalls schlagartig auf. Es gab keine Erstverschlimmerung. Jedoch hielt die Wirkung nur 2 Tage an. Danach waren die alten Symptome wie vorher wieder da. Ich gab dann eine C1000. Diese ergab eine wirklich schlimme Erstverschlimmerung von ca. 1 Tag beim Fersenspron; alle anderen Symptome waren innerhalb von Minuten weg und der Patient fühlte sich trotz der nun starken Beschwerden mit dem Fersensporn sehr gut. Die Wirkung der C1000 hielt nur 4 Tage und die alte Symptomatik war wieder hergestellt. Ich wiederholte nochmals die C1000 (eine höhere Potenz hatte ich nicht zur Hand) und seit dem, also seit ca. 1 1/2 Wochen hält die Wirkung an.

Liebe Grüße
Frank


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