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Emphysem

in Allgemeines zur Homöopathie 26.11.2008 07:16
von Heidjerin (gelöscht)
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Geschrieben am 08.01.2006 20:24 von Ulla

Liebe Foris,
in unserer Fam. leidet jemand an o.g. Krankheit. Was kann Homöopathie in diesem Fall leisten? Wenn es stimmt, dass die Lungenbläschen bei einem Emphysem langsam absterben, ist die Aussicht wohl gleich null, oder? Allenfalls könnte ich mir eine Linderung, einen Stopp der Krankheit vorstellen...

Sehe ich das richtig?

LG,
Ulla

In Antwort auf:
Liebe Ulla,

ein Lungenemphysem ist eine irreversible Lungenüberblähung (Überdehnung) die zu einer Vermehrung des Residualvolumens führt.

Die Lufträume hinter den Alveolen sind durch Veränderung der Wandstrukturen unwiederruflich erweitert.

Die normale Funktion ist in diesen Bereichen dann nicht mehr möglich.
Dadurch kommt es zu Atemnot und/oder Zyanose.

Bei einem Asthmaanfall passiert ähnliches, jedoch handelt es sich da um eine vorübergehende Überblähung.

Der gesamte Vorgang ist def. irreversibel es gibt aber sogenannte Schlüsselmaßnahmen die ein weiterschreiten bremsen können.

1. absolutes Rauchverbot
2. Einsatz der dosierten Lippenbremse
3. gezieltes Ausdauertraining
4. alle körperlichen Belastungen auf die Leistungsfähigkeit abstimmen.

Schulmedizinisch ist die Medikamentöse Behandlung mit der des Asthma Bronchiale zu vergleichen. Inefektionen werden schnellstmöglich mit Antibiotika unterdrückt.

Wie alt ist denn das Familienmitglied (Altersemphysem?!)

Vieleicht kann Medi etwas zu Deiner Ausgangsfrage sagen. Mir fehlt da eindeutig die Erfahrung.

Liebe Grüße
Frank


In Antwort auf:
Hallo Ulla,

mein Vater leidet an einem Lungenemphysem, das verkompliziert wird durch Asthma und den Folgen einer sehr schweren Lungenembolie.
Also eine denkbar ungünstige Ausgangssituation.

Er hat früher mehrere Jahrzehnte lang geraucht. Nachdem die Lungenfunktion immer schlechter wurde, hat er dann damit endlich aufgehört.
Zusätzlich hat er mehrmals am Tag mit Salzwasser inhaliert (mit einem elektrischen Inhalationsgerät, z.B. Pariboy). Danach habe ich seinen Rücken mit einem Massagegerät abgeklopft. So konnte er besser abhusten. Wochenlang hat er schmutzigen Schleim ausgeworfen. Die Überreste einer Raucherkarriere.
Heute inhaliert er nur noch bei aufkommenden Erkältungen.

Ich konnte ihn überreden, allen Grippeimpfungen zu widerstehen.

Die homöopathischen Mittel , die er von mir bekam, konnten die Krankheit zwar nicht heilen, aber seine Symptome sehr lindern. Die Lungenfunktion wurde messbar besser, er braucht kein Cortison mehr, die Dosis der übrigen Medikamente konnte verringert werden.
Und die bei Lungenpatienten gefürchteten Erkältungskrankheiten verlaufen mit Hilfe von homöopathischen Akutmitteln komplikationslos.
In den letzten 10 Jahren hat er kein Antibiotikum benötigt!

Fazit:
Heilung: nein, Linderung: ja, Steigerung der Lebensqualität: jaaaaa
Das ist der Sinn von Palliativmedizin.

Viele Grüße
Medi


In Antwort auf:
Liebe Medi, lieber Frank,
herzlichen Dank für die Antworten. Bei dem Kranken handelt es sich um meinen 62-jährigen Schwager. Auch Exraucher.
Was er zwischenzeitlich alles zur Linderung unternommen hat, weiss ich nicht. Jedoch scheint jetzt eine kritische Phase zu sein. Man wollte ihm sogar schon was "rausschnippeln". Zum Glück hat er es abgelehnt.

Eure Antworten sowie noch etliches mehr habe ich ihm ausgedruckt. Mal sehen was er sich davon rauspickt...

LG,
Ulla

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