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Mittelbeziehungen

in Grundlagen der Homöopathie 21.11.2008 10:52
von Frank • Administrator | 1.759 Beiträge | 2023 Punkte

Verwandte Mittel:

1. In der Wirkung ähnliche Mittel, d. h. sie haben in der Prüfung in einigen Bereichen ähnliche Symptome hervorgebracht. Sie können deshalb auch als Folgemittel oder Homöodot (siehe unten) in Frage kommen.

2. Von der Ursubstanz her verwandte Mittel, d. h. in der chemischen Zusammensetzung ähnliche, z. B. Nux vomica, Ignatia (enthalten beide Strychnin) oder zugehörig zu einer Pflanzengattung, z. B. Belladonna, Hyoscyamus (Solanaceen= Nachtschattengewächse) oder einer Tierart, z. B. Lachesis, Vipera (Schlangen).
Oft sind sich diese Mittel ebenfalls ähnlich in der Wirkung zumindest in einigen Bereichen.


Folgemittel oder Komplementärmittel:

Mittel, die sich nach Erfahrungen in der Praxis häufig in der Weiterbehandlung bewährt haben, nachdem das vorherige Mittel die Heilung eingeleitet hatte. Wenn das vorherige Mittel keinerlei Wirkung hatte, braucht man sich keine Gedanken zu machen, ob das neue Mittel komplementär ist oder nicht.

An Begriffen wir Folgemittel, Komplementärmittel, feindliche Mittel (siehe unten) soll man sich sowieso nicht festklammern. Es handelt sich dabei wie gesagt nur um Beobachtungen in der Praxis, die aber nicht allgemeingültig sind. Ausschlaggebend sind immer die Symptome des Patienten. Es kann aber nichts schaden, sich diese Mittel trotzdem einmal anzusehen, sie können z. B. bei der Differenzierung helfen.

Antidote:

1. Homöopathisches Antidot, Homöodot
Wenn das gegebene Mittel nicht bessert, sondern Prüfsymptome hervorbringt, oder bessert, aber Überreaktionen verursacht, wird ein Homöodot gesucht, ein Mittel das die jetzigen Symptome insgesamt abdeckt – also alle jetzt vorhandenen Beschwerden einschließlich Prüfsymptomen oder Überreaktionen.

2. Diadot
Wenn das gegebene Mittel offensichtlich ein Fehlgriff war, kann man versuchen, die Wirkung aufzuheben oder zu mildern, indem man ein Diadot gibt. Das kann Kaffee sein, Kampfer, Spiritus usw. In manchen MM sind die Diadote im AMB verzeichnet.
Auch wenn das gegebene Mittel gut gewählt, aber die Dosierung zu hoch war, zu früh wiederholt wurde oder der Patient überempfindlich ist, lassen sich überschießende Reaktionen dämpfen – z. B. mit Zitronensaft (Sepia), mit Kaffee (Anacardium).

Diadotieren ist aber nicht die feine Art. Homöodotieren ist auf jeden Fall die bessere Methode.

Feindliche Mittel:

Ein Begriff, der ebenso wie „Folge-/Komplementärmittel“ auf Erfahrungen beruht. Er besagt nur, dass bei der Verordnung von X nach Y öfter mal unerwünschte Wirkungen aufgetreten sind. Gedanken muss man sich darüber wie gesagt nur machen, wenn das zuerst gegebene Mittel gut gewirkt hat – nämlich dann, wenn bei der Suche nach dem nächsten Mittel ein feindliches mit in die nähere Auswahl rückt.

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