#1

Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 19.01.2012 12:20
von evapierron | 131 Beiträge | 166 Punkte

Ich bin gerade wieder bei meinen bewährten Indikationen :)
Norbert Enders empfiehlt dort als eines der wichtigsten Mittel Ambra D3 besonders bei beruflichen und geschäftlichen Sorgen.
Ich wundere mich über die Potenz.
Ist das überhaupt schon Homöopathie und würdet ihr das auch so niedrig geben?

Übrigens:"Bewährte Indikationen"wäre auch ein schönes Unterforum.
Da könnten auch die Laien ein wenig mehr mitreden.

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#2

RE: Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 19.01.2012 15:05
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Bewährte Indikation ist eh keine Homöopathie sondern nur Anhaltspunkte, es geht immer um die individuelle Symptomatik.
Die Potenz ist auch nur bedingt homöopathisch. Bis c12 oder D30 ist ja noch Wirkstoff drin und kann auch unter Phytotherapie verbucht werde, was nicht bedeutet das ein Homöopath nie diese Potenzen verwendet.

Schlafstörungen an sich weisen jedoch auf eine tiefgreifende Störung auf geistiger oder seelischer Ebene hin, da wäre eine Konsti- Behandlung sinnvoller. Schlafstörungen bedeutet allerdings das es ein längeres Problem ist, nicht nur mal eine Nacht vor ner Prüfung.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

zuletzt bearbeitet 19.01.2012 15:06 | nach oben springen

#3

RE: Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 23.01.2012 13:21
von evapierron | 131 Beiträge | 166 Punkte

Ja Anna,
Schlafstörungen sind auch nicht das klassische Beispiel.
Aber in der Apotheke hab ich halt Kunden mit Schnupfen oder akutem Durchfall bei denen mir die "bewährten Indikationen"durchaus manchmal weiterhelfen.
Die Alternative für mich wäre gar keine Hom.Beratung mehr in der Apotheke.
Das stell ich mal zur Diskussion.
Ich kann mir gut vorstellen,daß einige klass.Homöopathen das beführworte würden.


zuletzt bearbeitet 23.01.2012 13:22 | nach oben springen

#4

RE: Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 23.01.2012 13:43
von ilse • Administratorin | 2.700 Beiträge | 11407 Punkte

Zitat
Ich kann mir gut vorstellen,daß einige klass.Homöopathen das befürworten würden.



Hihi, da kannste Gift drauf nehmen. Nach meiner Erfahrung werden sowieso meist Komplexmittel empfohlen.

Ansonsten finde ich es ok, wenn der Apotheker Ahnung hat und nur bei akuten Zuständen was empfiehlt. Was auch ganz gut funktioniert: Ein Apotheker bei uns im Ort, der selbst eine hom. "Grundausbildung" hat, verweist Kunden bei Verdacht auf chronisches Geschehen an eine Homöopathin, ebenfalls im Ort. Die wiederum hält in der Apotheke gelegentlich Vorträge über Homöopathie. Eine gelungene Symbiose, finde ich.

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#5

RE: Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 23.01.2012 17:33
von AnnaZenz | 927 Beiträge | 927 Punkte

Joa, bei normalem Zeug, Schnupfen, Husten, Arnica, Alium, Hyper... da ist es besser als nichts, sich an diese "bewährten Indikationen" zu halten. Wo bei es, denke ich, so oft zu Gutem wie zum Negativen führt. Manchen hilft es gut, die freuen sich, werden gesund und wenden sich der Homöopathie zu. Manche haben das falsche Mittel, ärgern sich, alles ist Mist und die dritten dosieren es über und haben dann ein neues Problem, dass sie nicht mal verstehen.
Zumal es das Bild vermitteln kann, Homöopathie ist ne einfache Sache die man, mal eben, am Apothekentresen treffsicher "verschreiben" kann.
Soll nicht heißen das ich nicht glaube manche Apotheker haben mehr drauf als mancher Arzt der den Zusatz Homöopath hat.


- Was ist darf sein, was sein darf wandelt sich -

zuletzt bearbeitet 23.01.2012 17:35 | nach oben springen

#6

RE: Schlafstörungen

in Allgemeines zur Homöopathie 25.01.2012 18:32
von Wolfi | 754 Beiträge | 1230 Punkte

Ich freue mich, wenn ein Apotheker (oder eine -in) von Homöopathie Ahnung hat, dann muß ich mir nicht mehr anhören, (und auch noch mit genervtem Unterton, weil man die Schlange hinter einem, die mit den lukrativen Rezepten, blockiert): "Eine Potenz LM 18 gibt es nicht", oder, wenn man eine C200 bestellen möchte, ein vorwurfsvoll-besorgtes: "Das ist aber keine normale Potenz!", das schon fast so klingt wie: "Das besorge ICH Ihnen aber nicht!" (Rezepte habe ich nur bei verschreibungspflichtigen Sachen).

Ich hatte an meinem vorherigen Wohnort schließlich eine Apotheke gefunden, wo man sich sehr gut auskannte mit Homöopathie, und auch mal eine Frage zur Verordnung, Verabreichung oder auch sogar zum Verlauf stellen konnte. Das war vor allem sehr hilfreich für mich, als ich mich selber noch überhaupt nicht auskannte. Da ging's mal um den Milchzucker(?), den meine H. ihrer mitgegebenen Gabe beigemischt hatte, oder um die Frage, wann ich mich wohl bei ihr wieder melden solle. Als ich mir ein paar Mittel für die erste Hausapotheke zulegte, konnte man mich beraten, was da erstmal sinnvoll ist, sich zuzulegen, weil wofür häufig eingesetzt.

Das sind die Dinge, die ich als Patient eines Homöopathen gerne in einer Apotheke vorfinden würde. Also genau das Gleiche wie bei sonstigen Medikamenten auch, Informationen zum Produkt, auch durchaus Einschätzungen zur Verordnung und zur Wirkung, also einfache Einschätzungen aus Apothekersicht, nicht die Verordnung oder tatsächliche Berurteilung an sich. Der Hinweis, sich bei "unnormal erscheinendem Verlauf" gleich wieder an den Arzt zu wenden kommt ja beispielsweise auch bei sonstigen Medikamenten, und zu Recht, wie ich meine.

Bei einfachen akuten Sachen, wie eine Prellung beim Sport oder einer Schürfwunde oder so, finde ich allerdings einen konkreten Vorschlag in der Apotheke schon gut. Die üblichen sonstigen Verdächtigen (kleiner Scherz) werden ja auch empfohlen. Allerdings gehört m.E. bei homöopathischen ebenso wie bei allen anderen Empfehlungen von Medikamenten die Erklärung über die Anwendung hinzu, und der Hinweis, wie lange der Versuch einer Selbstbehandlung andauern darf. Ich erwarte also, oder vielleicht sollte ich besser sagen, ich wünsche mir, ganz schlicht und einfach, daß ein Apotheker etwas Ahnung hat von dem, was er verkauft, insbesondere von dem, was er empfiehlt, und daß er in verantwortungsvoller Weise empfiehlt, wenn er es tut.

Nur mal so aus einer Patientensicht.

Zitat
Übrigens:"Bewährte Indikationen"wäre auch ein schönes Unterforum.
Da könnten auch die Laien ein wenig mehr mitreden.



Als ein solcher fühle ich mich dazu berufen, etwas hierzu zu sagen. *gg

Ich habe ja auch schon Mittel selber rausgesucht. Dabei habe ich mich auch schon von solchen bewährten Indikationen inspirieren lassen. Sogar solchen, die ich an mir selbst schon als bewährt beobachten konnte. Daß das trotzdem nach hinten losgehen kann, wenn man nicht reppt (oder es einfach so weiß), - ich sage nur: Arnika! (Ich spiele hier auf mein selbstverordnetes Arnika bei einer Zehverletzung an, was mir ordentlich Schmerz und Hämatom bescherte als Mittelprüfung, zumindest meine ich, daß man den Verlauf so beurteilen mußte). Ich bin daher froh, daß ich auf eine sinnvolle Vorgehensweise hingewiesen werde, auch hier. Nur ums Mitredenkönnen geht es ja nicht. Ich jedenfalls brauche nicht den Anschein von Wissen, sondern wenn, dann will ich das tatsächliche Wissen. Die Erkenntnis, daß das (noch) wenig ist, ist doch gut. Nur wenn man seine Grenze kennt, kann man sie möglicherweise noch weiter ausdehnen. Und nicht versehentlich überschreiten, was ja auch wichtig ist. Wer im Glauben gehalten wird, er wisse bereits genug, wird sich vielleicht trügerisch gut fühlen, aber er wird eher an der Stelle einfach stehenbleiben und sich schlimmstenfalls sogar Schaden zufügen.


Artificiosa non durant
Seid wahrhaftig - Alles Gekünstelte ist nicht von Dauer
(Wappenspruch der Familie von Puttkamer)

zuletzt bearbeitet 26.01.2012 01:41 | nach oben springen


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